Der Winter geht, der Heuschnupfen kommt

Wie viele Allergiker Deutschland genau hat, lässt sich nur schwer sagen. Statistiken geben nur Angaben darüber, wer in Deutschland in den letzten drei Monaten ein Mittel gegen Heuschnupfen gekauft hat. Im Jahr 2013 waren das in Deutschland rund 1,39 Millionen Personen, weniger als in den Jahren davor. Das mag an dem relativ kalten und sehr langen Winter gelegen haben, der Anfang des Jahres 2013 äußerst hartnäckig war. Dieses Jahr sieht es für die Allergiker allerdings anders aus.

Die an der Berliner Charité erhobenen Daten zeigen, dass die Pollen von Haselnuss, Erle und Co. in Deutschland nicht nur früher, sondern auch in größeren Mengen fliegen. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst hat sogar die wichtigen Termine genau berechnet und veröffentlicht:

  • Birke: Vom 15.3. bis zum 15.6.
  • Gräser: Vom 15.4. bis 20.9.
  • Beifuß: Vom 15.7. bis 20.9.
  • Ambrosia: Vom 20.7. bis 20.9.

Anhand der Daten zeigen sich äußerst trübe Aussichten für Allergiker. Aufgrund des Klimawandels werden die Pollen in den nächsten Jahren häufiger und länger fliegen. Allergiker werden sich also auf eine härtere Zeit einstellen müssen – und nach Möglichkeiten suchen, die ihnen die Zeit der Pollenflüge erleichtern.

In erster Linie gehören dazu Medikamente, die der Arzt entweder verschreibt oder die von Apotheken empfohlen werden. Wer sich online informieren möchte, der kann auch direkt bei den Online Apotheken nachschauen. Gibt man bei medipolis den Begriff Allergie in das Suchraster ein, kommen alle Medikamente, die bei einer Allergie genommen werden können. Ist man sich aber dennoch unsicher, kann man sich auch kostenlos telefonisch beraten lassen. So kann man schnell und sicher erfahren, welche Augentropfen wann am besten helfen und ob Nasenspray gegen Juckreiz hilft oder gegen Verstopfung.

Aber nicht nur die Einnahme der richtigen Medikamente kann Linderung verschaffen. Auch andere Verhaltensweisen können helfen, die Pollenzeit so gut es geht zu überstehen. So ist es zum Beispiel wichtig, dass man sich so wenig wie möglich den Pollen aussetzt. Als Allergiker sollte man zum Beispiel immer Wiesen und Felder meiden, bei warmem und trockenem Wetter auf zu lange Aufenthalte im Freien verzichten und in der stärksten Pollenzeit für die eigene Region am besten in den Urlaub fahren. Wer einen eigenen Balkon besitzt, der pflanzt sich am besten Pflanzen, deren Pollen Bienen und Hummeln anzieht. Diese Pollen sind zu schwer, um vom Wind transportiert zu werden. Für Autofahrer gibt es inzwischen auch einen Pollenfilter für die Lüftung, der extra eingebaut werden kann. Und letztlich zählt: Alles so gut und so oft es geht reinigen, denn nichts haftet so gut an Kleidung und anderen Stoffen wie Pollen. Quelle: IfD Allensbach © Statista 2014