Kerstin Nebl

„Frauen brauchen trotz ihrer Stärken mehr Kraft in ihrem Beruf.“

Kerstin Nebl (48), Tanzlehrerin und Organisatorin der Dresdner Walzernacht

In meinem Beruf erlebe ich glücklicherweise keine Bevorzugung von Männern. Im Gegenteil, als Tanzlehrerin kann weiblicher Charme, unserer Kommunikationsstärke und das viel beschriebene Einfühlungsvermögen gezielt eingesetzt werden. Natürlich nützt Frauen das alles nichts, wenn sie nicht auch von sich und ihren Zielen überzeugt sind. Sie lassen sich generell vielleicht schneller entmutigen, schrecken eher zurück als sich durchzusetzen. Oben auf der Karriereleiter angelangt, ist es für Frauen auch oft schwieriger dort zu bleiben – vor allem dann, wenn sie gleichzeitig auch eine Familie gründen wollen. Für Frauen muss es immer ein Mehr an Leistung sein, um das Gleiche zu erreichen. Ich habe das Glück, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Dies ist das Schönste, was einem passieren kann. Das hilft mir sehr, ihn täglich mit Freude auszuüben. Dabei achte ich darauf, mir auch Erholungszeiten zu gönnen, um Kraft für neue Ideen zu schöpfen. Auch das sollte ein ganz wichtiger Bestandteil im Leben einer Powerfrau sein.

 

Ihre Karriere:

Kerstin Nebl begann 1976 mit dem aktiven Tanzen. Neben dem Abschluss zur Wirtschaftskauffrau an der Fachschule 1983 absolvierte sie bis 1985 die Ausbildung zur Lehrerin für Gesellschaftstanz. Sie hat selbst an unzähligen Tanzmeisterschaften erfolgreich teilgenommen und war außerdem als Trainerin und Jurorin tätig. Seit 2001 gibt sie in Dresden privaten Tanzunterricht und ist gleichzeitig Ideengeberin für diverse Dresdner Tanzveranstaltungen. Zu der seit 2004 bestehende Dresdner Walzernacht begrüßt sie als Gastgeberin und Moderatorin. Kerstin Nebl wohnt in Dresden in einer Lebensgemeinschaft und hat eine Tochter.