Frank Hannig (Rechtsanwalt)

Segeln ist für mich die ultimative Freiheit. Der einzige Zwang, dem man sich unterwerfen muss, ist der Wind. Auf den Geschmack gekommen bin ich im Jahr 2001. Einer meiner Mandaten, der Vorstand eines bekannten Energieunternehmens, lud alle seine Geschäftspartner zu einer Woche Segeln im Mittelmeer ein. Wir waren 20 Leute auf zwei Yachten und es kam zu zahlreichen unkomplizierten Gesprächen mit Top-Managern. Für mich geschäftlich eine tolle Erfahrung. Doch vor allem bin ich seitdem süchtig nach Segeln.

Im Jahr 2001 habe ich meinen Segelschein in Kroatien im Urlaub gemacht. Allerdings musste ich 2004 die Prüfung in Deutschland wiederholen, weil es Probleme mit der Anerkennung meines Scheins an der Nordsee gab. Gesegelt bin ich bisher nur im Mittelmeer, von Mallorca, Kroatien oder der Türkei aus. Einmal war ich auch auf der Mecklenburger Seenplatte unterwegs, doch dort ist es nicht das Gleiche wie auf meinen anderen Segeltörns. Die Weite und die „Freiheit“, die das Meer bietet, fehlen einfach.

Ich liebe das Meer. Am Strand liegen ist mir auf Dauer zu langweilig, zum Wandern am Strand wiederum bin ich zu faul. Geplante Touristenattraktionen interessieren mich nicht, mich reizt die Unabhängigkeit. Auf dem Segelboot ist man allein, aber doch unter Freunden. Man betreibt Sport, aber nicht übertrieben. Und man genießt die scheinbare Macht über das Boot und die Elemente, ohne überheblich zu werden.

Wo gibt es sonst schon türkisfarbenes Wasser gepaart mit palmengesäumten Stränden und Cuba Libres im Sonnenuntergang?