Fantastisch, locker, edel

Foto: Christoph Kassette

Tom Gaebel war von Dresden und den Jazztagen bejubelt

 

Wie sind Sie selbst zum Jazz gekommen und wie lange machen sie bereits aktiv Musik?

Gaebel: Ich komme aus einem musikalischen Elternhaus, für meine drei Brüder und mich war Musik und Musikmachen immer schon ein selbstverständlicher Teil des Tages. Speziell zum Jazz bin ich eigentlich über das Spielen in Big Bands und Jazz Combos gekommen. Da haben wir schon „Jazz“ gemacht, bevor wir überhaupt wussten, was das ist!

 

Woher rührt ihre Begeisterung und Leidenschaft für diesen Musik-Stil?

Gaebel: Im Big-Band-Jazz vereinen sich bei mir mehrere musikalische Leidenschaften: Zum einen mag ich große Besetzungen, großen Klang - auch in der Klassik ist mir das Orchester näher als das Streichquartett. Dann ist es der harmonische Reichtum, die vielen Klänge, denn wenn es nur groovt, dann fehlt mir schnell etwas. Entscheidend ist natürlich letztlich der Swing, wenn der fehlt, ist der Rest auch egal, aber wenn so eine Big Band richtig abgeht, hält es mich kaum auf dem Stuhl!

 

Im letzten Jahr haben Sie Stücke von Frank Sinatra zu den Jazztagen präsentiert. Wie kam es zur Auswahl dieses Themas? Was ist Ihr persönlicher Bezug zu Sinatra?

Gaebel: Sinatra war für mich das musikalische Erweckungserlebnis schlechthin, durch ihn bin ich überhaupt erst zum Singen gekommen und da war es natürlich eine Selbstverständlichkeit, zu seinem Jubiläum mal eine Show komplett um seine Musik zu entwickeln. Meine ersten Gehversuche als Sänger waren mit Mitte 20 Songs von Sinatra, da kommen auch für mich schon viele Erinnerungen hoch, wenn ich die nach langer Zeit wieder singe.

 

Wie haben Sie die Jazztage in Dresden, das Publikum, die Atmosphäre und die Stadt selbst erlebt?

Gaebel: Als Musiker bekommt man ja leider meist nicht sehr viel vom jeweiligen Auftrittsort mit, aber gerade Dresden interessiert mich mehr als andere Städte, da mein Vater in Meißen geboren wurde und ich als kleiner Junge zweimal mit ihm im „Osten“ und dann auch in Dresden war. Die Atmosphäre war fantastisch, locker und edel zugleich, genau das richtige Ambiente für uns!

 

Was hat Sie überzeugt, auch in diesem Jahr wieder bei den Jazztagen mitzuwirken?

Gaebel: Nach unserem erfolgreichen Start im letzten Jahr war es einfach ein Wunsch von allen Seiten, da gab es keine langen Diskussionen, zumal wir ja dieses Mal etwas völlig Neues wagen.

 

Mit welchem Thema traten Sie bei den diesjährigen Jazztagen auf?

Gaebel: Schon seit vielen Jahren geisterte bei mir die Idee herum, mal ein Programm um James Bond und andere Agenten beziehungsweise Filmhelden zu singen. Ich hab früher oft mit Freunden darüber geredet, dass es doch so etwas mal geben müsste – jetzt machen wir es halt einfach selbst. Jeder kennt und liebt doch diese Titelmelodien, gerade die alten Sachen aus der „guten alten Zeit“ – da gibt es einfach unfassbar viele Perlen und wir mussten uns echt total einschränken bei der letztendlichen Auswahl.

 

Was zeichnete Ihr diesjähriges Thema beziehungsweise die gewählte Musik aus?

Gaebel: Ich neige vielleicht dazu, die 50er bis 70er zu glorifizieren, aber ob im TV oder Kino - da ist fast jede Titelmelodie ein absoluter Hit und vieles geradezu prädestiniert für uns: Big-Band-Sound und heiße Beats – genau das Richtige für uns.

 

Aus wem besteht Ihre Band im Hintergrund und wie lange machen Sie schon gemeinsam Musik?

Gaebel: Vor gar nicht langer Zeit haben wir unser 10-jährige Jubiläum gefeiert und es sind immer noch eine Menge der alten Haudegen dabei, einschließlich meines Bruders Denis, der ja selber ausgewiesener Jazzvirtuose am Saxofon ist. Mit ihm mache ich schon ewig Musik, wir haben die meisten Stationen gemeinsam gemeistert und zum Beispiel auch beide in Amsterdam studiert. Viele der anderen Musiker kenne ich auch schon seit Studientagen, andere haben sich später erst angeschlossen und sich in die Band gespielt. Das Wichtigste aber ist, dass wir uns wirklich alle sehr gut verstehen: Konzertreisen sind bei uns immer auch ein wenig Klassenfahrt.

 

Können Sie sich vorstellen, auch in den kommenden Jahren wieder bei den Jazztagen dabei zu sein?

Gaebel: Wir kommen immer gerne wieder, solange man uns haben will! Beim nächsten Mal würde ich mir dann ein wenig Touristen-Programm drum herum bauen und nach all den Jahren endlich mal wieder die Stadt richtig erkunden.

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