Golf-The New Generation

Foto: Marion Beckhäuser

Dresdner Kids spielen besser als ihre Eltern

Sein Handicap liegt bei 5,8. Fast jeden Tag ist er auf dem Golfplatz. „Golf ist einfach toll. Ein Reiz, immer besser zu werden. Eine Herausforderung." Der das spricht, ist nicht Rentner oder Seniorpartner, Geschäftsmann oder Rechtsanwalt, sondern Schüler.

Das Ziel von Max Holnaicher ist dieses Jahr Handicap sechs. Der Schüler, der schon mit fünf Jahren sonntags mit seinen Eltern zum Platz gefahren ist, trainiert heute fast täglich. „Putten ist langweilig", erklärt der Junge, während der Golftrainer seine Haltung korrigiert. „Lange Bälle sind besser." Das findet auch sein Freund Maximilian Kastenmeier. „Ich bin oft mit meiner ganzen Familie auf dem Golfplatz", berichtet er. Der Sport mache Spaß, sei aber auch ganz schön anstrengend. Kathrin Decker spielt seit zwei Jahren. „Ich will dieses Jahr Handicap 12 schaffen und dann große Turniere spielen", so die Architektentochter, die auch auf die entsprechende Kleidung achtet. „Golfkragen ist Pflicht", lächelt das sympathische Mädchen und zupft an ihrem Shirt. Genauso ist es Pflicht, dass jedes Kind die offiziellen Golfregeln bei sich hat. Mike Hüsken, Manager in Ullersdorf, kontrolliert das regelmäßig. Schließlich ist er Kapitän der Landesjugendmannschaft. „Es ist verblüffend, mit welchem Ehrgeiz und welcher Freude schon die Kleinen an den Golfsport gehen. Die sind richtig gut", freut er sich. Das erkennen auch die Eltern neidlos an. Bauunternehmer Alfred Herrmann: „Ich bin mächtig stolz auf meinen Sohn, auch wenn er manchmal besser ist als ich." Gastronom Gerd Kastenmeier hat seine Kinder schon ganz früh mit auf den Platz genommen. „Maximilian hat schon als Baby Bälle sortiert", erinnert sich der Chef der „Lindenschänke."

Sebastian Decker hat eine klare Vision: „Einmal mit Tiger Woods spielen und Profigolfer werden, das ist mein Traum."