Zu jeder Schandtat bereit

Jens Koch

...um Talente davon abzuhalten, den falschen Weg einzuschlagen. Was Mark Forster im Interview noch verriet, lesen Sie hier!

Du gibst in allen Bereichen Vollgas: Platte, Tournee, TV. Welchen Stellenwert nimmt „The Voice Kids“ dabei ein?
Forster:
„The Voice“ ist so ein bisschen wie mein Bu?ro-Job. Als Mu- siker macht man viele unterschiedliche Sachen. Man muss hier was aufnehmen, da mal proben, spielt u?berall in der Weltgeschichte Kon- zerte. Aber immer, wenn eine Woche „The Voice Kids“ im Kalender steht, freue ich mich darauf. Hier treffe ich immer dieselben Leute, ich weiß, wo die Kaffeemaschine steht. Es ist einfach scho?n.

Du gibst Dir bei „The Voice“ extrem viel Mu?he, um Talente in Dein Team zu locken ...
Forster:
Das hat mich die Erfahrung gelehrt: Wenn man sich nicht von Anfang an viel Mu?he gibt, a?rgert man sich wa?hrend der ganzen Staffel. Ich bin wirklich zu jeder Schandtat bereit, um Talente davon abzuhalten, den falschen Weg einzuschlagen.

Was begeistert Dich an den Kids immer wieder neu?
Forster:
In den Blind Auditions bin ich immer wieder u?berrascht. Das Niveau wird von Jahr zu Jahr sta?rker. Wenn man dann in den spa?teren Runden mehr Zeit mit den Kids verbringt, ist es jedes Mal aufs Neue erstaunlich, wie schnell und wie groß die Fortschritte sind. Die lernen tatsa?chlich schneller als die Erwachsenen.

Haben sich die Kids in den Jahren vera?ndert?
Forster:
Auf jeden Fall. Das ist ja das Gute bei „The Voice Kids“, dass man immer wieder mitkriegt, was gerade cool ist, welche Songs beliebt sind, welche Turnschuhe gerade in Mode und welche Frisuren die angesagtesten sind.

Was sagst Du dazu, dass es mit Lena und Stefanie zum ersten Mal zwei weibliche Gegner-Teams gab?
Forster:
Ich kenne beide Frauen ja schon sehr gut. Lena und ich ha- ben eine gemeinsame Geschichte bei „The Voice Kids“ und bei vielen anderen Projekten. Steffi und ihre Band Silbermond kenne ich auch schon lange, deswegen ist das so ein bisschen wie ein Familientreffen fu?r uns. Aber natu?rlich unter anderen Bedingungen. Man spu?rt, dass jeder Bock hat, hier erfolgreich zu sein und den Wettbewerb zu gewin- nen. Wir schenken uns nichts.

 

„Das Gute bei The Voice Kids, dass man immer wieder mitkriegt, was gerade cool ist, welche Songs beliebt sind, welche Turnschuhe gerade in Mode und welche Frisuren die angesagtesten sind.“

 

Welchen Tipp gibst Du Talenten mit auf den Weg?
Forster:
Es ist gut, Gleichgesinnte zu treffen, die genauso musikverru?ckt sind. Man sollte so viel Spaß wie mo?glich haben und jede Probe, jeden Auftritt genießen und versuchen, mit richtigen Profis zu arbeiten. Danach ist man auf jeden Fall musikalisch gereift. Ich empfehle allen, Montag wieder in die Schule zu gehen und sich nachmittags ans Kla- vier oder an die Gitarre zu setzen und einfach Musik zu machen.