• Dezember 15, 2022
  • 3027 Aufrufe

Vietnamesische Küche im Neuf Neuf im Kleinen Haus in Dresden? Wir wollten mal wissen, wie die Atmosphäre vor Ort ist, wie nett das Team, wie gut die Speisen... Was wir erlebten neben allem anderen war ein absolutes No Go in der Gastronomie. Man war nicht in der Lage, uns eine Rechnung oder Quittung für unser Essen zu geben. „Rechnungen haben wir nicht“, sagte die Kellnerin an der Theke zur Essensbestellung. Wir fragten, ob sie uns zumindest eine Quittung ausschreiben kann. „Haben wir auch nicht.“ Die meisten Leute würden bar bezahlen und keine Rechnungen verlangen, erklärte sie und damit war das scheinbar für sie erledigt. Wir sollen uns setzen und auf das Essen warten. Als sie es brachte, sprachen wir sie erneut an. Wir brauchten eine Rechnung. Wären wir privat hier, hätten wir uns überreden lassen, auf einen Beleg zu verzichten. Aber wir haben von der Redaktion Jeder ein Budget. Über das können wir zwar frei und großzügig verfügen, aber Belege brauchen wir schon. Wir gingen erneut zu der Ausgabe und gaben ihr die Visitenkarte. „Senden Sie uns die Rechnung per Mail!“ 

Wir hatten keine Lust mehr, hier zu essen. Wir finden die Selbstverständlichkeit, mit der man hier offensichtlich ohne Belege arbeitet, nicht in Ordnung. Wir ließen uns das Essen einpacken. Da wir fair sein wollen, besuchten wir das Neuf Neuf zwei Tage später noch einmal. Nämlich genau heute. Wir waren letzte Woche Mittwoch im Neuf Neuf im Kleinen Haus. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich auf der Terrasse ab, da es wohl Umbauten im Restaurant gab. Das Angebot war sehr klein. Es war ausgeschrieben mit Reis oder Udon Nudeln mit vier Saucen für je 8 Euro. Wir suchten uns eine Kombi mit Nudeln raus. „Gibt es nicht mehr“, war die Antwort.

Okay, dann entschieden wir uns für Reis mit Kokos Huhn - Sauce und einmal Reis mit Erdnuss - Gemüse - Sauce. Da es insgesamt nur vier Gerichte im Angebot gab, ist das Essen generell schwer zu beurteilen. Die beiden Gerichte, die wir kosteten, waren in Ordnung. Den Begriff, den die Betreiber auf ihrer Page verwenden - „südostasiatische Fusionsküche“ - finden wir für das Angebot übertrieben. Aber okay, es schien ja ein eingeschränktes Angebot wegen Umbau zu sein.
Was uns aber auffiel, als wir zwei Tage später wieder hin gingen, waren die sehr unterschiedlichen Portionsgrößen. Das zeigen wir Euch im nächsten Post.

Das nächste Mal gab es nicht nur Reis mit Sauce, sondern auch Udon Nudeln mit Sauce. Wir probierten die Variante mit Tomatensoße und Tofu. Für 8 Euro hätten wir uns eine größere Portion gewünscht (ihr wisst ja wie groß eine Gurkenscheibe ist). Da wir uns hier nicht so wohl fühlten (die Hitze staute sich auf der Terrasse) ließen wir uns nach dem Fotografieren das Essen einpacken. Ohne, dass wir etwas vom Teller gegessen hatten, sah das Eingepackte so aus (Foto 2). Da sieht man auch nochmal richtig, wie wenig das war. Finden wir auch etwas Schönes am Neuf Neuf? Ja, die Lounge Möbel auf der Terrasse und die schönen Farben