Barbara Lässig

„Sobald der Chefsessel von einer Frau besetzt ist, geht der Respekt verloren.“

Barbara Lässig (52), Stadträtin, Selbstständige, Präsidentin der Dresdner Eislöwen und Gründerin des „Dresdner Nachtskaten“

Im Laufe meiner Tätigkeiten und besonders beim Sport erlebe ich das täglich: Frauen müssen mit ihrem Handeln ihre Position in der oberen Etage rechtfertigen. Und das jeden Tag aufs Neue. Die Stärken der Frauen wie Tiefgründigkeit, Gewissenhaftigkeit und Einfühlungsvermögen werden dabei nicht genutzt, sondern ignoriert. Viele können die Tatsache, dass Frauen die gleichen Funktionen wie Männer ausüben können und wollen, einfach nicht akzeptieren. Die Überzeugung zur traditionellen Rollenverteilung spielt dabei wohl noch immer eine Rolle. Ich persönlich nehme Ablehnung als Grund zur Motivation und mache dann erst recht weiter. Konfrontation ist dabei natürlich vorprogrammiert aber solange es keinen Grund gibt, der eine Diskreditierung rechtfertigt, nehme ich die Herausforderung gerne an. Einer Frau, die eine Männer-adäquate Karriere einschlagen will, muss also auch eine Kämpfernatur zugrunde liegen. Sie darf sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen, sondern sollte sie als Motor ihrer Arbeit anerkennen. Sie darf den Anderen nicht gefallen wollen, sondern nur sich selbst.

 

Ihre Karriere:

Ursprünglich ist Barbara Lässig gelernte Kindergärtnerin und Dipl.-Sportlehrerin. Schon immer wohnt sie in Dresden, wo sie 1994 eine Werbefirma übernahm und die in „Lässig-Werbung Dresden“ umbenannte Agentur bis heute führt. Im selben Jahr wurde sie Stadträtin und seither in diesem Amt tätig. 2001 wurde sie zur Präsidentin der Dresdner Eislöwen gewählt und bekleidet dieses Amt auch heute noch. Die Bezeichnung „Mutter des Dresdner Nachtskatens“ brachte sie sich 1998 selbst ein, denn damals gab sie den Startschuss zu Idee und Umsetzung dieses Dresdner Events. Frau Lässig ist geschieden und hat drei Kinder.