Dresdens High Society steht auf Sushi

Wolles Geschäftsidee bringt inzwischen 1,8 Mio Jahresumsatz

Blauer Himmel, Stehtische mit Champagnergläsern, weiße Sonnenschirme und ein Buffet von leckeren Sushi – so filmreif feiert die Dresdner Gesellschaft privat und geschäftlich Partys und Empfänge. Rund 50 Villen in Radebeul und 150 Luxusimmobilien in Loschwitz und Blasewitz werden regelmäßig vom Catering-Service von „Sushi und Wein“ beliefert. Rund 1,8 Millionen Euro Umsatz verzeichnet
Inhaber Wolle Förster mit seinen 25 Mitarbeitern pro Jahr. Und es werden immer mehr…
„Die Leute essen gesund und bewusst“, weiß Matthias Groß, Geschäftsführer von Sushi und Wein. Zu den absoluten Sushifans in Dresden zählen Familie Sarrasani, Dorint-Chef Michael Mollau, USD-Chef Thomas Dathe, Ex-Mercedes-Niederlassungsleiter Georg Abel, Infinus-Chef Jörg Biehl, Künstler Alf Mahlo und viele andere. Selbst über die Dresdner Stadtgrenzen hinaus ordern die Fans Wolles Sushi. Der Geschäftsführer Dresdens High Society steht auf Sushi Wolles Geschäftsidee bringt inzwischen 1,8 Mio Jahresumsatz von Vattenfall ließ die edlen Häppchen aus Dresden ins Alex nach Hamburg liefern, Comedian Paul Panzer lässt sich die edlen Happen von Wolle nach Cottbus zum Konzert bringen. Auch DSDS-Moderator Bruce Darnell ließ sich schon die Fischdelikatesse in seiner Garderobe servieren. Manche VIPs verbinden den Genuss sogar mit einer Aktion zur Party. So zelebrierte Michael Pattis in seinem Privatgarten einen Sushi-Lehrgang für geladene Gäste. „Allein zu Silvester und Neujahr haben wir 151 Platten geliefert oder wurden abgeholt“, so Matthias Groß. Die beliebteste Cateringvariante ist die edle Holzbox mit 84 Teilen für 70 Euro. „Unser größter Einzelauftrag kam von einer Pharmaziefirma, die 2500 Boxen á 6 Sushi-Röllchen zu einem Termin geordert hat.“ Sonst catert Wolle auch auf der Schlössernacht, der Galopprennbahn, im Puro Beach Club, im Kraftwerk, zu Neujahrsempfängen und Autopräsentationen.

„Wir können bis zu 2000 Sushi pro Stunde herstellen“, verrät Groß. Chef in der Küche auf der Maxstraße ist Khanh Ta Gia.

Der Koch arbeitet von Anfang an für Wolle und ist verantwortlich für den guten Geschmack. „Auf den Reis kommt es an“, so Wolle. „Den Fisch drauf legen, kann jeder.“ Wichtig beim Reiskochen sei die richtige Menge Wasser, genug Luft und ein qualitativ hochwertiger Reis. So beeinflusst man die Konsistenz und Klebefähigkeit des Reises. „Er muss noch schön körnig sein“, so die „Sushi und Wein“ – Chefs. Die individuelle Note bekommt der Reis durch die entsprechende Würzmischung. Die wurde lange erprobt und verfeinert und wird natürlich nicht verraten. „Gesund ist Sushi auf jeden Fall, damit abnehmen kann man nicht wirklich, denn der Reis hat`s in sich“, gibt der Chef zu.
Die frische Qualität der Fische ist außerdem entscheidend. Geschäftsführer Matthias Groß kennt sich aus im Fisch-Welthandel. „Ich verfolge ständig die Entwicklungen und Preise auf dem Weltmarkt. Das schwankt so, dass man eigentlich jeden Tag die Karte und das Angebot ändern müsste.“ Der Lachs, den „Sushi und Wein“ verwendet, stammt aus Norwegen, der Thunfisch aus dem Indischen Ozean vor Sri Lanka, der Butterfisch kommt aus Brasilien oder Afrika, die Garnelen aus dem Pazifik.
Die Sorge um die Haltbarkeit von Sushi sei in den meisten Fällen unberechtigt. „Gekühlt halten sich die Teile zwei bis drei Tage, ohne Kühlung bleiben sie auch
mehrere Stunden frisch.“ Für die Caterings werden die Sushi in Kühlboxen geliefert und können auch im Sommer gut eine Weile auf Buffets im Freien stehen.
Mitgeliefert werden auf Wunsch auch Schälchen, Stäbchen, kleine Teller und das gute Häppchengeschirr von Villeroy & Boch- hier kann das Weinglas beim Stehempfang in den Teller eingehangen werden. „Auch unsere besondere Sojasoße
wird mitgeliefert.“ Die kocht Khanh Ta Gia aufwendig – mindestens fünf Stunden muss sie im Kessel brodeln.
Wie es mit „Sushi und Wein“ weitergeht, weiß Wolle genau. In fünf Jahren will er insgesamt sechs Restaurants mit 52 Angestellten haben (die nächsten zwei eröffnen
demnächst im Parkhotel auf dem Weißen Hirsch und auf der Potschappler Straße) und einen kompletten Lieferservice.
Sein Traum das Catering für die „Mister Intercontinental“ – Wahl mit den schönsten Männern der Welt. Wolle verspricht: „Ich würde jeden Kandidaten eigenhändig füttern.“