Sicherheit im Internet – so schützten Sie sich vor Cyberkriminellen

Cyberkriminalität bleibt auch 2016 ein wichtiges Thema. Mit Spyware lesen Hacker private Daten aus oder legen den Computer lahm. Falsche Online-Shops ziehen Käufern das Geld aus der Tasche und unwissende E-Mail-Nutzer überweisen ganz freiwillig Geld an kriminelle Hacker. Wer sich an einige wichtige Regeln hält und nicht leichtsinnig mit seinen privaten Daten umgeht, kann sich jedoch auch im Internet vor Kriminalität schützen.

 

Achtung Phishing-Mail

In den vergangenen Monaten gab es vermehrt sogenannte Phishing-Mails, in denen die Nutzer aufgefordert wurden, Geld zu überweisen. Immer wieder werden E-Mails verschickt, in denen Sie Bank- oder Zugangsdaten aktualisieren oder verifizieren sollen. Meistens wird der Nutzer darin nicht persönlich angesprochen, sondern allgemein mit "Sehr geehrter Kunde". Oft werden auch Mails mit einer Verlinkung versendet. Wenn Sie nichtsahnend auf den Link klicken, laden Sie sich womöglich schädliche Software auf den Computer oder das Smartphone. Deshalb gilt: Öffnen Sie niemals E-Mails von Unbekannten, klicken Sie nicht auf dubiose Anhänge oder Links. Werden Sie von Ihrer Bank oder einem Online-Shop aufgefordert, offene Rechnungen zu bezahlen, sollten Sie stets bei der Bank oder dem Händler persönlich nachfragen. Benutzen Sie dazu niemals die Kontaktdaten in der fraglichen Mail, sondern verwenden Sie die Telefonnummer oder das Kontaktformular auf der offiziellen Seite. Immer wieder kommt es vor, dass Nachrichten von bekannten Unternehmen wie PayPal, Amazon, eBay oder wie zuletzt von DHL gefälscht werden. Um zu prüfen, welche Betrugsmethoden aktuell im Umlauf sind, gibt es zum Beispiel den Phishing-Radar der Verbraucherzentrale Sachsen, wo die gegenwärtigen Betrugs-E-Mails aufgelistet werden. Die Merkmale einer Phishing-Mail:

 

  • Unbekannter Adressat
  • Unpersönliche Ansprache
  • Dringender Handlungsbedarf/ Aufforderung zur Datenherausgabe
  • Aufforderung zum Öffnen einer Datei
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler

 

Vorsicht bei Online-Shops

Wenn Sie im Internet shoppen, sollten Sie darauf achten, dass die Verbindung sicher und der Shop vertrauenswürdig ist. Im Internet gibt es Händler, die ausschließlich Vorkasse als Zahlungsweise anbieten. Das ist ein erstes Indiz dafür, dass dieser Anbieter unseriös ist. Häufig kommt es vor, dass der Kunde bezahlt, die Ware aber nicht erhält. Wenige Wochen später gibt es den Shop im Netz nicht mehr. Wer sich davor schützen möchte, sollte auf bewährte Bezahlmethoden zurückgreifen. Die Überweisung per Bankkarte, Zahlung bei Warenannahme, PayPal oder die paysafecard sind solche sicheren Optionen. Aber auch hier sollten Sie auf die Sicherheitsbestimmungen achten. Wie Sie sicher im Internet mit der paysafecard beispielsweise bezahlen können, erfahren sie auf dieser Seite des Bezahldienstes. Auch ein Blick in das Impressum des jeweiligen Online-Shops ist hilfreich. Es dient zur eindeutigen Identifikation des Anbieters. Ist das Impressum unvollständig – das heißt, es fehlen Kontaktdaten oder eine Adresse – ist Vorsicht geboten. Achtung auch vor gefälschten Gütesiegeln. In Deutschland erhalten vertrauenswürdige Händler die sogenannte Trusted-Shops-Zertifizierung. Um zu kontrollieren, ob das Zertifikat echt ist, genügt ein Klick auf das Gütesiegel. Ist das Siegel in Ordnung, wird Ihnen der Status "gültig" angezeigt. Merkmale unseriöser Shops:

 

  • Bezahlung ausschließlich per Vorkasse
  • Unvollständiges Impressum
  • Ungültiges Vertrauenssiegel
  • Keine https-Verschlüsselung

 

Achtung bei Free-WiFi-Angeboten

Cyberkriminalität funktioniert auch im Geschäft nebenan. Viele Läden, vor allem Einkaufszentren, bieten kostenloses Internet als kundenfreundlichen Service an. Die meisten dieser öffentlichen Netzwerke verlangen kein Passwort, das heißt, sie sind unverschlüsselt. Deshalb gilt: Wer in einem öffentlichen Netzwerk surft, sollte Webseiten vermeiden, auf denen er vertrauliche Daten und Passwörter eingeben muss. Zudem sollten Sie auf die https-Verschlüsselung achten. Zwar wissen die meisten Nutzer, dass sichere Internetseiten mit "https" beginnen oder dass das Schlosssymbol in der Adressleiste eine sichere Verbindung anzeigt, trotzdem werden diese einfachen Sicherheitsmerkmale zu häufig ignoriert. Wer im Free WiFi unbedingt geschäftliche Dinge erledigen muss, sollte den VPN-Client seiner Firma nutzen. Mehr über diese Sicherheitsfunktion erfahren Sie hier. Regeln im Free WiFi:

 

  • Keine persönlichen Daten eingeben
  • Auf https-Verschlüsselung der Seiten achten
  • Wenn möglich, VPN-Client nutzen

 

Bildrechte: Flickr GDC Online 2011_Tuesday_Show Environment Official GDC CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten