• Oktober 26, 2026
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Ernst von Schuch würde am 23. November dieses Jahres 180 Jahre alt. Ihm zu Ehren finden im Oktober und November2026 verschiedene Veranstaltungen in Dresden und der nahen Umgebung statt, an denen die Familienstiftung Ernst Edler von Schuch Dresden beteiligt ist.

Veranstaltungen:


Am SO um 15 Uhr findet in den Richard Wagner Stätten Graupa ein Vortrag mit Musik statt über das Thema "Schuch zwischen Wagner und Strauß " mit Martina Damm (Vortrag), Bernhard Hansky (Gesang) und Prof. Michael Schütze (Flügel). 

Am MI 18 Uhr hält Bernhard Hansky einen Vortrag im Kügelgenhaus - Museum der Dresdner Romantik über die „Sängerinnen der Dresdner Künstlerfamilie von Schuch“. 

Am SO 17 Uhr findet im Rahmen der Reihe Kammermusik in der Hoflößnitz Radebeul die Veranstaltung "Lieder der Schuchzeit" mit Martina Damm (Moderation), Bernhard Hansky (Gesang) und Jobst Schneiderat (Klavier) statt.

Am DI um 18 Uhr wird im Festsaal des Landhauses (Stadtmuseum Dresden) vor geladenen Gästen der 12. Ernst von Schuch-Dirigentenpreis verliehen. Der diesjährige Preisträger ist Luis Castillo-Briceño aus Zürich.

Wer war Ernst von Schuch?

Ernst von Schuch, geboren 1846, von 1872 – 1914 als Kapellmeister, Operndirektor, zuletzt als Generalmusikdirektor an der königlich sächsischen Hofoper und Hofkapelle in Dresden trug wesentlich zum Ruhme Dresdens als „Eldorado der Moderne um 1900“ bei. 

Während seiner Tätigkeit an der Oper brachte er mehr als 120 Erst- und Uraufführungen von Opern zeitgenössischer Komponisten heraus, darunter „Feuersnot“, „Elektra“, „Salome“, „Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Er dirigierte Dresdner und Deutsche Erstaufführungen von Werken Giuseppe Verdis, Richard Wagners, Giacomo Puccinis, er brachte mit seiner Frau Clementine von Schuch als erster Carmen an deutschen Bühnen die Oper „Carmen“ von George Bizet in Dresden heraus, Sinfonien von Gustav Mahler, Piotr Tschaikowsky, Werke von Maxe Reger erklangen in Dresden erstmalig und eroberten von hier aus die klassische Musikwelt europaweit. Sein Einfluss in der Besetzung des Spielplanes auf der Bühne der Semperoper sowie im Orchestergraben wirkt bis in die Gegenwart fort.
 

Die zu seinen Ehren im Oktober 2011 von der Urenkelin Martina Damm und weiteren Nachfahren der Schuch-Familie gegründete, durch private Spenden finanzierte, Ernst von Schuch Familienstiftung bewahrt seit 15 Jahren die Erinnerung an ihn mit verschiedenen Aktivitäten und Förderung des Dirigentinnen- und Dirigentennachwuchses. So wird seit 2014 jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Forum Dirigieren des Deutschen Musikrates Bonn eine junge Dirigentin oder ein junger Dirigent als Ernst von Schuch Preisträger/in ernannt. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und wird regelmäßig vor geladenen Gästen im Festsaal des Landhauses (Stadtmuseum Dresden) vergeben. Der Preis hat inzwischen in der klassischen Musikwelt einen renommierten Namen, einige der Preisträger und auch die junge Dirigentin Marie Jacquot haben schon mehrfach sowohl die Staatskapelle als auch die Dresdner Philharmonie dirigiert. Die Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen.