Gaumenfreuden für Gourmets

Die "Kochsternstunden" gehen ab Februar mit 30 Restaurants in die achte Runde. Disy sprach mit den Initiatoren Clemens Lutz und Marlen Buder über ihre Vorstellungen von einem "perfekten" Dinner, ihre Zukunftspläne und das Besondere an ihrem Wettbewerb.

 

 

Wer hatte denn die Idee zu den KOCHSTERNSTUNDEN?

Lutz: Wir hatten vor zehn Jahren in Düsseldorf eine Veranstaltung kennengelernt, welche uns zu den KOCHSTERNSTUNDEN inspiriert hat. Mit meinem wirtschaftlich, gastronomischen Know How und mit dem Fachwissen im Bereich Marketing von Marlen, aber vor allem durch unsere gemeinsame Genuss- Leidenschaft wollten wir unbedingt ein Veranstaltung dieser Art in Dresden etablieren.

 

War es schwer die KOCHSTERNSTUNDEN in Dresden zu etablieren?

Buder: Die ersten Jahre waren natürlich sehr zeitintensiv. Man hatte nichts vorzuweisen, außer einer Idee. Sehr hilfreich war es, dass wir mit diesem Konzept Prinz zur Lippe vom Weingut Schloss Proschwitz inspirieren konnten die Schirmherrschaft der KOCHSTERNSTUNDEN zu übernehmen. Somit war es uns möglich von Anfang an zu zeigen in welche qualitative Richtung wir wollten. Ich denke seit dem 5ten Jahr sind die KOCHSTERNSTUNDEN als Marke in Dresden etabliert. Seit dem wird es Jahr für Jahr einfacher.

 

Klopfen die Restaurantchefs inzwischen bei Ihnen an?

Lutz: Hier hat sich seit dem Anfang auf jeden Fall viel verändert. Im ersten Jahr kannte man uns nicht. Jedes Restaurant musste einzeln von der Idee angesteckt werden. Dazu benötigte es viele Restaurantbesuche und viele Gespräche. Inzwischen gibt es kein Restaurant in Dresden, dass noch nichts von den KOCHSTERNSTUNDEN gehört hat. Seit einigen Jahren erhalten wir regelmäßig Anfragen der Restaurants zur Teilnahme an unserem Event.Meist haben wir am Ende der KOCHSTERNSTUNDEN schon einen Überblick, wer im nächsten Jahr wieder dabei sein wird. Seit 2013 haben wir die Anzahl der möglichen Restaurantteilnahmen auf 30 limitiert. So bleibt die Veranstaltung übersichtlich.

 

Wer darf teilnehmen?

Buder: Ein Restaurant zu den KOCHSTERNSTUNDEN einzuladen, machen wir eher am handwerklichen, als an den öffentlichen Kritiken fest. Ein Restaurant das an den KOCHSTERNSTUNDEN teil nimmt, sollte dieses schon beherrschen. So erwarte ich beispielsweise nach dem ich im Restaurant reserviert habe, dort auch an einem reservierten, eingedeckten Tisch erwartet zu werden. Das der Service sich zu den Gerichten auskennt, und natürlich auch zu den Weinen.

 

Sind unter den Teilnehmer nur Feinschmecker?

Lutz: Jeder Gast, welcher Spaß am Essen und am Genuss hat darf gerne ein Restauranttester sein! Dabei gilt, jede abgegebene Bewertung wird am Ende mit ausgewertet und entscheidet so mit welches Restaurant auf den ersten Plätzen erscheint. Das schöne für den der das Restaurant testet ist, dass er automatisch an der Verlosung unserer über 100 Preise teilnimmt. Wer fünf Restaurants und mehr testet kommt in die Zusatzverlosung. Hier gibt es diesmal eine 12 tägige Genussreise für zwei Personen nach Namibia von DIAMIR Reisen zu gewinnen. Natürlich sind die Restauranttester keine Profis. Bewerten auch emotional, oder im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Bauch heraus.Deswegen kommen bei den Kochsternstunden immer wieder Restaurants ins Rampenlicht, die dort nicht voraussehbar sind. Das finde ich spannend.

 

Welche Kriterien müssen die Restaurants erfüllen?

Lutz: Ein Restaurant braucht prinzipiell die Bereitschaft sich diesem Wettbewerb zu stellen. Es muss mindestens ein 3 Gängemenü auf die Beine stellen. Gerne dürfen es natürlich auch mehr sein. Im Idealfall bietet das Restaurant eine auf das Menue abgestimmte Weinbegleitung an.

 

Wechseln die teilnehmenden Lokale?

