• Oktober 06, 2026
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Das Wittmoor auf der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein wird besser geschützt. Dafür wird das bestehende, länderübergreifende Schutzgebiet um etwa 31 Hektar auf rund 138 Hektar erweitert und unter strengeren Schutz gestellt. Um die Vielfalt der Natur des Wittmoors zu erkunden, treffen sich heute (2. Oktober) Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank und Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt für einen Spaziergang durch das Gebiet. Begleitet werden sie von Vertreterinnen und Vetretern der Kreise Segeberg und Stormarn, der Stadt Norderstedt, des schleswig-holsteinischen Landesamtes für Umwelt (LfU) sowie der beteiligten Stiftungen und Verbände.

 

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Hamburg und Schleswig-Holstein verbindet so viel – und die Natur macht erst recht nicht an Landesgrenzen halt. Das gilt ganz besonders für das Wittmoor an unserer nördlichen Stadtgrenze. Während der Hamburger Teil schon lange als Naturschutzgebiet gesichert ist, zieht Schleswig-Holstein jetzt nach und vergrößert die geschützte Fläche. Das ist genau der richtige Schritt: Intakte Moore sind wirksamer Klimaschutz direkt vor unserer Haustür. Sie speichern dauerhaft CO2, halten Wasser in der Landschaft und geben seltenen Arten ihren Lebensraum zurück. Zusammen mit Schleswig-Holstein werten wir dieses wertvolle Moor jetzt grenzüberschreitend auf und machen es fit und resilient für die Zukunft.“

 

Tobias Goldschmidt, Umweltminister von Schleswig-Holstein: „Das länderübergreifende Wittmoor mit seinen Wiesen, Weiden und Mooren ist ein Stück Natur von ganz besonderem Wert für Hamburg und Schleswig-Holstein. Wir stellen es jetzt unter besonderen Schutz, weil wir damit wichtige Lebensräume für gefährdete Arten wie Kreuzotter, Wachtelkönig oder Sumpfdotterblume erhalten, den Wasserrückhalt in der Landschaft stärken und aktiv das Klima schützen. Die Menschen sollen auch in Zukunft von diesem Naturjuwel gut haben können – und deshalb schützen wir es.“

 

Moorschutz: Gut für die Artenvielfalt, den Wasserhaushalt und den Klimaschutz

Die neuen Flächen im Süden des Wittmoors – eine Grünlandniederung – stellen eine wertvolle Ergänzung für das Schutzgebiet dar. Die hier vorherrschenden Feuchtgrünlandbiotope sind Lebensraum für teilweise gefährdete und seltene Pflanzen- und Tierarten. Dazu zählen Moorfrosch, Kreuzotter, Kranich, Wachtelkönig, Wollgras, Sumpfdotterblume und Wiesen-Schaumkraut. Der Schutz für diese zusätzlichen Flächen stärkt die ökologische Funktionsfähigkeit des Gebietes insgesamt und die Klimaschutzfunktion des Moors. Mit der Naturschutzgebietsausweisung sollen neue Bewirtschaftungsregelungen gelten, etwa zum Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Nach der geplanten NSG-Verordnung wird die zulässige Entwässerung auf das gegenwärtige Niveau beschränkt.

 

Zur Fläche des neuen NSG Wittmoor

Das Wittmoor ist unter Einbeziehung des Hamburger Teils als ein zusammenhängender Landschaftsteil zu verstehen. Neben dem nördlichen Teil in Schleswig-Holstein ist das Wittmoor im Hamburger Bereich bereits unter Schutz gestellt. Die zusätzlichen 31 Hektar entsprechen dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Wittmoor SH und liegen auf Norderstedter Stadtgebiet.