Hoteldirektor aus Leidenschaft

Gerhard Comouth (54), Hoteldirektor des Steigenberger Parkhotels Dresden-Radebeul

Er ist ein erfolgreicher Manager. Namhafte Hotels wie Hotel Mercure oder Hotel Europa standen bereits unter seiner Leitung. Vor einem Jahr kam er von Leipzig nach Dresden und führt seitdem das Steigenberger Parkhotel Dresden- Radebeul.

In der Hotellerie braucht man gute Nerven. Hier ist eine diplomatische Ader genauso gefragt wie natürliche Freundlichkeit“, erklärt Comouth überzeugt. Der gebürtige Aachener ist seit 35 Jahren im Hotel-Geschäft tätig. „Ich wollte schon immer in den Dienstleistungsbereich gehen. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann doch für die Hotellerie entschieden“, verrät Comouth. Nachdem er 1970 seine Ausbildung als Hotelfachmann abgeschlossen hatte, stieg er schnell in Leitungspositionen auf. Zunächst arbeitete Comouth mehrere Jahre als Verkaufsleiter in Hotels wie Hotel Europa Brüssel oder Inter- Continental in Hannover und Berlin. Vor 15 Jahren begann er seine Karriere als Hoteldirektor im Hotel Stolterra in Warnemünde. Seitdem führte er bereits mehrere Hotels wie die Radisson SAS Hotels Neubrandenburg und Cottbus sowie die Alliance Hospitality Germany Köln und Düsseldorf. Seine letzte Station vor Radebeul war das Hotel Mercure in Leipzig. Der ständige Hotelwechsel bringt ein aufregendes Leben mit sich. Allein in den letzten 30 Jahren ist Comouth zwölf Mal umgezogen. „Das bringt die Arbeit im Hotel-Management mit sich, denn im Normalfall ist alle zwei bis drei Jahre ein Führungswechsel vorgesehen“, erklärt der Direktor. Jetzt hofft er, dass er in Radebeul zur Ruhe kommt und mit seiner Familie ein „normales“ Leben führen kann. Zurzeit wohnt er mit Frau Christine (52) und Sohn Jérôme (18) noch im Hotel. Mitte dieses Jahres wird die Familie jedoch in eine eigene Wohnung ziehen. Ob Radebeul oder Dresden, das stehe noch nicht fest. Das ständige Umziehen hat seiner Familie nie größere Probleme bereitet. „Da meine Frau Französin ist, ist sie weniger ortsgebunden als eine Deutsche“, so Comouth. Das Steigenberger Parkhotel bietet Luxus pur. Der erstklassige Service gehört zu einem Markenzeichen des Hotels. „Das Besondere ist die Komplexität.

Wir bieten sowohl für den Touristen als auch für den Geschäftsmann zahlreiche Möglichkeiten und Serviceleistungen“, so Comouth. Neben einem 1.000 m² großen Wellnessbereich stehen den Gästen 14 variable Konferenzräume für bis zu 300 Personen zur Verfügung. Der Hoteldirektor plant, das Haus um ein weiteres Konferenzzentrum für bis zu 500 Personen zu erweitern. Denn „das Konferenzgeschäft ist ein Geschäft der Zukunft“, so Comouth. Außerdem seien weitere Umbauten im Hotel in Planung. Damit soll die Anzahl der Zimmer von zurzeit 418 auf über 500 ansteigen. Dem viel beschäftigten Hoteldirektor bleibt wenig freie Zeit, um seinen Hobbys nachzugehen. Dabei kann er sich für viele Dinge begeistern: Tennis, Golf, Squash und Kabarett. „Ich bin immer für gutes Kabarett zu haben, aber es darf keine Aneinanderreihung von Kalauern sein. Alte Witze haben wir alle schon gehört“, offenbart Comouth. Wenn es die Zeit hergibt, fährt er auch gerne Ski. „Das liegt mir mehr als zwei Wochen Sommerurlaub“, so der Manager. Auch von Dresden ist er sehr angetan: „Die Stadt ist von der Gebäudestruktur fast mit Paris vergleichbar. Man riecht hier förmlich das Herrschaftliche“, erklärt Comouth. Die Lage des Hotels ist somit optimal: Einerseits liegt es in der Nähe der Stadt, andererseits gibt es in der Umgebung viel Natur wie die Weinberge oder das Elbsandsteingebirge. Das stimmt den Hoteldirektor auch in Bezug auf die Zukunft des Hotels optimistisch.

Adriane Schmidt