Ayers Rock Restaurant & Bar - Münzgasse 8

Direkt in der Dresdner Kneipenmeile Münzgasse befindet sich das australische Spezialitätenrestaurant Ayers Rock. Dieses Lokal vereint eine spannende Mischung aus australisch- kolonialem Style und exotischer Küche. Besonders Stilecht: Statt Ventilatoren gibt es mechanisch betriebene Fächer – von den Inhabern extra fürs Ayers Rock aus Australien eingeflogen. Der langgezogene Gastraum mit Landschaftsmotiven an den Wänden wirkt sehr gemütlich. Schade ist nur, dass man gar nicht mitbekommt, dass es sogar Live-Musik gibt, wenn man an der anderen Seite des Lokal sitzt. Als Aperitif gab es einen Delaforce Portwein (3,90 Euro) und einen Piccolo Gosset Champagne Brut Excellence (22,70 Euro). Unsere Vorspeisen waren Rote Beete Carpaccio mit getrüffeltem Schmand (10,90 Euro), Rotkohlsalat (6,50 Euro), Ceasar Salad (6,90 Euro) und die Vorspeiseplatte „Australien Appetizer“ (15,50 Euro). Das Rote Beete Carpaccio ist zwar nicht sonderlich exotisch, dafür hat es großartig geschmeckt. Exotischer waren unsere Hauptgänge: Straußensteak (12,40 Euro), Variation von Fischfi lets „Gold Coast“ (18,50 Euro), Kängurutopf (16,90 Euro), kleine Grillplatte mit Steaks vom Strauß, Känguru und Krokodil (24,90 Euro), Crêpe mit Lachs, Tomaten und Avocado Creme (12,90 Euro), dazu zwei australische Rotweine australischer Shiraz-Cabernet (3,10 Euro), Lions Pride Reserve (5,20 Euro). Gut gefallen hat uns, das unsere Bedienung alle unsere Fragen kompetent beantwortet hat. Sicher hört sie die Fragen öfter. Wie schmeckt Strauß? Wie schmeckt Krokodil? Wie schmeckt Känguru? Das Aroma von Straußenfl eisch ist mit dem Geschmack von Rindfl eisch vergleichbar. Ein wenig erinnert es auch an dunkles Putenfl eisch oder Entenfl eisch. Trotz der relativ festen Konsistenz ist Straußenfl eisch sehr zart. Auch Känguru erinnert ein wenig an Rind, geht aber mehr in Richtung Wild und Lamm. Sowohl das Känguru Steak als auch der Känguru Topf ist wirklich lecker. Statt des intensiven Wildgeschmack, den wir bei unserer letzten Begegnung mit Känguru Fleisch erlebt hatten, war es im Ayers Rock wesentlich milder und hatte nur einen Hauch von Wildgeschmack, was für die Frische spricht. Das Krokodilfl eisch hatte eine sehr feste Konsistenz und schmeckte ein wenig wie ein Hühnchen, das im Wasser gelebt hat. Zum Abschluss orderten wir Dessertvariation mit Eis und Fruchsorbet (10,50 Euro), ein Mandarinen-Mousse-Törtchen mit Marzipankern (7,50 Euro), einen Crêpe „Raspberry“(6,50 Euro) dazu Latte Macchiato (3,50 Euro) und einen Espresso (2,90 Euro). Positiv aufgefallen ist uns, dass es im Ayers Rock eine Reihe frisch gepresste Säfte gibt. Wir hatten leckeren Ananas- und Mango Saft. Schade fanden wir, das ein weiteres Glas Mangosaft nicht drin war, die Mangos waren alle.

 

Fazit: Interessantes Konzept, wenn auch nicht die ganze Karte australisch ist. In der Karte fi nden sich viele „normale“ Gerichte, Gänsebrust mit Mohnstriezelkruste wirkt wenig australisch. Aufgrund des gemütlichen Ambiente, des professionellen Service und eben wegen der exotischen australischen Gerichte können wir das Ayers Rock guten Gewissens empfehlen.

Foto: Ayers Rock/Jan Gutzeit