• Januar 26, 2026
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Freiheit, Prägung und klare Haltung – warum Lukas Kucklick Anwalt ist

Lukas Kucklick, Fachanwalt für IT-Recht

Zwischen Kanzlei und Gerichtssaal aufgewachsen, früh geprägt von juristischen Diskussionen und überzeugt von der Freiheit des Berufs: Lukas Kucklick über seinen Weg in die Anwaltschaft, seine Haltung zum Recht und den Blick nach vorn.

Vita
Lukas Kucklick, geboren 1988 in Hannover, absolvierte 2006 sein Abitur am Vitzthum-Gymnasium in Dresden. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena legte er dort 2013 das Erste Staatsexamen ab. Das Zweite Staatsexamen folgte 2015 am Oberlandesgericht Dresden. Seit 2016 ist Kucklick als Rechtsanwalt tätig, seit 2021 führt er den Titel Fachanwalt für IT-Recht.

Warum sind Sie Anwalt geworden?          
Kucklick: Das ist bei mir ganz klar familiär bedingt. Mein Vater ist Anwalt, meine Mutter Richterin. Juristische Themen waren bei uns zu Hause allgegenwärtig. Ich bin damit aufgewachsen, habe Gespräche über Fälle, Rechtsprechung und Verantwortung ganz selbstverständlich mitbekommen. Dadurch war das Interesse früh da. Hinzu kommt, dass der Anwaltsberuf eine große Freiheit bietet. Diese Kombination aus inhaltlicher Prägung und persönlicher Unabhängigkeit hat mich letztlich überzeugt.

Warum haben Sie Dresden für Ihre berufliche Laufbahn gewählt?    
Kucklick: Als für mich feststand, dass ich Anwalt werde, gab es für mich keine Alternative. Dresden war gesetzt. Das war keine lange Abwägung, sondern eine klare Entscheidung.

Lohnt es sich heute noch, Anwalt zu sein?           
Kucklick: Für mich persönlich auf jeden Fall. Vor allem wegen der Freiheit. Diese Unabhängigkeit im Arbeiten, im Denken und in der eigenen Entwicklung nimmt einem niemand. Natürlich gibt es auch die finanzielle Seite. Es ist möglich, als Anwalt sehr gut zu verdienen, aber das lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt stark davon ab, wie man arbeitet, welche Schwerpunkte man setzt und welchen Weg man einschlägt.

Gab es für Sie jemals ernsthafte berufliche Alternativen?         
Kucklick: Heute ganz klar nein. Rückblickend, zu Beginn meines Studiums, hätte ich mir aber durchaus auch andere Wege vorstellen können. Wirtschaftsingenieurwesen oder etwas im Bereich Informatik – diese Themen haben mich interessiert. Am Ende hat sich aber gezeigt, dass der juristische Weg für mich der richtige ist.

Wie blicken Sie auf die Zukunft der Anwaltschaft?       
Kucklick: Ich sehe die Zukunft sehr positiv. Gerade durch die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz entstehen enorme Chancen. KI wird den Anwalt nicht ersetzen. Sie wird vielmehr Aufgaben übernehmen, die viele Kollegen als lästig empfinden – etwa Routinearbeiten. Dadurch entsteht mehr Raum für das, was den Beruf eigentlich ausmacht: Beratung, Strategie und juristische Bewertung.

Wie wichtig sind Netzwerke für Ihren beruflichen Erfolg?       
Kucklick: Netzwerke sind immens wichtig. Der Anwaltsberuf lebt davon, empfohlen zu werden. Vertrauen entsteht oft nicht über Werbung, sondern über persönliche Kontakte. Je besser man vernetzt ist, desto stabiler und erfolgreicher entwickelt sich auch die Kanzlei.

Welche Bedeutung hat für Sie persönlich das Gewinnen eines Falls?  
Kucklick: Das ist mir sehr wichtig. Natürlich kann man nicht jeden Fall gewinnen. Aber man vertritt die Interessen seiner Mandanten und sollte immer den Anspruch haben, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Wenn ich am Ende das Gefühl habe, nicht alles ausgeschöpft zu haben, was möglich gewesen wäre, dann ist der Fall für mich nicht gewonnen – unabhängig vom formalen Ausgang.

Wie stellen Sie sich Ihren späteren Ausstieg aus dem Berufsleben vor?          
Kucklick: Wenn ich diesem Punkt näherkomme, wünsche ich mir einen freien und dynamischen Übergang. Kein harter Schnitt, sondern ein Ausstieg, der Raum lässt und sich organisch entwickelt.

Was braucht es aus Ihrer Sicht für ein gut funktionierendes Backoffice?      
Kucklick: Vor allem Mut zur Verantwortungsteilung. Man muss bereit sein, Verantwortung abzugeben, und großes Vertrauen in das Backoffice haben. Ohne dieses Vertrauen funktioniert es nicht.

Was war Ihr bislang spektakulärster Fall?          
Kucklick: Spektakulär, weil - insbesondere was die Mandatsführung angeht - Neuland betreten wurde, war der Abgasskandal. Solch ein Massenverfahren hat ganz andere Anforderungen an die anwaltliche Arbeit als die üblichen Verfahren. Ohne den sinnvollen Einsatz digitaler Lösungen hätte man die Mandate nicht sachgerecht bearbeiten können. Wir haben für mehrere Hundert Mandanten erfolgreich Ansprüche durchsetzen und eine finanzielle Kompensation erreichen können.

Was würden Sie an der Justiz in Deutschland verändern, wenn Sie könnten?           
Kucklick: Ich würde sie deutlich digitaler gestalten.

Und was würden Sie in Ihrem eigenen Fachgebiet ändern?      
Kucklick: Das Datenschutzrecht. Die ursprüngliche Idee war gut. Rückblickend zeigt sich aber, dass es in der praktischen Anwendung erhebliche Probleme gibt.

Welche Mandanten passen besonders gut zu Ihnen?      
Kucklick: Beratungsoffene Mandanten. Menschen, die bereit sind, anzunehmen, was man ihnen als Anwalt rät, und diesen Weg dann auch mitgehen.

Wie würden Sie Ihre anwaltliche Persönlichkeit beschreiben?
Kucklick: Ich bin ergebnisorientiert und direkt. Ich bevorzuge eine klare Ansprache und komme damit auch gut zurecht. Mir ist wichtig, zügig zu Ergebnissen zu kommen. Gleichzeitig bin ich anpassungsfähig, sachlich und diskutiere gern – auch kontrovers.

Kontakt:

Lukas Kucklick
Fachanwalt für IT-Recht
Rechtsanwalt für Kfz-Recht

KUCKLICK dresdner-fachanwaelte.de
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Telefon: 0351 80718-21
E-Mail: l.kucklick@dresdner-fachanwaelte.de
Profillink: https://www.dresdner-fachanwaelte.de/anwaelte/lukas-kucklick-fachanwalt-it-recht-rechtsanwalt-kfz-recht/