• September 21, 2023
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Mit dem Versand von 130.000 IT-Notfallkarten an sächsische Unternehmen startet das »Cyber-Sicherheitsnetzwerk Sachsen« heute seine Informationskampagne in Richtung der sächsischen Wirtschaft. Auf der Karte finden sich Handlungshinweise zum Verhalten bei IT-Sicherheitsvorfällen sowie wichtige technische und organisatorische Sofortmaßnahmen zur schnellen Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs. Die Aktion gibt kleinen und mittleren Unternehmen analoge Hilfe in der digitalen Krise an die Hand und macht außerdem auf die Angebote des Netzwerkes aufmerksam: schnelle Unterstützung zur Bewältigung von IT-Vorfällen.

Das »Cyber-Sicherheitsnetzwerk Sachsen« stärkt sächsische Unternehmen durch Erstberatung und Maßnahmen für das Risikomanagement. Das Netzwerk besteht aus vertrauenswürdigen Partnern, die Angebote für die Prävention von Cyber-Angriffen bereitstellen. Darüber hinaus geben sie Unterstützung bei der Bewältigung von Cyber-Attacken. Die Netzwerk-Webseite www.cyber-sicherheitsnetzwerk.sachsen.de richtet sich nach ihrem aktuellen Relaunch mit praktischen und leicht umsetzbaren Handlungsempfehlungen an Unternehmen, damit sich der Mittelstand in Sachsen cyber-sicher aufstellen kann.

Ein gutes halbes Jahr nach seiner Gründung kann das »Cyber-Sicherheitsnetzwerk Sachsen« bereits Erfolge vorweisen. Für das gemeinsame Ziel, den sächsischen Mittelstand cyber-sicherer zu machen, konnten IT-Sicherheitsdienstleister gewonnen werden, die sich gleichzeitig im Netzwerk des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registrieren ließen. Weitere Unternehmen aus etablierten Netzwerken kamen hinzu und wurden Partner. Noch mehr sollen folgen.

Als Dank für das Engagement aller Beteiligten lud das »Cyber-Sicherheitsnetzwerk Sachsen« heute nach Dresden zu einem Fachaustausch ein. Bei einem Pressefrühstück am Morgen richteten sich die Initiatoren mit interessanten Fakten und wertvollen Empfehlungen zur Informationssicherheit an die anwesenden Unternehmen. Ines Fröhlich, Beauftragte der Staatsregierung für Digitales; Frauke Greven, Leiterin der Digitalagentur Sachsen; Ralf Richter, Leiter der Zentralstelle für polizeiliche Prävention; Volker Lux, Geschäftsführer der Handwerkskammer zu Leipzig; Dr. Fabian Magerl, Geschäftsführer der Industrie und Handelskammer zu Leipzig sowie Gerd Neudert, Geschäftsführer IT-Cluster Mitteldeutschland stellten sich stellvertretend für die zahlreichen Netzwerkpartner den Fragen der Medienvertreter.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stand die professionelle Bewältigung von IT-Sicherheitsvorfällen im Fokus. Im Format "Ask Me Anything" gaben Expertinnen und Experten Einblicke in das Handling komplexer Fälle (teilweise anonymisiert). Mit dabei waren Dr. Dina Truxius, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik; Michael Bartsch, Gründer und Geschäftsführer der Deutor Cyber Security GmbH; Dr. Felix Eckhofer, Beauftragter für Informationssicherheit der TU Freiberg sowie ein Experte aus dem LKA Sachsen, Cybercrime Competence Center. 

Lukas Rohleder, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, äußerte sich am Rande der Veranstaltung: "Die digitale Revolution ist aktuell ein wesentlicher Motor von Wertschöpfungsprozessen in der Industrie. Prozesse der Zusammenarbeit ändern sich grundlegend. Das eröffnet völlig neue Chancen, birgt natürlich aber auch neue Risiken.
Um den Bedrohungen aus dem Netz wirksamer begegnen zu können, zentrale Hilfsangebote bekannter zu machen und gemeinsam präventiv gegen Cyberangriffe vorzugehen, sind wir als IHK Dresden in vielen Netzwerken rund um die Cybersicherheit aktiv. Im Rahmen unserer Mitwirkung im Cyber-Sicherheitsnetzwerk Sachsen möchten wir unsere Unternehmer und auch IT-Dienstleister erreichen. Ziel ist es, wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen oder diese durch ein gezieltes Notfallmanagement gering zu halten."

Staatssekretärin Ines Fröhlich, Beauftragte der sächsischen Staatsregierung für Digitales, ergänzte: "Cyberangriffe gehören für viele kleine und mittelständigen Unternehmen nicht zum Gefährdungspotenzial ihrer geschäftlichen Werte, dabei ist die Bedrohung unserer Unternehmen durch Cyberangriffe unterschiedlichster Art nach wie vor sehr hoch. Umso wichtiger ist es, regelmäßig über die Medien, Veranstaltungen und auch unsere aktuelle Postkartenaktion "IT-Notfallkarte" die Aufmerksamkeit der Wirtschaft zu gewinnen und entsprechend Sensibilisierung zu schaffen. Mit dem Cyber-Sicherheitsnetzwerk Sachsen aus Kammern, dem LKA und der Digitalagentur Sachsen stehen wir unseren sächsischen Unternehmen präventiv mit Beratung für IT-Sicherheitsvorfälle zur Seite und vermitteln Hilfe, sollte es dennoch zu einem Cyberangriff kommen."

Hintergrund
Das »Cyber-Sicherheitsnetzwerk Sachsen« ist eine Initiative der sächsischen Handwerkskammern, sächsischen Industrie- und Handelskammern, des Landeskriminalamts Sachsen und der Digitalagentur Sachsen. Ziel ist es, den sächsischen Unternehmen Unterstützung in den Bereichen Prävention und Reaktion gebündelt zur Verfügung zu stellen.