Der Würfelnde

Fotos: PR Christian Janeczek

Darüber, ob das Wetter oder ein Verfahren vor Gericht spannender ist, lässt sich streiten. Beides unterliegt gewissen Regeln und entwickelt dennoch häufig seine ganz individuelle Dynamik. Vielleicht ist das der Grund, wieso Christian Janeczek, Fachanwalt für Verkehrs- und Strafrecht sich nach dem Abitur nicht zwischen diesen beiden Fachgebieten entscheiden konnte. "Zwei Monate vor dem Stu­dium hatte ich Zusagen in beiden Fächern. Also würfelte ich und es wurde Jura," erzählt der seit 1996 in Dresden lebende Fachanwalt. Was ihm an seiner Tätigkeit besonders gefällt, ist die Arbeit mit Menschen - darin sieht er seine Stärke. "Für Verkehrs- und Strafrecht habe ich mich entschieden, weil man eben nicht den ganzen Tag hochwissen­schaftlich tätig ist. Es fällt vielen wirklich guten Juristen schwer, ihren Mandanten zu erklären, wieso man was wie und in welcher Situati­on macht", erzählt er. In seiner Karriere hatte er schon den ein oder anderen kuriosen Fall. Einmal vertrat er einen Drogendealer, der die Ware auf dem Bauernhof seiner Großmutter lagerte und dort auch ver­kaufte - nach festen Öffnungszeiten! "Die Großmutter konnte ihrem Enkel keinen Gefallen abschlagen. Der Plan war eigentlich sehr gut und die Staatsanwaltschaft ist erst sehr spät hinter die Machenschaf­ten gekommen. Aber Oma und Enkel auf der Anklagebank zu haben, das war schon kurios!" Für den gebürtigen Brandenburger sind auch die Verkehrsrechtlichen Auseinandersetzungen spannend. Manchmal führen sie sogar zu neuen Mandanten. Eines Tages stand nämlich ein ehemaliger Gegner in seinem Büro. Wie üblich fragte er den Mann, wieso er sich für ihn als Anwalt entschieden hätte. "Er meinte, er habe gesehen, wie ich mich für meinen damaligen Mandanten eingesetzt hatte und schwor sich, sollte er wieder ein ver­kehrsrechtliches Problem haben, würde er mich aufsuchen. Ein größe­res Lob gibt es nicht." Neben diesen durchaus schönen Erlebnissen, musste er sich auch schon mit den negativen Seiten auseinandersetzen. Einmal vertrat er einen jungen Mann, dem versuchte Vergewaltigung vorgeworfen wurde. Erst im Gerichtssaal und nach mehrstündiger Befragung gestand die Klägerin, ebenfalls eine noch junge Frau, sich den Vorwurf nur ausgedacht zu haben - um die Aufmerksamkeit ihres Freundes zu erringen. "Eine Verurteilung hätte dem jungen Mann die Zukunft zerstören können", weiß Janeczek und ist froh, dass es gut ausgegangen ist. Schließlich verliert auch er nur ungern vor Gericht. "Verfahren ohne Erfolgsaussichten gehe ich aus dem. Denn ich ver­liere ungern."

Aktuell

Datenschutzerklärung
Wir werden Ihre Daten aufgrund unseres Vertrags mit Ihnen ...
Die neue Disy 2018 ist im Handel!
Dresden´s Powerfrauen und Powermänner warten!
DISY YOUTH 2018
Hier bekommen sie einen kleinen Einblick in unsere erste ...

Mode

Die schönsten Kleider
Es ist bei uns Brauch nach Galas, Bällen und Walzernächten ...
Karl Lagerfeld: Modeschöpfer mit tausend Gesichtern
Ob Pret-à-porter, Opernkostüme, Parfüm oder Coca Cola ...
Glamouröse Abendkleider: Für jeden Anlass das angemessene Outfit
Es gibt viele Kleider, in die sich Frauen direkt verlieben ...
Selfies!
Von Talbot Runhof Im letzten Urlaub fiel uns mal wieder ...