• Februar 27, 2020
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Falko Glaser: Nicht, was wir tun, ist entscheidend, sondern wie wir etwas tun.

Falko Glaser, Geschäftsführer VIAREALIS GmbH


Für mich sind Ziele das Wichtigste. Die mittel- und die langfristigen werden visualisiert und dann Jahr für Jahr abgearbeitet. Wenn man auf die Malediven möchte, dann muss man eben die entsprechenden Bilder aufkleben. Ich habe das mit meinem ersten BMW so gemacht und als der realisiert war, hängte ich ein neues Bild auf. Die Autos wurden natürlich immer etwas größer. Es geht beim Erreichen der Ziele nie ausschließlich um Zahlen, es geht hauptsächlich um das Gefühl. Verkauf und Geschäftserfolge sind hochemotional. Man muss die tiefgreifendsten Gefühle im Gegenüber erkennen und muss versuchen, sie zeitnah umzusetzen. In meiner Firma geht es deshalb auch um das Gefühl. Ich brauche in meinem Team die Spinner und die Verrückten. Schließlich beginnt mit einem Traum die Welt. Als Chef müssen Sie genau so ein Verrückter und Spinner sein. Dann ist man unverwechselbar und das ist toll. Nicht was wir tun, ist entscheidend, sondern wie wir es tun. Wir lieben unsere Kunden und wir konzentrieren uns auf die, die sich für uns begeistern. Das sind unsere A-Kunden. Da geht es nicht um den Umsatz, sondern um die Zufriedenheit, die sie auch weiter tragen. Natürlich sind die Finanzen wichtig – wir sind mit 300 Millionen Euro Kaufumsatz doch recht erfolgreich. Pläne, Standorte, Zahlen. Bei mir gibt es keinen Plan B. Es geht um Leistung und um Ergebnisse. Ich rege mich auch mal auf, wenn etwas nicht klappt. Aber einen Fussel lasse ich schon auch mal liegen. Wir führen regelmäßig Meetings durch, besprechen Fehler, nutzen Kontrollinstrumente. Wenn ich meine Firma ansehe, sehe ich 100 Ecken und Kanten, die ich noch schleifen möchte oder wo es gilt, Dinge weiter zu entwickeln. Schließlich wollen wir wachsen. Trotzdem muss man immer mehr für andere tun, als für sich selbst. Das ist eine Lebenseinstellung. Das Leben an sich ist doch toll! Schauen Sie sich unseren Planeten an! Sensationell! Oder diese Stadt – ich bin auch mit Dresden sehr verbunden. Dresden ist wunderschön. Ich habe unwahrscheinlich viel Power. Natürlich gibt es auch manche Tage, wo ich mich morgens besonders motivieren muss. Ich habe da einen guten Trick. Ich mache jeden Morgen mein Bett. Das sollte Jeder probieren. Es ist ein gutes Gefühl, denn dann hat man schon gleich morgens etwas geschafft. Und für nervige Verwaltungsaufgaben schreibe ich eine Liste und arbeite sie ab, nachdem ich mich um die Kundenwünsche gekümmert habe. Ich liebe die Menschen! Meine Werte sind Emotion, Effizienz und Begeisterung. Besonders hilfreich finde ich dabei die Tipps von Bodo Schäfer und Jürgen Höller, Dabei habe ich gelernt, dass das Unterbewusstsein nie schläft. Es bewegt. Wir sind alle verbunden und sollten mehr positiv denken. Wenn man mit einem positiven Gedanken einschläft, wacht man mit einem positiven Gedanken auf. Deshalb lese und schaue ich auch nicht viel über negative Geschehnisse. Ich bin dadurch
vielleicht weniger informiert. Aber ich sage mir dann, ich kann diese Dinge momentan nicht beeinflussen. Alles und alle sind miteinander verbunden. Deshalb sollte man immer etwas mehr positiv, als negativ denken. So kann man die Dinge beeinflussen. Ich überlege mir jeden Abend, was gut an diesem Tag war. Was war positiv? Ich muss die Dinge erkennen, wie sie sind. Ich muss sehen, wie die Welt sich dreht. Ich muss das Reh im Wald stehen sehen und mich erfreuen, dass es dieses Reh gibt.


Was haben Sie vom Leben gelernt? Gib niemals auf! Versuche zu gestalten, im Leben etwas zu schaffen. Das können kleine Sachen sein. Aber wir sollten nicht nur mitschwimmen. Wir sollten schauen, unseren eigenen Weg zu gehen und dankbar zu sein für alles, was wir haben, auch wenn es nur ganz klein ist.