Andreas Searty, Generaldirektor des Hilton Dresden

„Lächle und die Welt lächelt zurück“ 

Er ist noch relativ neu in Dresden, freundlich, charmant, gut aussehend – kein Wunder, dass sich die Dresdner Gesellschaft freut über Andreas Searty und seine bezaubernde Frau May-Britt (Dänin). In diesem Jahr hat  der in Bagdad geborene Searty die Leitung vom Hilton Dresden übernommen und mit seiner kommunikativen und kollegialen Art Mitarbeiter, Gäste, Geschäftspartner und sogar Konkurrenten schnell für sich eingenommen.

Andreas Searty ist deutscher Staatsbürger und wurde am 28. Dezember 1959 geboren. Er ist Katholik und spricht Deutsch, Arabisch und Englisch fließend. Seine Schulausbildung absolvierte er im Mittleren Osten und erlangte im Jahr 1978 einen naturwissenschaftlichen ‚Bakkalaureate‘-Abschluss. Von 1979 bis 1980 besuchte er die „Steigenberger Berufsfachschule“ in Bad Reichenhall und schrieb sich später am deutschen „Institut für Lernsysteme“ ein, wo er einen Abschluss in „Business Administration“ erzielte.

Seartys Streben nach akademischer betriebswirtschaftlicher Bildung führte ihn an mehrere Business-Schulen, z.B. nach Dortmund, im Jahre 2000 an die „London Business School“ und 2003 an die „IMD Lausanne“. Andreas Searty ist als Assessor bei Hilton International eingesetzt und war von 1994 bis 1999 der erste Generaldirektor des berühmten „Grand Regency Hotels“ in Nairobi, Kenia. „Kenia ist ein Paradies“, schwärmt der Hotelier. „Das Meer, die Natur, die Menschen und die Kultur sind einmalig. Außerdem ist immer tolles Wetter.“ Danach schloss sich Searty Hilton International an – als Generaldirektor des Hilton Hurghada Plaza am Roten Meer in Ägypten (1999-2001).

„Zwischendurch hatte ich verschiedene Zwischenstopps in Jobs im Sultanat von Oman, Katar, Großbritanien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Frankfurt.“ Zuletzt (seit 2001) war er Generaldirektor des NICON Hilton Abuja in Nigeria, leitete 1200 Mitarbeiter an und führte das führende 5-Sterne-Hotel in Westafrika mit 700 Zimmern und Suiten, 30 Hilton-Meetings-Räumen, 4 Restaurants, 6 Bars und einem technisch hochmodernen Business Center zur Auszeichnung als „Best Performed Hilton Hotel in Profit Generation“.

„In dieser Zeit habe ich viele interessante Menschen getroffen“, erinnert sich der Neu-Dresdner. So veranstaltete er in seinem Hotel u.a. die „All African Games“, ein Treffen der Commonwealth-Regierungschefs mit 54 Staatsoberhäuptern – einschließlich Queen Elizabeth von England –, sowie den erst kürzlich abgehaltenen afrikanischen Unionsgipfel mit 45 anwesenden Staatsoberhäuptern.

Andreas Searty wird von seinen Mitarbeitern als ein „vollkommener, pragmatischer Gentleman“ beschrieben, der stets kreative und innovative Ideen einbringt und verwirklicht. Diese Eigenschaften kamen der beinahe abgeschlossenen, 40 Millionen US-Dollar teuren Modernisierung des NICON Hilton Abuja sehr zugute. „Der Abschied nach zehn Jahren Afrika ist uns nicht leicht gefallen. Es war eine große Umstellung. Plötzlich kam ein Anruf und es hieß: Dresden.“ Doch Searty, Frau May-Britt und die drei Kinder Sofia (10), Sebastian (9) und Emmanuel (4) haben sich schnell eingelebt. „Dresden ist doch eine tolle Stadt und die Menschen sind sehr aufgeschlossen“, erklärt der BMW-Fahrer und Tennisfan.

Searty mag außerdem Schach („Als Kind war ich mal richtig gut“), Windsurfen, Ski, Lesen, Musik und Kochen. „Ich mag alles, zum Beispiel Pasta Arabiata mit Garnelen oder chinesische Hühnergerichte.“ Wenn nicht selbst gekocht wird, genießt Searty die Küche im Schillergarten oder beim Italiener auf der Königstraße. „Auch das sächsische Bier ist nicht zu verachten“, lacht er und erzählt, dass er gern mal eines mit Nelson Mandela zusammen trinken würde. „Der Mann hat sein Leben geopfert für Gerechtigkeit, Fairness und Frieden.“ Ein Vorbild? „Durchaus. Ein Mensch mit viel Gefühl, Ausstrahlung und Energie.“

Das sind Eigenschaften, die Searty generell an Menschen liebt. Zu seinen neuen Freunden in Dresden gehören zum Beispiel Arturo Prisco, Eberhard Burger von der Frauenkirche und der Intendant vom Kulturpalast, Herr Rose. Der Klassikliebhaber Searty mag es auch outfitmäßig klassisch. Er kauft bei Boss in Metzingen oder bei Peek&Cloppenburg, geht zu Coiffeur Lauda zum Haareschneiden und hat seine 200 qm-Maisonettewohnung in Dresden Blasewitz international und afrikanisch eingerichtet. Sein Motto: „Respekt!“ und seine Devise: „Lächle in die Welt und die Welt lächelt zurück.“ Genau, Herr Searty. Dresden lächelt auf jeden Fall zu Ihnen zurück!                                 

 

(Anja K. Fließbach, Disy Winter 2005)