- Oktober 23, 2026
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Kraftwerk des Museums Peenemünde · Martin Fröst hat seinen Auftritt kurzfristig krankheitsbedingt absagen müssen · Für ihn spielt die israelisch-deutsche Klarinettistin Sharon Kam Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 · Dem Festival ist sie über dessen Partnerveranstaltung, die Internationalen Tage Jüdischer Musik, seit Jahren verbunden · Zweite Programmänderung: Statt der „Manfred"-Sinfonie erklingt Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64 · Unverändert bleiben das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Andris Poga und Hugo Alfvéns „Midsommarvaka" zum Auftakt · Martin Fröst spielt nach aktuellem Stand am Oktober das Abschlusskonzert in Wolgast
Seebad Heringsdorf, Im Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit am Samstag, um 20 Uhr im Kraftwerk des Historisch-Technischen Museums Peenemünde gibt es eine Besetzungsänderung: Der schwedische Klarinettist Martin Fröst hat seinen Auftritt kurzfristig krankheitsbedingt absagen müssen. An seiner Stelle spielt Sharon Kam den Solopart in Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622. Am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters steht wie geplant Andris Poga. Zweite Änderung des Abends: Anstelle der „Manfred"-Sinfonie erklingt Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64. Hugo Alfvéns „Midsommarvaka“ eröffnet das Konzert wie angekündigt.
„Wir wünschen Martin Fröst von hier aus rasche Erholung – und dass Sharon Kam so kurzfristig einspringt, ist ein Glücksfall“, sagt Festivalintendant Thomas Hummel und fügt hinzu: „Wir gehen davon aus, dass er bald wieder vollständig genesen ist und sein Konzert beim Usedomer Musikfestival spielen wird.“
„Das Mozart-Klarinettenkonzert begleitet mich durch meine gesamte Karriere, und ich freue mich sehr, dieses wunderbare Stück am Samstag mit dem fantastischen NDR Elbphilharmonie Orchester unter Andris Poga in Peenemünde zu musizieren“, sagt Sharon Kam. „Ich habe wunderbare Erinnerungen an meinen letzten Auftritt beim Usedomer Musikfestival und bin gespannt auf die baldige Wiederbegegnung!“
Dasselbe Werk, eine andere Klarinette
Sharon Kam, 1971 in Haifa geboren und heute in Deutschland lebend, gehört seit mehr als drei Jahrzehnten zur Weltspitze ihres Instruments. Mit Mozarts Klarinettenkonzert hat sie eine besondere Geschichte: Mit diesem Werk debütierte sie 1987, noch als Schülerin, beim Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. 1990 spielte sie mit demselben Orchester und den Berliner Philharmonikern ein gemeinsames Konzert zum Fall der Mauer.
Nach dem Studium an der Juilliard School in New York und der Auszeichnung beim ARD-Musikwettbewerb 1992 in München folgte eine internationale Solistenkarriere mit Orchestern in Europa, den USA und Japan; 1998 erhielt sie den ECHO Klassik als Instrumentalistin des Jahres. Seit 2022 ist sie Professorin für Klarinette an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Es ist damit ein Konzert, in dem sich zwei Musikerbiografien an ein und demselben Stück berühren: Martin Fröst hatte als Neunjähriger nach einer Aufnahme des A-Dur-Konzerts die Geige beiseitegelegt, um Klarinettist zu werden – Sharon Kam hat mit diesem Werk als Teenagerin ihr Orchesterdebüt gegeben.
Eine Verbindung, die schon besteht
Dem Usedomer Musikfestival ist Sharon Kam nicht neu. Sie war bei den Internationalen Tagen Jüdischer Musik zu erleben, die das Festival seit 2019 verantwortet und die inzwischen bundesweit stattfinden: Am 18. November 2021 spielte sie gemeinsam mit dem Pianisten Matan Porat das Abschlusskonzert dieser Reihe in der Synagoge Görlitz, mit Werken von Brahms, Debussy, Schumann, Poulenc, Yehezkiel Braun und Porat selbst. Die 8. Internationalen Tage Jüdischer Musik führen voraussichtlich im November in Synagogen und Orte jüdischen Lebens in ganz Deutschland.
Am 3. Oktober spielt Sharon Kam nun erstmals in Peenemünde – in der Turbinenhalle des Kraftwerks der ehemaligen Heeresversuchsanstalt, in der seit 2002 die Peenemünder Konzerte des Festivals stattfinden.
Die zweite Änderung: Tschaikowskys Fünfte
Anstelle der ursprünglich angekündigten „Manfred“-Sinfonie op. 58 spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64, in der das Schicksalsmotiv des Beginns am Ende nach E-Dur umschlägt. Redaktionen, in deren Ankündigungen noch „Manfred" steht, bitten wir um Korrektur.
Das Programm des Abends lautet damit:
Hugo Alfvén: Schwedische Rhapsodie Nr. 1 „Midsommarvaka“ op. 19
Wolfgang Amadé Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622 – Solistin: Sharon Kam
Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
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