• Januar 31, 2024
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Pünktlich zum Wechsel der Kollektionen startet wieder der Schlussverkauf. Manchmal als „Resterampe“ verschrien, trägt er trotzdem zum Umsatz der Handelsketten und Konzerne bei. Das Ergebnis kann sich am Jahresende sehen lassen. Die Umsätze einiger Marken zeigen seit Jahren nach oben. Lohnen sich Modeaktien im Depot? Und wenn ja: Was sollten Anleger bei der Auswahl der eigenen Investmentmöglichkeiten beachten?

Modeaktien: Wie steht es um das Marktsegment?

Fancy Mode passt auch ins Aktiendepot. Keine wirklich neue Erkenntnis. Fashion ist längst ein Geschäft, in dem es um Milliarden geht. Klar, dass sich viele Unternehmen ein Stück von den rund 1,64 Billionen US-Dollar abschneiden wollen, die 2024 in der Modeindustrie umgesetzt werden. Davon wird ein großer Teil – mehr als 28 Prozent – online erwirtschaftet.

Marken, die hier den Ton angeben, haben es häufig auch aufs Parkett an den Börsen geschafft. Lohnt es sich noch, im Modebereich Aktien zu kaufen? Allgemein gehen Experten von einem prognostizierten Wachstum von circa 7,6 Prozent pro Jahr aus aus. Das heißt: Mode geht eigentlich immer. Allerdings sollte hier schon unterschieden werden, wo sich die Unternehmen besonders spezialisieren:

1. Nachhaltige Mode

Ein echter Wachstumstrend ist nachhaltige Mode. Eco-Fashion setzt auf Schlüsselelemente wie:

  • ökologische Materialien – umweltfreundliche Rohstoffe wie Bio-Baumwolle, recycelte Stoffe oder Ananasfasern
  • energieeffiziente Produktion – Einsatz nachhaltiger und energieeffizienter Produktionsmethoden
  • Fair Trade – Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen
  • Werthaltigkeit – Mode mit Mehrwert durch Recycling.

Zunehmend mehr Verbraucher folgen diesen Leitgedanken und setzen auf nachhaltige Mode. Klar, dass Unternehmen mit einem klaren Fokus auf Umwelt- und Klimaschutz ihre Brands in dieser Zielgruppe sehr viel einfacher platzieren.

2. Funktionsbekleidung

Eine Nische, die in den letzten Jahren stark gewachsen ist: Funktions- und Sportbekleidung. Auch Deutschland wird dicker. Damit drängt sich die Frage nach Maßnahmen und Möglichkeiten gegen Übergewicht auf. Viele Verbraucher versuchen es nicht mit Diäten.

Eine konsequente Umstellung der Ernährung ist genauso wichtig wie Sport. Dazu braucht es das richtige Outfit. Viele Marken setzen inzwischen vermehrt auf dieses Segment – entweder mit eigenen Kollektionen oder gleich einer neuen Sportmarke mit eigenem Branding.

Bekannte Modefirmen, die Aktien ausgeben

Welche Modelabels passen ins Portfolio? Generell empfiehlt sich vorab eine Überlegung: Will ich nur in Mode oder ein breit aufgestelltes Portfolio investieren? Hier ein Überblick zu drei Aktien rund um das Thema Mode, Accessoires und Bekleidung:

  1. LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton)

LVMH (WKN: 853292) ist ein bekannter Mischkonzern rund um Luxus. 1987 durch die Fusion von Louis Vuitton (gegründet 1854) und Moët Hennessy (1971) gegründet, umfasst das Portfolio inzwischen Marken wie Louis Vuitton, Christian Dior, Fendi oder Givenchy und Bulgari. Aber auch wertvolle Accessoires wie Uhren und Schmuck sind Teil des LVMH-Universums. 2021 hat LVMH einen Jahresumsatz von rund 64,2 Milliarden Euro erzielt.

  1. Nike

Nike (WKN: 866993) wurde 1964 als Blue Ribbon Sports gegründet. 1971 erfolgte die Umbenennung in Nike. Heute ist das Unternehmen eine der weltweit führenden Marke in den Bereichen Sportbekleidung und Schuhen. Nike ist für seine Sportschuhe bekannt, unter anderem den Nike Air Max. Daneben bietet die Marke eine breite Palette an Sportbekleidung und Accessoires an. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte Nike einen Umsatz von rund 44,5 Milliarden USD.

  1. Inditex (Zara)     

Inditex (WKN: A11873) – hier wird erstmal der Kopf geschüttelt. Besser bekannt ist das Unternehmen für ein Modelabel: Zara. 1985 in Spanien von Amancio Ortega und Rosalía Mera gegründet, vereint Inditex mehrere Marken unter einem Dach – wie Massimo Dutti, Pull & Bear, Bershka und Stradivarius. Vor der Gründung führte Ortega bereits Zara, welches er in Inditex mit einbrachte. Inditex erreichte im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 32,6 Milliarden Euro.

Fazit: Mit Mode Rendite erwirtschaften

In Mode investieren – das hört sich nicht für jeden Anleger nach einem guten Deal an. Aber: Viele Modekonzerne haben in den letzten Jahren wachsende Umsätze erlebt. Und damit entwickelten sich auch die Kurse in die richtige Richtung. Mode im Portfolio kann sich also lohnen. Wer sich besonders mit der Branche identifiziert, verbindet so zudem seine Interessen mit dem Thema Geldanlage.