Ärzte ohne Grenzen - Humanitäre Hilfe weltweit

Was 1971 unter dem Namen Médecins Sans Frontières begann, gehört heute zu einer der aktivsten Hilfsorganisationen der Welt. Geballtes wissenschaftliches Knowhow trifft in verschiedenen Projekten aufeinander, um humanitäre Hilfe zu leisten und so die gesundheitliche Versorgung weltweit zu verbessern. 

 

Interdisziplinäre Hilfsarbeit 

In den einzelnen Projektgruppen der Ärzte ohne Grenzen treffen verschiedene Berufsgruppen aufeinander. Logistiker arbeiten beispielsweise Seite an Seite mit Hebammen, Ärzte mit KFZ-Mechanikern. Die Bereitschaft, humanitäre Hilfe zu leisten, haben jedoch alle Freiwilligen gemeinsam. Vor allem die Fachärzte bilden eine wichtige Schnittstelle in den Teams. Der Aufbau von Gesundheitszentren, die Entwicklung spezifischer Behandlungsprogramme oder die Basisgesundheitsversorgung sind nur einige von vielen Aufgaben, die auf die Projektteams zukommen können. 

 

Voraussetzungen für die Mitarbeit 

Eine Mitarbeit bei Ärzte ohne Grenzen steht jedem frei, der über eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung verfügt. Die meisten Berufsgruppen beteiligen sich für neun bis zwölf Monate an einem Projekt, für Fachärzte wie Chirurgen kann die Dauer des Aufenthalts auch verkürzt werden. Die Kosten für den Flug, die Unterbringung und die Versorgung werden vom Projekt getragen. Darüber hinaus erfolgt eine Vergütung von ca. 1.474 Euro Brutto monatlich. Je nach Projekt und Dauer kann dieser Vergütungssatz variieren. Die Arbeit in den Teams erfolgt nicht nur interdisziplinär, sondern auch international. Die Freiwilligen sollten deshalb fließend Englisch sprechen und im besten Fall weitere Fremdsprachenkenntnisse nachweisen können. Ebenfalls vorteilhaft auf die Bewerbung wirken sich Auslandserfahrungen aus, bei denen die Freiwilligen bereits gelernt haben, die Lebensumstände und klimatischen Bedingungen in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern einzuschätzen. Die erforderlichen Impfungen und Versicherungen für den mehrmonatigen Auslandsaufenthalt trägt die Organisation. Beim Widereinstieg in den Arbeitsalltag, hilft die Organisation zwar nicht finanziell, gewährleistet jedoch eine psychologische Versorgung, um das Erlebte aufzuarbeiten. 

 

Bewerbungsphase 

Die Bewerbung zu den Projekten erfolgt in der Regel vier bis sechs Monate vor der möglichen Abreise über ein Formular auf der Website der Ärzte ohne Grenzen (www.aerzte-ohne-grenzen. de/arbeiten-im-ausland). Wenige Wochen später, erhalten die potenziellen Projektteilnehmer eine Absage oder die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch, bei dem offene Fragen geklärt werden. Bei einem für beide Partien positiven Ausgang dieses Gesprächs, wird der Bewerber in einen Pool der geeigneten Kandidaten aufgenommen und bekommt das Einsatzland und ein Projekt zugewiesen, das am besten zu den bisherigen Erfahrungen passt. Momentan interagieren die Ärzte ohne Grenzen bei Projekten auf rund 70 Ländern in der ganzen Welt. Auch Spendengelder sind für die Hilfsarbeit existenziell. 

 

Weiterführende Informationen zur Organisation: www.aerzte-ohne-grenzen.de