Luxusimmobilien an der Ostseeküste werden immer teurer

Die Nachfrage nach Ferienimmobilien und Zweitwohnsitzen in den Urlaubsregionen an der Ostseeküste ist ungebrochen hoch und übersteigt das Angebot. Aufgrund natürlicher Gegebenheiten und durch ein restriktives Recht sind Baumöglichkeiten in den Toplagen oft begrenzt. Dies trägt zu weiteren Preissteigerungen bei. „In sehr guten Lagen sind die Einstiegspreise für Ferienwohnungen spürbar gestiegen“, so Dörte Schümann, Büroleiterin von Engel & Völkers in Warnemünde.Die vielfältige Naturlandschaft mit feinen Sandstränden und Steilküsten verleihen gerade der Ostseeküste mit ihren Seebädern eine hohe Anziehungskraft. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Ferienimmobilien in Regionen wie Kühlungsborn/Heiligendamm, Warnemünde und Boltenhagen.

 

Besonders begehrt sind Immobilien in direkter Strandlage. Die Ostsee ist nicht nur für Touristen, sondern auch für Immobilienkäufer aus ganz Deutschland ein beliebtes Ziel. Ein Großteil kommt aus dem Raum Hamburg und Berlin. Sie schätzen die gute Anbindung und schnelle Erreichbarkeit von ihrem Hauptwohnsitz aus. Für viele Immobilienkäufer spielt das Vermietungspotenzial aufgrund der hohen Urlauberzahlen eine wichtige Rolle. „Ein Teil der Kaufinteressierten sucht Renditeobjekte zur gewerblichen Ferienvermietung“, sagt Wilma Kabierske, Büroleiterin von Engel & Völkers in Kühlungsborn und Heiligendamm. Daher sind insbesondere Immobilien mit Serviceangeboten und großem Wellnessbereich gefragt. Von großer Bedeutung ist für Viele auch der Wert der immateriellen Rendite, Wohneigentum sorgt nachweißlich für Zufriedenheit. Das geringe Angebot an luxuriösen Ferienimmobilien in einzigartigen Lagen sorgt an einigen Standorten für Preise, die deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen.

 

Besonders in Kühlungsborn und Heiligendamm gibt es für Top – Immobilien Preisteigerungen von bis zu 13 Prozent innerhalb eines Jahres zu verzeichnen. Für einzigeartige Objekte werden hier auch schon einmal 2,4 Millionen Euro gezahlt. Durchschnittlich kosten Ein- und Zweifamilienhäuser in der Region zwischen 770.000 und 2,2 Millionen Euro. Besonders bei Eigentumswohnungen geht der Trend nach oben. Je nach Lage werden zwischen 4.400 bis 6.500 Euro pro Qudratmeter fällig, in der Spitze können in Kühlungsborn und Heiligendamm aber auch schon mal 8.500 Euro fällig sein. Noch extremer ist die Situation in Warnemünde! Mit bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter erreicht Warnemünde inzwischen ein ähnliches Preisniveau wie die Innnestädte von Köln und Düsseldorf. Die durchschnittliche Spanne für Wohnungen in bevorzugten Lagen reicht von 5.000 bis 8.000 Euro pro Quadratmeter.

 

Im Ostseebad Boltenhagen ist die Situation ein wenig entspannter, die Quadratmeterpreise beginnen bei rund 3000 Euro. Für ein Großes Reetdachhaus mit unverbautem Ostseeblick werden rund 6.000 Euro/ m2 fällig, unterm Strich rund eine Millionen Euro.

 

In den letzten 20 Jahren gingen die Preise an der Ostseeküste kontinuierlich nach oben, nie nach unten. In Zeiten niedriger Zinsen sind Renditeträchtige Anlageformen Mangelware. Viele Investoren legen ihr Geld in ‚Betongold‘ an und sind auf der Suche nach vielversprechenden Objekten. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach Ferienimmobilien gehen die Immobilienexperten bei Engel & Völkers von weiter steigenden Preisen für Immobilien in gefragten Lagen aus. Denn solche Objekte kommen nur selten auf den Markt. Im Trend liegen zunehmend altersgerechte Immobilien für Best Ager, sodass sich die Nachfrage in diesem Segment besonders verstärken dürfte.