Promis, die man so trifft
Wenn man so wie wir gern mit Schiffen verreist, trifft man interessante Leute. Auch viele Prominente sind uns dabei über den Weg gelaufen. Schnell vergisst man die Unterschiede und wird Freund mit Sängern, Schauspielern und Politikern. Man verbringt seinen Urlaub zusammen, erlebt Abenteuer und unterhält sich über private und familiäre Dinge, knüpft herzliche Bande…
Ganz privat an Bord haben wir Sänger Michael Holm ("Tränen lügen nicht.") getroffen. Der Vater eines kleinen Sohnes wurde schnell Louisas bester Freund. Sie jubelten, lachten und tanzten zusammen. Wir gingen auf Krokodil-Safari und
waren sogar an Bord, als die Tochter seiner Managerin heiratete. "Diese Schiffsreisen haben etwas Erhabenes", erklärte Michael. "Man kann sich ausruhen, zurückziehen, aber auch viele nette Leute treffen."
Besonders gern plauderte ich mit Nicole Heesters. Wir saßen in ihrer Suite oder in Salons mit Blick auf das Meer. Es war für mich eine Ehre, dass sie so viel Zeit mit mir verbrachte. Das tat sie nicht mit vielen. "Ich bin sehr ungeduldig mit dummen Menschen", verriet sie mir. "Da ziehe ich mich zurück. Man soll nicht erst versuchen, Menschen zu ändern. Man kann es nicht." Ich lernte viel von der Tochter Johannes Heesters. Sie hatte eine Einstellung zum Leben, die mich faszinierte und meiner ähnlich war. Wie das eben so ist auf einem Schiff. Es
treffen sich Menschen mit ähnlichen Idealen. "Ich bin fasziniert von der Schönheit der Natur. Ich genieße ganz bewusst Blumen, Tiere, beobachte Vögel und den Himmel. Das ist mir wichtig. Ich habe nur das eine Leben und jeden Tag versuche ich, es mir bewusst zu machen", meinte sie. Besonders angenehm an dieser ruhigen, manchmal streng wirkenden und stilvollen Frau war, wie sie die kleinen Dinge schätzte. "Das ist unsagbar wichtig. Es ist nicht leicht, das Leben. Ich hoffe nicht mehr, dass ich die Welt verbessern kann. Das kann ich nicht. Aber ich kann mich verbessern." (das ganze Gespräch auf www.disy-magazin.de).
Einer, der die Welt auch nicht verbessern kann, sie aber kennt wie seine Westentasche ist Hardy Krüger. Der Weltenbummler schwärmte stets von fremden Ländern, besonders von Kenia und dem Kilimandscharo. Aber auch die Arktis sei so eine Gegend auf der Welt, die einfach fasziniert. "Ich bin heute gern mit Schiffen unterwegs, denn hin und wieder gibt es doch mal eine Ecke der Welt, in der ich noch nicht war", erklärte er mir.
Ähnlich sieht es Katja Ebstein. Die Sängerin, die unglaublich schlank und
zerbrechlich wirkte, war sehr nett und hielt immer noch verliebt ihren Mann an der Hand. "Auf den Schiffen komme ich meinem Publikum sehr nahe. Ich genieße das Feedback", so der Star.
Besonders nah waren wir Katja Ebsteins Pianisten Martin Gärtner und seiner Freundin. Mit den beiden eroberten wir die Strände dieser Welt. Martin war ein Meister im Sandburgen bauen und wenn er bei seinen Solokonzerten zusammen mit meiner Tochter Louisa auftrat, jubelten die Passagiere.
Begeistert von Louisa war auch Show-Star Marlene Charell. Sie hatte ein besonderes Talent zum Malen und so saß sie stundenlang mit meiner Tochter über irgendwelchen Zeichnungen. Ihr Mann Dodi, Multimillionär und Jetsetter, war ein besonders herzlicher Mann. Er konnte gar nicht verstehen, wie ich allein mit einem
Kind das Leben bestreitete und das auch noch selbstverständlich fand. "Du brauchst einen Mann, Anja", erklärte er immer wieder. "Einen, der sich um euch kümmert." Was für Tipps man doch so bekommt an den Ufern des Meeres.
Auch Franz Alt, Ex-Leiter und Moderator des politischen Magazins "Report" und des Magazins "GRENZENLOS trafen wir an Bord. Mit dem Bambi und Grimme-Preis-Gewinner diskutierten wir stundenlang die großen ökologischen Fragen. "Die Sonne schickt täglich 15.000 mal mehr Energie als
zur Zeit alle sechs Milliarden Menschen verbrauchen", erklärte er. "Dieses Angebot empfinden wir als Geschenk des Himmels. Wir benutzen die Energie vom Chef selbst sehr gerne. Sie ist umweltfreundlich, klimaverträglich, kostenlos und reicht noch 4,5 Milliarden Jahre." Ein engagierter Mann.
Genau wie Klaus Bednarz, der 18 Jahre lang die Redaktion des ARD-Magazins "Monitor" leitete und eine Dokumentation über "Das Ende der Welt" in der ARD erarbeitete. Er war mit uns in Feuerland und Patagonien und schwärmte über die Region: "Die chilenischen Fjorde: wild, kalt, stürmisch, Gletscher, Eisberge - auch im Sommer, Vulkane und undurchdringlicher Regenwald, eine Tr
aumlandschaft."
Die einzige Frau, deren Schicksal meinem ähnelte, war Moderatorin Inka. "Frau mit Kind, arbeiten und trotzdem das Leben genießen? Klar. Geht. Siehst du doch an mir", erklärte sie.
Es sind also nicht nur die fremden Länder, die Erholung oder das Essen, was das Faszinierende an Kreuzfahrten bzw. Weltreisen ist. Es sind immer die Menschen, manchmal auch die Prominenten, die man trifft.
