Woody Allen & His New Orleans Band kommen nach Dresden

Die Woody Allen Story

Woody Allen ist neben Billy Wilder der US-Komiker, Regisseur, Autor und Schauspieler.

Woody Allen erhielt dreimal den Oscar: 1978 für „Der Stadtneurotiker" in den Sparten bester Regisseur und bestes Drehbuch, 1986 mit „Hannah und ihre Schwestern" ebenfalls für das beste Drehbuch. Insgesamt wurde er einundzwanzigmal für den Academy Award nominiert. Neben über 30 Filmen als Drehbuchschreiber und Regisseur hat Woody Allen unzählige Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen geschrieben.

Bereits im Alter von 16 Jahren verdiente Allen Steward Königsberg als Autor Geld und legte sich den Künstlernamen Woody Allen zu. Über den Ursprung der Idee, sich Woody zu nennen, gibt es unterschiedliche Gerüchte. Wahrscheinlich nannte er sich nach seinem musikalischen Idol, dem Klarinettisten Woody Herman.

Ende der 60er-Jahre begann Woody Allen, Theaterstücke zu schreiben und aufzuführen, aber er wollte unbedingt Stand-up-Comedian werden, eine Gattung von Alleinunterhaltern, die Mitte der Fünfziger in Mode kam.

Sein erster Auftritt 1960 im Greenwicher Nachtclub Duplex geriet zum Fiasko. Seine Manager hielten ihn für den schlechtesten Komiker, der je zu sehen war. Aber gemeinsam gelang es, aus dem schüchternen und linkischen Auftreten einen unverwechselbaren Stil zu kreieren, der bis heute nahezu unverändert in all seinen Filmen vorkommt und beim jugendlichen Zuschauer genauso wie beim bebrillten Intellektuellen Schmunzeln auslöst.

Markenzeichen und Handwerkszeug des Hänflings, Nervenbündels, Intellektuellen, Antityps, der Skandalnudel, des Hysterikers, Philosophen und der Kulturfigur sind dabei die quäkende Diskantstimme, die schwarz gerandete Brille à la Jean-Luc Godard und Alfred Brendel, die Sprache der Hände und der eckige Gang.

Woody-Allen-Filme zwischen 1965 und 1975 zeichnen sich vor allem durch ihre Kombination von absurdem Sprach- mit absurdem Bildwitz aus. (Man denke nur an eine Szene in „Der Schläfer", in der der Erzschurke mit einer riesigen Erdbeere niedergeschlagen wird.) Wie im Nummern-Kabarett dient die skurrile Handlung meist einzig und allein dazu, Gags an ihr aufzureihen.

So unterschiedlich die inzwischen drei Dutzend Filme auch sind, Woody Allen beherrscht mit seinen Mitteln die Gesellschafts- und Beziehungskomödie genauso wie die Romanze, das Fantastische, den Krimi und die Farce.

Woody-Allen-Biograf Stephan Reimertz: „Woody Allen hat versucht, die alten Genres zu parodieren, vollkommen auszufüllen und schließlich ein Stück darüber hinauszugehen ...

Woody Allen macht die Schizophrenie der modernen Gesellschaft zum Kunstprinzip ...

Er spiegelt die Mittelschicht mit ihren Komplexen wie Geld, Sex, Kultur und Psychoanalyse, mit ihren immer neuen Prüfungen des Selbstwertgefühls."