Die Gäste

Nur der engste Kreis und schon sind es 100 Personen


Ihre Hochzeit wollen Brautpaare immer mit vielen Gästen feiern. Immerhin ist dieser Jubeltag ein fröhlicher, festlicher Tag, und dieses Ereignis will das Brautpaar mit seinen engsten Freunden und Verwandten teilen.

 

Mit der Einladungskarte zu einer Hochzeit entstehen aber auch schnell für die Gäste einige Probleme. Vorerst sollten Sie einen Tag wählen, der am Wochenende ist. So können mehr Gäste erscheinen. Denn in manchen Branchen ist es nicht möglich, kurzfristig Urlaub zu nehmen. Wie auch das Brautpaar selbst, müssen auch die Gäste planen, und das braucht Zeit. Verschicken Sie die Einladungen also möglichst früh. Neben dem Datum sind auch andere Fakten der Hochzeit für die Gäste nötig. Viele fragen sich zum Beispiel, was sie anziehen sollen. Um Ihren Gästen die Entscheidung etwas einfacher zu gestalten, könnten Sie Ihre Wünsche, die die Kleidung betreffen, in die Karte einbauen.

 

Weisen Sie Ihren Gästen den Weg

 

Ebenfalls bedenken sollten Sie, dass nicht jeder die Umgebung des Hochzeitsortes kennt. Deshalb wäre vielleicht eine Anfahrtsskizze zum Standesamt oder der Kirche und zu der Örtlichkeit der darauf folgenden Feier angebracht. Desweiteren sollten Sie in der Einladung auch andeuten, dass Sie eine Wunschliste vorbereitet haben. Oder Sie schreiben schon in der Einladung jedem, was Sie sich wünschen. Was Sie sich auch wünschen könnten, wäre ein kleiner Beitrag zu der Hochzeitsfeier. Als Brautpaar wissen Sie, wer für Unterhaltung sorgen kann, und über ein kleines Programm freut sich jeder Gast. So wird die Feier auch nicht zu schnell langweilig. Neben dem Brautpaar halten auch einige der Gäste Reden. Dazu gehören unbedingt die Eltern des Ehepaars und die Trauzeugin. Diese Reden sollten nicht länger als fünf Minuten dauern, und recht persönlich sein. Um eine Rede zu eröffnen, eignen sich nach einer Begrüßung Zitate oder Weisheiten. Ebenfalls können Sie einige humorvolle Anekdoten einbauen. Für ein bunt gestaltetes Programm können Sie aber auch Karikaturisten beauftragen, von jedem Gast ein Porträt zeichnen zu lassen. Diese können dann in das Erinnerungsalbum geklebt oder mit nach Hause genommen werden. Oder denken Sie an die Kinder! Wie wäre es mit Seifenblasen oder Wundertüten? Die Kleinen werden sich sicherlich darüber freuen.

 

Legen Sie Kleiderordnung fest

 

Aber was trägt man eigentlich als Gast einer Hochzeit? Nun, dies kann ganz individuell sein. Am besten ist es, wenn Sie das Hochzeitspaar fragen, ob es eine gewisse Kleiderordnung geben wird. Meist steht dazu auch ein Hinweis auf der Einladungskarte. Generell gilt, dass Sie zu festlicher Kleidung greifen sollten (Es sei denn, es ist eine Mottohochzeit). Die Damen müssen nicht zwangsweise ein Kleid tragen. Eine modernere Alternative zum Kleid wäre eine Tunika, die mit einer Leggins angezogen wird. Gerne kann es auch ein schönes Oberteil sein, wie zum Beispiel eine Corsage, welches mit einer schönen Hose kombiniert wird. Einen festlichen Charakter vermitteln dabei Stoffhosen (Leinen, Chiffon,...). Man könnte auch ein Twinset, oder einen Hosenanzug tragen. Sie sollten auf jeden Fall berücksichtigen, zu welcher Jahreszeit geheiratet wird, um zu entschei- den, wie warm das Outfit sein soll. Die Herren gehen meist im Anzug. Dabei ist es egal, welche Farbe dieser hat. Schwarz ist hier der Klassiker. Dazu werden gern weiße Hemden getragen. Individualität bekommt der Anzug durch eine Krawatte. Fliegen passen zu einem Anzug eher nicht. Eine Weste ist für den Gast kein Muss. Zu der Kleidung gilt, dass keiner der Gäste ganz in weiß kommen darf. Denn diese Farbe ist der Braut allein vorbehalten.

 

Tipps für die Gäste:

 

Ganz wichtig sind für alle Beteiligten einer Hochzeit die Etikette. Doch was muss man eigentlich alles beachten? Hier sind einige der wichtigsten Dinge:

  • Die Männer dürfen ihr Jackett nicht ausziehen, bevor es nicht der Bräutigam getan hat.
  • Auf die Einladungskarte sollten die Gäste pünktlich antworten, denn schließlich will alles geplant sein.
  • Pünktlichkeit ist für alle Gäste das oberste Gebot. Außerdem sollten bei der Trauung alle Handys ausgeschaltet sein.
  • Ist das Paar berufstätig, werden die Kosten der Hochzeit von dem Paar getragen - nicht von den Eltern.
  • Insofern das Ehepaar schon zusammen wohnt, benötigt es keine Handtücher oder Service mehr. Als Gast sollten Sie lieber Geld verschenken. Die Geschenke werden auch meist nicht vor dem späten Abend geöffnet.
  • Die schönste Frau des Tages ist die Braut. Sie ist auch die einzige, die ein weißes Kleid tragen darf.
  • Wenn jemand eine Rede hält, herrscht Ruhe im Saal. Desweiteren sollte bei den Reden dem Ehepaar nicht die Schamröte ins Gesicht steigen.
  • Es darf erst dann gegessen werden, wenn das Brautpaar oder der Küchenchef dazu auffordert.
  • Wer eine Verlobungsanzeige erhält, aber nicht zur Trauung geladen ist, muss nicht zwangsweise etwas schenken.
  • Der DJ oder die Bandmitglieder trinken nicht zu viel Alkohol
  • Die frisch Vermählten dürfen klamm heimlich von der Feier in ihre Hochzeitsnacht verschwinden. Zu Hause angekommen, trägt der Mann die Frau über die Türschwelle.
  • Das Brautpaar sitzt immer in der Mitte vom Tisch, und zwar so, dass es von allen Gästen gut gesehen werden kann. Dabei sitzt die Braut rechts von ihrem Bräutigam.
  • Nach der Hochzeit bedankt sich das Ehepaar für die Anwesenheit und die Geschenke der Gäste. Dies kann te- lefonisch oder per Post geschehen. Manchmal wird auch eine Annonce in der Zeitung gedruckt.
  • Das Hochzeitsauto sollte nicht zu schnell fahren, denn schließlich sollen alle sehen, dass Sie nun verheiratet sind. 30 bis 40 km/h sind erlaubt, auch wenn Sie damit den Stadtverkehr aufhalten.