WordPress Datenbank-Fehler: [Table 'd003652d.kas_wp_comments' doesn't exist]
SELECT MAX(comment_ID) FROM kas_wp_comments

Disy weblog » Der Mann, der angeschossen wurde

Der Mann, der angeschossen wurde

Soll ich euch sagen, wie es mit meiner Courage aussieht? Gaaanz schlecht. Am Wochenende habe ich mich mit einem Freund in der „Villa Marie“ getroffen, ein Restaurant an der Elbe. Ich hatte ihn lange nicht gesehen und er erzählte mir von seinen Plänen. Teil davon ist ein Mann, der gerade ziemliche Probleme hatte. Ob ich bei ihrem Projekt mitmachen wolle, fragte mein Freund und schwupps, saß ich mittendrin…

Oder besser gesagt daneben. Neben dem Mann, der angeschossen wurde. Ich bin immer offen für neue Idee, gerade zu gierig nach neuen Projekten. Oft sind die Ideen der anderen erst im Entstehen und sie brauchen nur noch einen Stupps in die eine Richtung und einen guten Rat in eine andere und dann funktioniert das. Das Projekt klingt gut, ich könnte mich einbringen und würde da mit meinem Freund durchaus etwas auf die Beine stellen. Zeit und freie Kapazitäten habe ich zwar nicht, aber es würde mir Spaß machen. Wäre da nicht… Ja, wäre da nicht der Mann, der angeschossen wurde.

Durch meinen Job habe ich früher immer mal mit Mordfällen, Mafia, kriminellen Delikten, Drogen und dem Rotlicht zu tun gehabt. Nicht oft, weil das nicht mein Ressort war. Aber während des Volontariats durchlief ich alle Sparten und auch nachher half ich immer mal aus, wenn Not am Mann war. Gerichtsverhandlungen, Polizeiberichte und Interviews mit den Beteiligten. Ich habe mir nie Sorgen gemacht. Erstens war ich jung und machte mir kaum Gedanken über mögliche Folgen. Zweitens fühlte ich mich immer nur als neutraler Beobachter, der mit der Sache nichts zu tun hatte und nicht mit hineingezogen werden konnte. Was war also los mit mir? Da war ein wirklich netter Kerl mit guten Ideen, wir saßen in einem idyllischen Haus, tranken Wein und unterhielten uns auf eine Art, für die es nicht viele Gesprächspartner gibt. Gern würde ich ihm helfen, gern würde ich auch meinem Freund helfen. Aber? Ich traue mich nicht. Was, wenn ich gerade neben ihm sitze, wenn sie wiederkommen. Was, wenn er mit Dingen zu tun hat, von denen ich nichts wissen will. Früher wäre mir das alles egal gewesen. Aber heute sieht das anders aus. Ich bin verantwortlich für meine Tochter, habe mit meinen Magazinen einen guten Ruf und … sollte das Projekt trotzdem machen. Wenn nicht, bin ich feige.

Die Sache hat mir gezeigt, wie ängstlich man mit zunehmendem Alter wird. Abwägen, einschätzen grübeln. Früher habe ich es einfach getan und nachher drüber nachgedacht. Wenn überhaupt. Und heute? Angsthase! Ein paar Tage gebe ich mir noch für die Entscheidung.

Anja Fliessbach | 19. Juli 2007 | 09:08

WordPress Datenbank-Fehler: [Table 'd003652d.kas_wp_comments' doesn't exist]
SELECT * FROM kas_wp_comments WHERE comment_post_ID = '173' AND comment_approved = '1' ORDER BY comment_date

425 Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

Disy das regionale Frauenmagazin

  • Disy
  • Disy men
  • Disy SOLO
  • Disy Familie
  • Disy Kids
  • Disy TV
  • Disy im Radio
  • Disy Rostock
  • Weltreise-Blog
  • Alle Disy-Seiten
     
  • Partner
  • Kontakt
  • Impressum