Die Antwort auf Wien: Alles tanzt beim Dresdner Opernball!

Am 19. Januar 2007 ist es wieder so weit, dann steigt in Dresden der 2. SemperOpernball.

2.200 Gäste werden dem seit Juli ausverkauften Höhpunkt des Jahres beiwohnen. Dabei kann ein Einzelplatz bis zu 475 Euro teuer sein (und ein Zehn-Personen-Tisch bis zu 14.000 Euro), was bei Gesamtkosten von rund 1,1 Millionen Euro nicht verwundert.

"Disy" sprach im Vorfeld mit den Machern Ronald in´ t Veld, Hans-Joachim Frey und Uwe Wiese über den 2006 erstmalig veranstalteten Dresdner Opernball und darüber, was die Gäste am 19. Januar 2007 erwarten wird.

 

Disy-Gespräch mit den Opernball-Machern Ronald in't Veld, Hans-Joachim Frey und Uwe Wiese

Wer hatte die Idee?
Ronald in't Veld: Die Idee, den Opernball in Dresden wieder aufleben zu lassen, hatte schon vor mehreren Jahren Volker Butzmann, der Technische Direktor der Semperoper und ebenfalls Mitglied des Vereins.
Hans-Joachim Frey: Die Idee geistert schon ziemlich lange durch Dresden. Den ersten Gedanken hatte Volker Butzmann, der Technische Direktor der Semperoper. Ich habe dann schließlich gesagt: „Das machen wir!“
Uwe Wiese: Der Gedanke an einen Opernball in Dresden existiert schon viele Jahre. Die Idee hatten Volker Butzmann, Technischer Direktor der Semperoper, und ich.


Welche Aufgabe erfüllen Sie konkret?
Ronald in't Veld: Als Vorsitzender des Vereins bin ich für den Verkauf, die Vermarktung und die Organisation zuständig. Weiter kümmere ich mich um alle rechtlichen Angelegenheiten und Verträge.
Hans-Joachim Frey: Ich bin stellvertretender Vorsitzender des SemperOpernball Vereins. Neben organisatorischen Aufgaben bin ich für die Leitung und das künstlerische Konzept verantwortlich.
Uwe Wiese: Das komplette Catering stelle ich. Ein Teil der Restaurant-Fachkräfte wird vom Hotel Taschenbergpalais Kempinski gestellt, da der Personalbedarf gewaltig ist.


Wie lange braucht der Opernball, bis das Image des Wiener Vorbildes erreicht ist?
Ronald in't Veld:
Mit unserem Programm, welches auch außerhalb der Semperoper findet, haben wir ein Alleinstellungsmerkmal für den SemperOpernball geschaffen, welches es auch den Menschen ermöglicht, Teil des Balls sein, die keine Karte erstanden haben. Der Dresdner und Wiener Opernball werden immer zwei verschiedene Veranstaltungen bleiben.
Hans-Joachim Frey: Wien ist unvergleichlich, allein der Größe und Tradition wegen. Aber dass zum Beispiel das österreichische Fernsehen überlegt, den Dresdner SemperOpernball live zu übertragen, sagt doch schon viel aus. Auch sind sämtliche Karten für den nächsten Ball im Januar 2007 seit Juli ausverkauft. Wenn es also eine Antwort auf Wien geben soll, dann kann sie nur Dresden heißen.
Uwe Wiese: Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Es wird nicht mehr lange dauern. Der kommende Opernball im Januar 2007 war sofort ausverkauft. Bei gleichem Engagement für die Sache tippe ich, dass in vier, fünf Jahren der SemperOpernball auf einer Augenhöhe mit dem Wiener Pendant ist. Zu verstecken brauchen wir uns nicht.
 

Was können die Gäste dazu beitragen?
Ronald in't Veld:
Wir können natürlich nur so gut werden, wie unsere Gäste uns fordern. Tolle Kleider und Schmuck bei den Damen sowie der Frack bei den Herren bringen Glanz in die Veranstaltung. Viele haben beim letzten Ball sicherlich auch erst einmal geschaut, was denn die anderen Gäste so tragen, um nächstes Jahr stilsicher aufzutreten.
Hans-Joachim Frey: Vor dem Gebäude findet im nächsten Jahr ein SemperOpenAir-Ball statt, zu dem wir bis zu 15.000 Menschen  erwarten. Wir schließen also niemanden aus, auch wenn die eranstaltung an sich ausverkauft ist. Zum ersten Ball ist zu sagen, dass wir eine sehr gehobene Wirtschaftsklientel zu Gast hatten, was zum hohen Niveau der Veranstaltung beitrug.
Uwe Wiese: Das Publikum fand ich richtig klasse, die Gäste hatten die Botschaft dieses Balls aufgenommen und sich dementsprechend mit Stil gekleidet. Unser kleiner Hinweis auf der Homepage zum Thema Dress-Code wurde mit rauschenden Roben korrekt umgesetzt, so daß allein schon der Anblick eine Augenweide war.


