Roger Fritz

Foto: H. Röhner

Regisseur, Schauspieler, Fotograf

Ich bekam von meinem Onkel eine Kamera geschenkt und fing an zu fotografieren. Ich fotografiere immer noch, aber in keinem bestimmten Gebiet. Außerdem ist das Schauspiel und das Regisseur-Sein für mich wichtig. Ich kenne ganz wenige Fotografen, die Kameramänner geworden sind, aber ganz viele, die Regisseure sind. Ich arbeite gern in München, denn es ist eine nette, ruhige Stadt. Mit der Zeit ist München sehr zurückhaltend geworden. Früher war hier und in der Filmwirtschaft viel los. Es wurden viele Filme gedreht. Wenn man sich Hollywood anschaut, dann sieht man viele Stars, die alle mal in München waren. Damals wurde die Arbeitsgemeinschaft der jungen Filmproduzenten gegründet, die heute immer noch wichtig in der Filmbranche ist. Ich selbst bin etwas ruhiger geworden, brauche aber immer noch ein paar Herausforderungen. So habe ich zwei Bücher herausgebracht: "Muc People" und "Extrem Bayrisch" mit Texten von Otti Fischer. Im Oktober werde ich meine Fotoausstellung "Gefühlsecht" in der Pasinger Fabrik eröffnen.

Vita: Roger Fritz arbeitete als Bäcker, dann Kellner und machte eine Ausbildung zum Baustoff- Großhandelskaufmann. Er begann mit Amateurfotografie, assistierte ab 1954 dem Fotografen Herbert List, und machte dann die Fotografie zu seinem Beruf. Für die Zeitschriften der Stern, Quick, Jour de Franc, Münchner Illustrierte, Französische Vogue sowie Bunte unternahm er viele Reisen. Er inszenierte mehrere Filme und viele Fernsehserien. 2011 gewann er in Oldenburg den "German Independence Honorary Award" Filmpreis.