Schmuck-Trends: Pferde, Karbon und Perlen mit Leder

Foto: Baselworld 2014/Simon Bielander/Stefan Schmidlin

"Emotionen ausdrücken, Persönlichkeit zeigen und Botschaften senden." Schmuck soll aktuell zeigen, wie es dem Träger geht. Unter dem Motto "Es geht rund" hat das Kreissymbol noch mehr Terrain erobert. Scheiben aus Silber und Gold, an der Kette oder auf dem Ring oder Armreif, mit und ohne Edelsteine, Anhänger aus einem oder mehreren Ringen bzw. Reifen oder Rollen, beweglich ineinandergefügt - sie alle interpretieren auf schmucke Art die Ganzheit, das Gleichgewicht und die Harmonie, für die das Kreissymbol steht. Es ist auch ein kulturübergreifendes Zeichen. Filigrane Mandalas und andere spirituell inspirierte Zeichen aus Fernost bestätigen den Trend.

Zarte Verästelungen botanischer oder geometrischer Natur geben vielen aktuellen Schmuckstücken eine besondere Leichtigkeit und künstlerische Ausdruckskraft. Eine auffallende Liebe zum Detail, feine Linien, geflochtene Ringe, zarte Ohrsteckerchen, femininer Halsschmuck: verführerische Pretiosen dominieren.

Weiter zu den einmal zarten, dann auch wieder großflächigen Verschlingungen, die um die Gunst der Verbraucher werben: ineinanderlaufende Ringe, flexibel oder fest gefügt, Schlaufen und Schleifen als Anhänger oder dekoratives Element, Spiralen, Knoten, Endlosschlingen - eine Formensprache ohne Anfang und Ende...

Bei den figürlichen Elementen gibt sich aktueller Schmuck eher konservativ. Neben den Tiermotiven von Marienkäfern oder Grasfröschen gesellt sich nun auch das Pferd in die Formensprache. Das chinesische Horoskop hat nämlich das Jahr des Pferdes eingeläutet. Und dann gibt es natürlich noch die Evergreens: Herzen, Engel, Flügel, Blumen und Blätter.

Gold, Silber und Platin sind längst nicht mehr die Platzhirsche. Auch im hochpreislichen Bereich etablieren sich viele neue Materialien. Karbon und Kautschuk setzen Akzente. Unterstützt werden sie von antik oxidiertem oder schwarz rhodiniertem Silber, beschichteten Metallen, schwarzer Keramik oder Ebenholz.

Beachtung finden auch immer mehr Schmuckstücke aus Kunststoff - allerdings nicht aufgrund des Materials, sondern wegen der Herstellung mithilfe eines 3-D-Druckers. Filigrane Gebilde aus Polymeren, direkt aus dem Drucker, von Könnerhand verfeinert auf der einen Seite, präzise gestaltete Schmuckstücke, zum Beispiel mit raffinierten organischen Strukturen, die durch begleitende 3-D-Drucktechnik perfekt geformt werden können, auf der anderen Seite.

Farbsteine setzen auch dieses Jahr wieder wichtige Akzente. Große Steine an Ketten mit Statement-Charakter, aber auch an Colliers, auf Armbändern und Ketten ganz aus Edelsteinen zeigen die hohe Bedeutung der Farbe für die Mode. Perlen sind ebenfalls weiterhin gern gesehen in den Schaufenstern. Häufig werden sie mit Kunststoffen und Leder kombiniert.