Wer war die Gustl von Blasewitz?

Wer die Wallenstein-Trilogie von Friedrich Schiller kennt, ist schon einmal über den Namen gestolpert. In Wallensteins Lager heißt es im Fünften Auftritt: „Was? Der Blitz! Das ist ja die Gustel aus Blasewitz.“ Damit hat Schiller der Johanne Justine Sagadin ein literarisches Denkmal gesetzt. Die Tochter eines Ungarn oder Türken wurde am 5. Januar 1763 in Dresden geboren und arbeitete später im Schenkgut Blasewitz. Einer ihrer Gäste war kein Geringerer als der Dichter höchstpersönlich.

Angeblich soll Schiller sich in die schöne Bedienung verliebt haben, doch diese erwiderte seine Liebe nicht. Stattdessen heiratete sie den Senator Renner, überlebte ihn sowie ihre Kinder und verstarb am 24. Juli 1856 als Justine Renner in Dresden. Ihr Grab befindet sich auf dem Eliasfriedhof.