Denken Sie, es waren genügend wichtige Stars da?
Ronald in't Veld: Mit Diana Damrau und Marcelo Alvarez hatten wir zwei Weltstars im  Programm. Die Sächsische Staatskapelle unter dem Dirigat von Fabio Luisi sowie die Sächsische Staatsoper Dresden und der Staatsopernchor bildeten einen würdigen Rahmen.
Hans-Joachim Frey: Ja, angefangen von Moderatorin Senta Berger, Preisträger Armin Mueller-Stahl, über die Künstler von Weltformat Diana Damrau und Marcelo Alvarez, bis hin zur Wirtschaftsprominenz hatten wir ein sehr niveauvolles Publikum.
Uwe Wiese:
Nein, definitiv nicht. Solch ein Event lebt natürlich von Prominenz, aber die hat auch ihren Preis. Der Termin des ersten Opernballs war auch ein wenig unglücklich, da zeitgleich der Münchner Filmball und die Motorshow in Detroit stattfanden.


Was kostet denn ein Armin Muller-Stahl am Abend?
Ronald in't Veld: Herr Mueller-Stahl wurde als Preisträger geehrt und kam somit ohne Honorarforderungen.
Hans-Joachim Frey: Ein Honorar gab es hier nicht, der Preis für Armin Mueller-Stahl war eine Spende von Juwelier Leicht im Wert von 6.000 Euro.
Uwe Wiese: Armin Muller-Stahl war Preisträger und ohne Honorarforderungen. Solch ein Künstler will aber entsprechend untergebracht werden.


Wenn Sie die Wahl hätten, wen würden Sie gern einladen?
Ronald in't Veld: Wir hätten sehr gern den Bundespräsidenten dabeigehabt, aber er sagte leider ab. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir als Mann natürlich einen optischen Blickfang wie Heidi Klum oder Liz Hurley wünschen.
Hans-Joachim Frey: Ich würde weiterhin gern Gäste auf dem Niveau der letzten Veranstaltung begrüßen. Die Bundeskanzlerin, Veronica Ferres oder ein paar der großen Wirtschaftskapitäne wären toll. Am liebsten hätte ich aber Bill Clinton.
Uwe Wiese: Bill Clinton wäre klasse. Auch Robert Redford oder irgendeine Hollywood-Diva. Dresden braucht unbedingt mehr Prominenz, halt einen richtigen Hingucker.

Rechnet sich der Dresdner Opernball?
Ronald in't Veld: Wir wollen mit dem Ball kein Geld verdienen, haben aber schwarze Zahlen geschrieben. Wir sind in der komfortablen Lage, für den zweiten Ball alle Außenposten sofort begleichen zu können. Deshalb haben wir den Überschuss vom ersten Opernball noch zurückbehalten. Weitere Gewinne werden wir zum Beispiel an junge Künstler zurückfließen lassen.
Hans-Joachim Frey: Allein der Umbau und Mietverlust der Semperoper kosten rund 600.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf über eine Million Euro. Trotzdem haben wir beim ersten Opernball ein Plus von 50.000 Euro gemacht. Das hatte uns niemand zugetraut. Den Überschuss werden wir gern an die Oper zurückfließen lassen, zum Beispiel zur Unterstützung junger Künstler.
Uwe Wiese: Der Bereich, für den ich verantwortlich bin, das Catering, sicherlich nicht. Das war im ersten Jahr auch nicht die Absicht. Wer etwas auf die Beine stellen will, muss investieren. So habe ich zum Beispiel den gesamten Champagner zum Einkaufspreis durchgegeben. Eine einmalige Sache, in Zukunft wird sich das weiter normalisieren.


Was wird beim nächsten Opernball anders, gibt es schon Highlights?
Ronald in't Veld: Von Mezzosopranistin Elina Garanca haben wir bereits die Zusage, Max Raabe und die von Daniel Harding dirigierte Sächsische Staatskapelle sind  weitere Highlights.
Hans-Joachim Frey: Wir stehen kurz vor Abschluss des Vertrages mit einer Moderatorin/einem Moderator. Näheres kann ich momentan noch nicht preisgeben. Von Sängerin Elina Garanca, Max Raabe und anderen haben wir bereits die Zusage.
Uwe Wiese: Für den Bereich Gastronomie kann ich schon einmal warme Gerichte einkündigen, und das ganz ohne Kücheneinrichtungen vor Ort. Das wird eine große logistische Herausforderung.


Gespräch: Anja K. Fließbach ("Disy" Winter 2006/07)
 

Bild links:
Uwe Wiese
(Geschäftsführender Gesellschafter "Italienisches Dörfchen", Gründungsmitglied des "SemperOpernball e.V.")

 

Bild unten:
Ronald in´ t Veld (Geschäftsführender Direktor Hotel Taschenbergpalais
Kempinski, 1. Vorsitzender "SemperOpernball e. V.") und Hans-Joachim
Frey
(Operndirektor Sächsische Staatsoper Dresden,
stellvertretender Vorsitzender "Semper Opernball e. V.").

 

 

 

 

Aktuelle Informationen zum Veranstaltungsprogramm sowie über eventuelle Restkarten finden Sie unter www.semperopernball.de

Schauen Sie sich hierzu auch unser aktuelles Modeshooting an:
"Die Eleganz der Dresdner Bälle"

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