Wohnen in Dresden: Günstig mit Aussicht auf Preiserhöhung

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In den meisten deutschen Metropolen haben die Wohnungspreise deutlich angezogen, in Dresden sogar mehr als in vielen anderen Städten – das zeigt die Studie Wohnatlas 2017. Zwar leben die Menschen in Dresden bisher noch vergleichsweise günstig, doch das könnte sich in naher Zukunft ändern. Bisher werden in Dresden durchschnittlich 2009 € für 100 Quadratmeter gezahlt – im Vergleich zum Spitzenreiter München (6149 €) oder Hamburg (3884 €) sind die Immobilienpreise hierzulande also noch überschaubar. In der Preisentwicklung sehen die Studienverantwortlichen jedoch Dresden unter den zwei Städten, die in Zukunft mit dem größten Anstieg rechnen müssen. So sollen die realen Immobilienpreise innerhalb des nächsten Jahres um einen Prozentpunkt steigen, nur München hat mit 1,3 Prozentpunkten ein noch höheres Wachstum. Dadurch könnten Eigenheime in Dresden zukünftig deutlich teurer werden.

 

Mieten im Höhenflug


Der Preisanstieg kommt nicht völlig überraschend, denn Wohnen in Dresden ist beliebt. Kaum eine andere deutsche Metropole verbindet historische und moderne Architektur, kulturelle Angebote, sonniges Klima und niedrige Lebenshaltungskosten so gut miteinander wie Dresden. Auch die Nähe zu anderen Städten wie Berlin und Prag tragen zu Dresdens Beliebtheit als Wohnort bei. Zudem sind die Immobilienpreise und Mieten hier noch vergleichsweise niedrig. Aktuell zahlen Dresdner im Durchschnitt 6,90 € pro Quadratmeter an Miete – der Durchschnittspreis pro Quadratmeter in München liegt dagegen bei stolzen 19,55 €.
Doch aufgrund der Beliebtheit von Dresden werden Wohnungen zu einem gefragten Gut, wodurch auch die Mietpreise weiter ansteigen werden. Vor allem viele Neubauwohnungen werden dabei zu einem Preistreiber bei den Mieten, denn sie locken besonders zahlungskräftige Mieter an. Laut Immobiliendienstleister Wulff Aengevelt werden die Mieten in Dresden aber auch langfristig nicht das Münchner Niveau erreichen, sondern würden stattdessen bereits bei 11 bis 12 € pro Quadratmeter an die Grenzen der Dresdner Zahlungsbereitschaft stoßen.

 

Bezahlbare Wohnungen werden knapp


Durch Dresdens Beliebtheit unter Studenten, Singles und Familien wird allerdings auch der Wohnraum innerhalb des Stadtgebiets immer knapper. Das gilt nicht nur für Wohnungen in beliebten Gegenden, fast alle Stadtgebiete sind mittlerweile davon betroffen. Besonders bezahlbarer Wohnraum wird zunehmend zur Mangelware und zu einem Problem für Mieter mit kleinerem Geldbeutel. Mittlerweile wurde das auch von der Politik erkannt, es sollen daher weitere Fördergelder in den sozialen Wohnungsbau fließen.


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