Von Verkleidungen bis hin zum Cosplay

 

Die japanische Kultur nimmt auch in Deutschland immer größere Plätze ein. Während seit den 1990er Jahren die Anime und Manga Szene immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat, ist der Trend des Cosplays auch immer weiter vorangeschritten in den letzten Jahren. Das Wort Cosplay setzt sich aus den Worten „Costume“ und „Play“ zusammen. Vergleichbares gibt es schon des längeren in Form von Mittelaltermärkten und Festen. Dabei verkleiden sich die Menschen in Mittelalter Kleidung und machen eine Art Rollenspiel daraus in dem sie sich benehmen, wie früher im Mittelalter, sich derartig unterhalten und ähnliche Mahlzeiten zu sich nehmen. Beim Cosplay dagegen dreht es sich nicht um Mittelalterfiguren, sondern um Charaktere aus dem Anime und Gaming Universum.

 

 

Wo finden solche Veranstaltungen statt?

Veranstaltungen im Bereich der Cosplay Szene werden auch Conventions genannt. Die Animagic, die Gamescom und der Japantag in Düsseldorf sind beliebte Veranstaltungen für Cosplayer. Aber auch die German Comic Con in München ist ein Beliebter Ort für Cosplayer jeglicher Art. Diese Veranstaltungen sind gar nicht so unterschiedlich zu denen der Mittelaltermärkte. Es gibt klassische Aktionen und Wettbewerbe, die das Verhalten der Charaktere verkörpern und etliche Stände, wo zu diversen Serien und Spielen Merchandise erworben werden kann. Die nächste Comic Con in München findet im Juni 2020 statt und auch dort werden sich wieder etliche Fans der japanischen Kultur treffen und sich verkleiden. Sei es Pikachu aus Pokemon oder sein Lieblingsritter aus einer Mittelalter Serie, wie z. B. Game of Thrones.

Kostüme sind kostenintensiv und erfordern viel Zeit

Sowohl Mittelalterkleidung als auch Cosplays können sehr teuer werden. Es gibt einige Online Shops, die qualitativ hochwertige Kleidung zum Kauf anbieten, jedoch setzen viele Personen, die das Hobby ambitioniert betreiben auf das selbst nähen und basteln. Teilweise werden für die Kostüme mehrere Hundert Euro ausgegeben, sowie mehrere Hundert Stunden Arbeit hineingesteckt. Der Kreativität ist dabei freien Lauf gesetzt. Die Menschen lernen sich durch dieses Hobby kennen und finden teilweise Freunde fürs Leben. Schnittmuster müssen erstellt bzw. ausgedruckt werden. Wer keine Kenntnisse im Nähen hat, muss sich diese zuerst aneignen. Bei all den Kostümen, speziell im Bereich des Ritters und Ninjas gibt es natürlich Waffen. Bei Waffen gibt es von Veranstaltung zu Veranstaltung spezielle Auflagen aus welchen Materialien und in welcher Größe die sein dürfen. Darauf muss natürlich geachtet werden.