Kleinschmidt beim Start in Dresden

Fotos: Daniel Scholz

EUROPAS GRÖSSTE AMATEUR-RALLYE

Mit einem Teilnahmerekord von über 230 Fahrzeugen startete Europas größte Amateurrallye nach Breslau erstmals in Dresden. Etwa 3500 Zuschauer verfolgten den Showstart vor der historischen Stadtsilhouette auf der Augustusbrücke. Über 80 Motorräder und Quad, 100 Geländewagen und 50 Renn-LKW gingen ins Rennen. Sie wurden verabschiedet von Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann und Rallyefahrerin Jutta Kleinschmidt, die 2001 die „Paris- Dakar“ gewonnen hatte. „Dresden hatte für die Motorsportfans in ganz Europa eine magische Anziehungskraft“, so Veranstalter Klaus Leihener von „Breitengrad“. „Zum ersten Mal in der 13- jährigen Geschichte der Rallye hatten wir eine Warteliste und konnten nicht alle Interessenten berücksichtigen.“

Steile Kuppen, tiefe Schlammlöcher, Steilkurven, Verjüngungen und Schnellfahrtstrecken haben den Fahrern viel Geschick abverlangt.

Die Teilnehmer kamen aus 14 Ländern. Erstmals war ein Motorradfahrer aus den USA dabei. Neben Deutschland waren Frankreich und die Niederlande mit 54 bzw. 20 Fahrzeugen besonders zahlreich vertreten. Von Dresdens Innenstadt zeigten sich die Fahrer hellauf begeistert, ebenso von Schloss Moritzburg, an dem die Route zum Prologgelände in Radeburg vorbei führte. Hier legten viele spontan eine Kaffeepause ein und sorgten mit ihren parkenden Fahrzeugen für Aufsehen. Den spektakulären Prolog durch präpariertes Gelände mit Kuppen, Wasserdurchfahrten, Löchern und Steigungen verfolgten etwa 2000 Besucher. „Die Städte Dresden und Radeburg haben uns bei der Vorbereitung unserer Rallye hervorragend unterstützt“, lobt Klaus Leihener. „Wir würden sehr gern im nächsten Jahr wiederkommen, wir fühlen uns hier willkommen und sehr wohl.“ Die Rallye gilt als größte und anspruchsvollste Amateurrallye in ganz Europa. Bis zum Ziel am 7. Juli nahe Breslau waren über 1000 km durch schwieriges Gelände zu bewältigen, über sandige oder matschige Passagen, durch Wassergräben und Hohlwege, via Mondlandschaften und steile Kuppen.

Im Gewerbegebiet Süd in Radeburg wurde das Gelände extra für die Rallye mit Baggern und Radladern modelliert.
Etwa 2000 Zuschauer haben den Prolog verfolgt.
Hier mussten die Fahrer drei Runden nach Wertung fahren. Zuerst die Motorräder ...
... dann Geländewagen ...
Aus Dresden war mit einem 30 Jahre alten „Robur“ auch Gerd Kastenmeier dabei. Der Wirt der Lindenschänke startete mit Beifahrer Andreas Frahm (Küchenchef Lindenschänke) im Team Lila Q.
... und zum Schluss quälten sich auch die RennLKWs über die Strecke.