Schluss mit der Qualmerei

Wer raucht, lebt nicht nur statistisch gesehen kürzer oder ungesünder, er arbeitet auch weniger effektiv, verbringt mehr Zeit bei Rauchpausen und stört die Mitmenschen. Doch mit dem Aufhören ist das so eine Sache. Tausendmal probiert, tausendmal ist es wieder passiert – Rückfälle, Aufgeben, Quälerei.

 

Aufhören ja, aber wie?

Von den 17 Millionen Rauchern sind etwa 80 % mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden und wollen etwas ändern. Je besser Sie sich auf Ihre Zukunft als Nichtraucher vorbereiten, desto höher sind Ihre Erfolgschancen. Die folgenden Schritte haben sich bewährt und helfen Ihnen, typische Fallen auf dem Weg zum Nichtraucher zu vermeiden.  

 

Das Problem mit dem Zunehmen

Das Rauchen unterdrückt das Hungergefühl. Das größte Problem beim Aufhören ist das entstehende „Craving“, das Verlangen nach Nikotin. Hier wird häufig als Ersatz gegessen. Mit der Nikotin-Ersatz-Therapie ist diese Gefahr gemindert, jedoch nicht vollständig weg. Bewegung und leichte Umstellung des Essens helfen zuverlässig. 

Drei Schritte auf dem Weg zum Nichtraucher

SCHRITT 1: Die Motivation sichern

Gerade wollte man noch ganz fest aufhören und auf einmal kommen einem wieder diese komischen Argumente in den Sinn: „Nie mehr eine Zigarette rauchen, das schaffe ich doch nicht!", „Ich habe es schon einmal versucht, aufzuhören – bei mir hat das alles keinen Sinn!“ oder „Ich habe Angst, dass ich sehr viel an Gewicht zunehmen werde!“...

 

  • Rufen Sie sich Ihre persönlichen Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören, wieder ins Gedächtnis zurück! Ausstieg lohnt sich!
  • Suchen Sie Mitstreiter und schließen Sie, wenn Sie möchten, einen Nichtraucher-Vertrag mit jemandem ab, der Sie in Ihrem Vorhaben unterstützt. 

SCHRITT 2: Nikotinersatztherapie starten

Jetzt geht es los! Sie besorgen sich Ihr Produkt, z.B. Pflaster, Microtab oder Kaugummi, in der Apotheke und legen einen Starttermin fest – er sollte möglichst nicht gerade in einer maximalen Stressphase liegen. Gut geeignet sind z.B. ein Urlaub oder zumindest ein verlängertes Wochenende. Planen Sie Aktivitäten für die ersten Tage, um abgelenkt zu sein.

 

  • Gehen Sie die Tipps zur Anwendung und Therapie der Produkte genau durch.
  • Achten Sie auf eine ausreichend hohe tägliche Dosierung Ihres Nikotin-Ersatz-Produktes. Nur so können Rauchverlangen und Entzugserscheinungen spürbar gemildert werden!
  • Wenden Sie Ihr Ersatz-Produkt in der empfohlenen Dosierung über 4-6 Wochen an.
  • Anschließend bzw. wenn Sie sich als Nichtraucher sicher fühlen, reduzieren Sie langsam über die nächsten Wochen Ihre Dosis, bis Sie ganz auf Nikotin verzichten können.  

 

SCHRITT 3: Gewohnheiten ändern

Die richtigen Produkte helfen Ihnen, Ihr Rauchverlangen und die Entzugserscheinungen zu reduzieren. Doch es gibt typische Situationen, in denen Sie früher aus Gewohnheit geraucht haben – und die für Sie auch nach einem Rauchstopp noch verlockend sein können. Diese Situationen gilt es zu erkennen und zu meistern.  

 

(Disy Winter 2005)