Lutz: Es sind Restaurants dabei, die vom ersten Jahr bis heute immer mitgemacht haben. Es sind aber natürlich auch "Neulinge" dabei. Wir versuchen eine möglichst breite Vielfalt anzubieten. Vom klassischen, gutbürgerlichen bis zum Sternerestaurant.

 

Wie würden Sie die kulinarische Landschaft Dresdens beschreiben?

Buder: Wenn man sich den aktuellen Gault Millau, also die Profis unter den Restauranttestern, ansieht, so hat Leipzig die Nase deutlich vorn. Ich glaube in Leipzig sind sieben Restaurants im Gault Millau bewertet, in Dresden nur vier. Dennoch, die Restaurant-Landschaft in Dresden hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Es wird alles geboten, vom veganen oder vegetarischen Restaurant bis hin zum dry aged Steakhaus. Fast jede Nationalität die sich durch Ihre eigene Küche auszeichnet ist in Dresden zu finden. Das Thema Region und Regionalität spielt eine klare Rolle. Das habe ich vor acht Jahren, als wir mit den KOCHSTERNSTUNDEN angefangen haben noch anders erlebt.

 

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung der Kochsternstunden?

Buder: Als leidenschaftliche Genussmenschen leben wir die KOCHSTERNSTUNDEN. Ich glaube wenn man etwas mit Leidenschaft tut und dann auf die zurückgelegte Entwicklung blickt darf man meistens zufrieden sein. Wir sind dies auf jeden Fall! Die KOCHSTERNSTUNDEN sind in Dresden bekannt. Jeder der sich wie wir leidenschaftlich mit Essen auseinandersetzt kennt die KOCHSTERNSTUNDEN. Wir haben damit nicht nur eine Marke, sondern ein eigenes Gütesiegel etabliert. Alle namhaften Köche der Stadt haben schon einmal an den KOCHSTERNSTUNDEN teilgenommen. Alleine bei den letzten KOCHSTERNSTUNDEN wurden über 4.000 Menues gekostet. Wir sind wirklich sehr zufrieden mit diesen Leistungen.

 

Wie profitieren sie von den Kochsternstunden?

Lutz: Würde ich eine Liste führen, wie viele Stunden wir in dieses Projekt stecken wäre es sicherlich nicht unser wirtschaftlich sinnvollstes Projekt. Aber ich kann hier nur wieder auf die Leidenschaft zu sprechen kommen. Gäbe es die KOCHSTERNSTUNDEN noch nicht, ich würde sofort damit anfangen.

 

Was war für sie das beste Restaurant der Kochsternstunden?

Buder: Mein Favorit war letztes Jahr das "Elements". Wir besuchen dieses Restaurant aber auch unabhängig von diesem Wettbewerb sehr gerne.

Lutz: Ich habe mich sehr über die 1. Platzierung der Rosenschänke in Kreischa gefreut. Aber auch das Wohnzimmer des Raskolnikoff hat mich begeistert.Aber ich würde mich nicht festlegen wollen.

 

Worauf können sich die Gäste dieses Jahr freuen?

Lutz: Zum ersten mal werden gleich mehrere Restaurants reine vegetarische Menues anbieten. Wir haben Restaurants dabei die es eigentlich gar nicht gibt. Sie machen nur für die KOCHSTERNSTUNDEN auf! So zum Beispiel das "Wohnzimmer" vom Raskolnikoff oder das "Meissen" mit Mario Pattis. Worauf ich mich besonders freue ist der KOCHSTERNSTUNDEN-Kalender, den wir neu einführen. Es wird in dieser Zeit jeder Menge begleitende Veranstaltungen geben. So kann man an bestimmten Tagen das Menue am "OFFENEN TISCH" genießen. Die Besonderheit: Unterschiedlichste Gäste sitzen im Restaurant zusammen. Der Koch erklärt zwischen den Gängen was er sich bei seinen Kreationen gedacht hat. Angebotene Weine werden vom Winzer selbst ausgeschenkt und beschrieben.

 

Beeinflussen Sie die Dresdner Restaurantszene?

Lutz: Davon bin ich überzeugt! Wie häufig habe ich schon den Satz gehört: "Ohne die KOCHSTERNSTUNDEN hätten wir dieses Restaurant nie kennen gelernt." Aber nicht nur das wir die Dresdner dazu motivieren nicht immer nur die gleichen Restaurants zu besuchen, durch das Testen der Menues nehmen sich die Gäste mehr Zeit zum Essen. Sie setzen sich mit dem was Ihnen angeboten wird auseinander. Aber auch aus der direkten Sicht der Restaurants sehe ich das so. Viele der teilnehmenden Restaurants sehen diesen Wettbewerb als Herausforderung an. Sie lassen sich ganz besondere Dinge einfallen.

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