Disy Tanzt und alle machen mit

„Tanz ist ein Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft.“ Fred Astaire

Es war ein rauschendes Wochenende, als Disy Tanzprofis und Laien in die Tanzschule Weise in Striesen eingeladen hatte. Die Schule war exklusiv für Disy gebucht und auf der Einladung an die Freunde und Abonnenten unseres Magazins stand: „Tanzkurs“. Die Reaktionen in der Dresdner Gesellschaft waren ausnahmsweise sehr schüchtern. „Ich kann doch nicht tanzen“, kam oft spontan die Antwort. Deswegen! Jaqueline Weise (42), deren Familie die Tanzschule schon vor 60 Jahren aufgebaut hat, ist Profi darin, den Eleven die Angst zu nehmen. Ein lustiger Rundtanz am Anfang jeder Einheit lockerte die Atmosphäre.

Dann ging es ernsthafter zur Sache, was die Schritte betraf. Am Sonn abend lag der Focus auf dem langsamen Walzer, dem Cha-Cha-Cha und dem Disco Fox, am Sonntag ging es um den Wiener Walzer, den Tango und Foxtrott. Während die Anfänger große Fortschritte machten, konnten die Profi s ihre Haltung verbessern und neue Figuren lernen.

Falls Sie auch mittanzen wollen:

• Der nächste kostenlose Disy-Kurs Januar vor dem Opernball im wahrsten Sinne um das Thema Wiener Walzer drehen. Termine unter www.disy-magazin.de.

• Ein regulärer jeweils 14.45 Uhr, 10 x 1,5 Stunden, 95 Euro/Person (mit Abschlussparty)

• Für 1,5 Stunden, 95 Euro/Person (mit Party und Abzeichen) wird sich imTanzkurs für Anfänger startet bei Weise wieder am 7. Januar,Fortgeschrittene gibt es einen Kurs ab Januar, dienstags 21 Uhr, 10 x 1,5 Stunden, 95 Euro/Person (mit Party und Abzeichen)

So wirken Sie auf dem Parkett wie ein Profi

1. Versetzte Tanzhaltung

Bei Standardtänzen: Damit sich die Füße nicht in die Quere kommen, die Oberkörper genügend Spielraum haben und Sie trotzdem in Ihrer Haltung akkurat sind, stellen Sie sich so auf. Die Frau links versetzt mit Blick über seine Schulter.

2. Die Hände der Männer

haben oft die Angewohnheit, genau da zu sein, wo sie gerade nicht hingehören. Beim Tanz allerdings ist der Verschluss des BHs der Dame genau der Orientierungspunkt, wo seine rechte Hand auf ihrem Rücken aufliegen sollte.

3. Wenn Sie sich einen Spaß machen wollen,

schauen Sie bei Bällen mal auf die Hände Ihrer Parkettnachbarn.  Der mahnende Zeigefinger des Herren oder der hübsch abgespreizte kleine Finger der Dame sehen doch wirklich albern aus. So wie auf dem Foto müssen Sie die Hände halten, dann sind sie tanztechnisch perfekt.

4. Mit ihren Füßen sollten Sie

vier Spuren zeichnen. Stellen Sie sich versetzt, damit der rechte Fuß zwischen die Füße des Partners passt. Leicht breitbeinig stehen ist wichtig, damit genügend Platz zum schwungvollen Dazwischentreten ist.

5. Damit Ihre Haltung als Paar

ein optimales Bild ergibt, sollte die Dame bei Standardtänzen den Kopf immer nach links drehen und leicht nach hinten neigen. Nur bei einigen Figuren des Tangos oder bei Promenaden ist das anders. Und für beide gilt: immer lächeln!

6. Bei flotten lateinamerikanischen Tänzen

ist eine Armlänge Abstand zwischen den Paaren angebracht, damit genügend Platz ist für Hüftschwünge und schnelle Schritte und Bewegungen. Da sieht es nicht gut aus, wenn man aneinander klebt.

7. Der Mann führt!

Emanzipation hin oder her, beim Tanzen ist der Mann der Chef. Er sollte klare Zeichen geben, was er will, und sie sollte ihm folgen. Vergessen Sie bei aller Ernsthaftigkeit für Schritte, Stil und Haltung den Spaß nicht und sind sie tolerant mit dem Partner. Vermeiden Sie Streit auf der Tanzfläche, lächeln Sie sich über Fehlerchen hinweg.

Tanzen ist ein Lebensgefühl

Genuss – der langsame Walzer gehört mit seinen fließenden, runden und weichen Bewegungen zu den schönsten Tänzen überhaupt. In seiner Vollendung ergibt sich eine Synthese aus Schwingen und Schweben. 

Kraft – der Tango ist geprägt vom Wechsel zwischen Aktion und Pause. Die Schritte werden von knappen und schnellen Kopfbewegungen begleitet. Verheißung und Illusion, Liebe und Hass, Enttäuschung und Melancholie – das ist Tango. 

Beschwingtheit – der Wiener Walzer, das sind kreisende Wogen von Paaren, erfasst vom Dreivierteltakt. Sein Reiz liegt nicht in der Vielfalt der Figuren, sondern im berauschenden Körper-schwung und der Weite seiner Bewegungen. 

Souveränität -– der Slowfox wird charakterisiert durch langgestreckte Schwünge, in die progressive Drehungen eingebaut sind. Er benötigt bei seiner Ausführung viel Platz, daher ist er in der Öffentlichkeit kaum tanzbar.  

Spritzigkeit – der Quickstep, hervorgegangen aus Foxtrott und Charleston, ist ein heiterer, prickelnder und lebendiger Tanz, der „Champagner" unter den Standardtänzen. Zu ihm gehören raumgreifende Bewegungen und Hüpfschritte.

Dynamik – die Samba ist ein brasilianischer Volkstanz mit afrikanischen Wurzeln. Ihre vielschichtigen Bewegungsabläufe und die wechselnden Rhythmen machen sie zu einem anspruchsvollen Tanz. Die Samba ist lebhaft, fröhlich und unbeschwert.-- 

Koketterie – der Cha-Cha-Cha ist frech, lebensfroh und quirlig, ein Flirt. Er ist ein Tanz, der durch selbstsichere und aggressive Bewe-gungen die Freude der Tanzpartner aneinander widerspiegelt.  

Sehnsucht – die Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Kuba. Die Dame schwankt zwischen Hingabe und Flucht und der Herr zwischen Zuneigung und Selbstherrlichkeit. Ausdruckskraft und Sparsamkeit der Mittel verbinden sich miteinander. 

Stolz – der Paso doble ist die tänzerische Darstellung des Toreros mit seiner Muleta, dem roten Tuch. Die Dame als Muleta folgt der Führung des Herren selbstbewusst, distanziert und wendig. Gemeinsam umkreisen sie den imaginären Stier. 

Ausgelassenheit – der Jive ist ein temperamentvoller und dynamischer Tanz. Die Tanzpaare wirken leicht und lebensfroh, unbekümmert spielen sie mit der Musik und bringen ihre Freude an der Bewegung zum Ausdruck.