Prof. Dr. Andreas Pitum Generalhonorarkonsul der Mongolei

Seit 2000 vertritt Prof. Dr. Andreas Pitum als Generalhonorarkonsul die Mongolei in Bayern und Baden-Württemberg. Der Besitzer eines mittelständischen Unternehmen im Immobilienbereich ist stolz auf die Entwicklung in den letzten Jahren. "Als ich vor 14 Jahren anfing, sammelte ich Geld für Straßenkinder. Inzwischen vermittele ich wirtschaftliche Kontakte. Die Mongolei ist zu einem Partner auf Augenhöhe geworden." Diese Entwicklung hat das Land auch seiner spannenden, geopolitischen Lage zu verdanken. Russland im Norden und China im Süden sind die einzigen Nachbarländer. "Die Mongolei ist das einzige demokratische Land zwischen Polen und Japan", so Pitum. Die Mongolei verfügt außerdem über viele Bodenschätze wie seltene Erden, Kupfer oder Kohle. Seine Aufgaben sind vielschichtig. "Als Konsol bekommt man vom Endsenderland regelmäßige eine To-Do-Liste. Darüber hinaus muss man auch selber Initiative zeigen." Jedes Jahr werden zu den mongolischen Feiertagen Feste veranstaltet, zum Beispiel am mongolischen Neujahr. Auch Ausstellungen in Museen werden von ihm organisiert. Darüber hinaus begleitet er regelmäßig Wirtschaftsdelegationen in das zentral- asiatische Land. Die Mongolei ruft seine Konsuln nur für zwei Jahre aus. Danach wird die Arbeit in einem Rating bewertet. "Bisher wurde mein Vertrag jedes Mal verlängert", freut sich Pitum. Neben seiner Firma und der Arbeit als Konsul ist Pitum auch ehrenamtlich in der Politik tätig. Dadurch ist er überhaupt erst zu seinem Amt gekommen. "Die Mongolei suchte damals einen Konsul und hat mich gefragt. Ich sagte zu, ohne zu wissen worauf ich mich einlasse." Zuvor kannte er das Land nur als Tourist. "Inzwischen war ich häufig selber in der Mongolei und habe dort viele Freunde gefunden", so Pitum weiter. Die weitläufige, unberührte Natur und die lange Geschichte und Tradition des Landes haben es ihm angetan. "Die Mongolei ist seit über 800 Jahren ein eigenständiges Land. Ich habe Glück gehabt, dass ich dieses Land vertreten darf. Es hat sich in den letzten Jahren unglaublich toll entwickelt, sowohl was die Infrastruktur, die Bildungsmöglichkeiten und die Chancen betrifft."