• Oktober 06, 2026
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Zwickau/Erzgebirge. Die Luftrettung in Sachsen wird ab Januar 2027 erweitert. Der in Zwickau stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 46“ soll künftig mit einer Rettungswinde ausgestattet sein. Dadurch kann der Hubschrauber bei Einsätzen in schwer zugänglichen Gebieten, insbesondere im Erzgebirge und Vogtland, eingesetzt werden.

Wie die ADAC Luftrettung mitteilt, wird die Rettungswinde ab dem 1. Januar 2027 im Tagflugbetrieb zur Verfügung stehen. Damit sollen unter anderem Menschen in schwierigem, steilem oder unwegsamem Gelände besser erreicht und gerettet werden können.

Auch die Einsatzzeiten der Rettungshubschrauber werden ausgeweitet. Ab Jahresbeginn 2027 sollen „Christoph 46“ in Zwickau sowie die beiden Leipziger Maschinen „Christoph 61“ und „Christoph 63“ in den Herbst- und Wintermonaten bis 19 Uhr alarmierbar sein. Für die erweiterten Einsatzzeiten werden die Besatzungen mit speziellen Nachtsichtbrillen ausgestattet.

Vorbereitung mit der Bergwacht

Um die Crews auf die neuen Anforderungen vorzubereiten, findet vom 5. bis 9. Oktober eine Trainingswoche im Erzgebirge statt. Dabei trainieren die Einsatzkräfte der ADAC Luftrettung gemeinsam mit der Bergwacht Sachsen verschiedene Rettungsszenarien.

Im Mittelpunkt stehen Einsätze mit der Rettungswinde. Geübt werden unter anderem Rettungen in engem, steilem und freiem Gelände sowie verschiedene Rettungsverfahren und Notabläufe.

Am 7. Oktober soll auch Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, an einer Übung teilnehmen. Im Rahmen des Medientermins informiert die ADAC Luftrettung zudem über die geplante Leistungserweiterung und die dafür eingesetzten Hubschrauber des Typs H145 sowie das sogenannte Night Vision Imaging System (NVIS).

Auftrag läuft bis 2045

Den Auftrag für die Leistungserweiterung erhielt die ADAC Luftrettung nach eigenen Angaben im Mai 2026 von der Landesdirektion Sachsen. Grundlage ist eine gewonnene Ausschreibung mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2045.

Die drei sächsischen ADAC-Rettungshubschrauber kommen nach Angaben der Luftrettung bereits heute im Durchschnitt auf rund zehn Einsätze pro Tag. Mit der Erweiterung sollen ihre Einsatzmöglichkeiten insbesondere in den Wintermonaten und in schwer erreichbaren Regionen verbessert werden.