Prof. Mechthild Krause

Ärztin und Wissenschaftlerin mit höchster Expertise in der Strahlentherapie

 

Neue Klinikdirektorin: Prof. Krause  ist seit 15 Jahren am Uniklinikum  tätig. Patienten profitieren von enger  Verzahnung von Krankenversorgung  und Forschung. 

 

Seit November leitet Prof. Mechthild Krause als Direktorin die  Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.

Die  Ärztin und Wissenschaftlerin gehört europaweit zu den führenden Experten auf den Gebieten der Protonen- und Photonentherapie. Sie ist weltweit die einzige Frau, die eine Klinik leitet, die beide Formen der Strahlentherapie anbietet. Prof. Krause folgt auf Prof. Michael Baumann, der als Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) nach Heidelberg wechselt. Die Strahlentherapeutin und Krebsforscherin ist mit allen  Belangen der Klinik bestens vertraut, die sie bereits seit 2012  als stellvertretende Klinikdirektorin mit leitet. Als Professorin für Translationale Radioonkologie und Standortsprecherin des Deutschen  Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) sowie als Direktorin des OncoRay-Zentrums und des Instituts für Radioonkologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf ist sie eng in die Erforschung innovativer Formen der Krebstherapie  eingebunden. Diese Expertise fließt unmittelbar in die Behandlung der Patienten des Universitätsklinikums ein. Mit dem weiteren Aufbau  des Partnerstandorts des Nationalen Centrums für Tumorerkrankung  (NCT) wird die bereits vorhandene Exzellenz im Sinne der Patienten weiterentwickelt. „Wir freuen uns sehr, dass mit Mechthild Krause eine ausgewiesene  Expertin auf dem Gebiet der Protonentherapie künftig die Klinik  leitet. Sie verfügt sowohl im klinischen wie auch im wissenschaftlichen Bereich über einen großen Erfahrungsschatz und hat dies bereits in den vergangenen Jahren als stellvertretende Klinikdirektorin  und Leiterin des Universitäts ProtonenCentrums sowie verschiedener  Forschungsprojekte unter Beweis gestellt“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. „Ich freue mich sehr auf die verantwortungsvolle Aufgabe. Unsere  Arbeit wird auch künftig von einer hohen Dynamik geprägt sein, denn auf den Gebieten der Therapie und Erforschung von Tumorerkrankungen  gibt es eine Vielzahl an Perspektiven für schonendere  und wirkungsvollere Behandlungsstrategien. Dazu bietet die Dresdner Hochschulmedizin ein hervorragendes Umfeld: Die etablierten exzellenten Forschungsteams werden durch den schrittweisen Aufbau des NCT-Partnerstandorts in vielen Bereichen ergänzt.  Die unmittelbare Anbindung an die Krankenversorgung liegt mir  besonders am Herzen, weil wir dadurch den Patienten der Klinik  für Strahlentherapie und Radioonkologie die bestmögliche Therapie  anbieten können“, sagt die neue Klinikdirektorin, die nun für die Behandlung von mehr als 2.500 Patienten im Jahr und ein Team von rund 120 Mitarbeitern verantwortlich ist. Prof. Krause war schon in den vergangenen Jahren hauptverantwortlich  für zentrale Klinikbereiche zuständig, etwa für die Protonentherapie, das klinische Studienzentrum sowie die Behandlung  von Patienten, die unter Hirntumoren und Brustkrebs leiden. „Eines meiner wichtigsten Ziele ist es, die Protonentherapie künftig weiter  auszuweiten. Das bedeutet, dass wir neue klinische Studien auf den Weg bringen werden, um für weitere Tumorarten zu überprüfen, ob die Protonentherapie gegenüber der herkömmlichen Strahlentherapie  einen Vorteil bringt. Für zahlreiche häufig vorkommende  Tumorarten ist das heute noch nicht belegt. Außerdem wollen wir  mehr Patienten in klinische Studien einbinden“, so Prof. Krause  weiter. Mit dem Amtsantritt von Prof. Krause übernimmt Prof. Esther Troost  die Position der stellvertretenden Klinikdirektorin. Die Expertin für bildgestützte Hochpräzisionsstrahlentherapie, wechselte 2015  aus dem niederländischen Maastricht nach Dresden. Auch Prof.  Troost genießt europaweit ein hohes Ansehen als Ärztin sowie  Wissenschaftlerin und trägt damit zum Renommee der Dresdner  Hochschulmedizin auf dem Gebiet der Strahlenforschung in der  Onkologie bei. Der nach Heidelberg ans DKFZ wechselnde Prof. Michael Baumann, zeigt sich zufrieden über die Nachfolgeregelung: „Professor  Mechthild Krause ist mit allen Fragen der Klinikleitung bestens vertraut und wird die bisherige Arbeit nahtlos fortführen. Mit ihr  steht eine Expertin für Protonentherapie und translationale Onkologie  an der Klinikspitze, die bereits Maßstäbe bei der Übertragung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die Krankenversorgung gesetzt hat. Der medizinische Fortschritt der vergangenen  Jahre hat wesentlich dazu beigetragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse  immer schneller zum Wohle von Patienten weiterentwickelt und in klinischen Studien getestet werden können. Meine  Nachfolgerin ist auch auf diesem Gebiet eine weit über Dresden hinaus anerkannte Leistungsträgerin und wird dazu beitragen, die Reputation Dresdens in der Krebsmedizin weiter auszubauen“, so  Prof. Baumann weiter. 

Vita Prof. Mechthild Krause 

Die neue Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ist in der Dresdner Krebstherapie und -forschung fest verwurzelt. Die gebürtige Görlitzerin hat hier studiert und promoviert. Als Klinikärztin behandelt sie seit 2001 Patienten mit Krebserkrankungen und promovierte 2002 zum Doktor der Medizin. Bereits mit Anfang 30 habilitierte sich Prof. Krause 2007 mit einer Untersuchung zur Hemmung des Epidermal Growth Factor Receptors (EGFR), einem Protein, das das unkontrollierte Wachstum von Tumorzellen begünstigt. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin forschte sie 2007 am Princess Margaret Hospital der University of Toronto. Später übernahm die heutige Klinikdirektorin die Leitung der Forschungsgruppe „Experimentelle Strahlentherapie von Tumoren“ und wurde zur OncoRay-Sektionsleiterin für Translationale Radioonkologie ernannt. 2012 erwarb sie ihre Fachkunde der Protonentherapie am Universitätsklinikum Heidelberg, bevor sie 2013 Professorin für Translationale Radioonkologie im Partnerstandort Dresden des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung wurde. 2016 wurde Prof. Krause als Direktorin des Instituts für Radioonkologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und des „OncoRay – Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie“ berufen. Die Strahlentherapeutin veröffentlichte mehr als 110 Artikel in Fachzeitschriften und erhielt zahlreiche hochrangige akademische Auszeichnungen, darunter den VARIAN – Juliana Degenkamp Award der Europäischen Gesellschaft für Radiotherapieund Onkologie (ESTRO) und den Hermann-Holthusen-Preis der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). Disy GESUNDHEIT