• Oktober 21, 2026
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Mit der Kampagne will die ADAC Stiftung ermutigen, im Notfall schnell und ohne zu zögern mit Reanimationsmaßnahmen zu beginnen. Regelmäßige Erste-Hilfe-Auffrischungen sind wichtig, um Wiederbelebung zu üben und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. „Du brauchst keine Angst haben, du kannst nichts falsch machen. Fang einfach an, 100 mal in der Minute zu drücken. Jede Sekunde zählt.“, sagt Eckart von Hirschhausen.

Einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden in Deutschland jährlich etwa 130.000 Menschen außerhalb einer Klinik. Hirschhausen appelliert in der Kampagne an Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl der Menschen: „Niemand kann sich selbst reanimieren. Wir sind auf die schnelle Hilfe unserer Nächsten angewiesen.“ Viele Reanimationen finden im häuslichen Umfeld statt. Weil die ersten fünf Minuten – oftmals vor Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes – entscheidend sind für die Überlebens- und Genesungschancen, ist schnelles Handeln von Angehörigen, Freundinnen und Nachbarn gefragt. In Deutschland war fast jede fünfzehnte Person ohne medizinische Ausbildung schon einmal an einer Reanimation beteiligt.

Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung: „Jede und jeder von uns kann in die Situation kommen, reanimieren zu müssen. Die Menschen, deren Leben dann in unseren Händen liegt, sind meist Nachbarn, die eigene Familie, Kolleginnen und Kollegen. Wir wollen mit dieser Kampagne Mut machen und zeigen, wie einfach und wirksam Reanimation ist."

Die Bevölkerungsbefragung „Monitor Reanimation“ der ADAC Stiftung hatte kürzlich gezeigt, dass die Hilfsbereitschaft in Deutschland zwar ausgeprägt ist, es vielen jedoch an Handlungssicherheit fehlt. 63 Prozent gaben in der Umfrage an, sie würden im Notfall reanimieren. Weitere 20 Prozent wären nach eigenen Angaben nur dazu bereit, wenn die Rettungsleitstelle sie telefonisch anleitet.

Die Reanimationskampagne der ADAC Stiftung läuft bis Dezember 2027 und knüpft an die bisherigen Aktivitäten an. Gesicht der Kampagne ist Dr. Eckart von Hirschhausen. Ziel ist es, Menschen in Deutschland Mut zu geben, im entscheidenden Moment zu helfen, Hemmungen abzubauen und konkretes Handlungswissen zu vermitteln. Die Kampagne verläuft in drei Phasen: Sie sensibilisiert zunächst für die Reanimationssituation und baut Hemmungen ab, emotionalisiert anschließend über persönliche Geschichten und macht schließlich die Handlungsschritte im Notfall greifbar, bis hin zur Anbindung an Ersthelfer-Netzwerke. Ausgespielt wird sie über soziale Medien, ADAC Kanäle, Radio, Kino, öffentliche Anlässe und Kooperationspartner.