Untertitel: Das Feuerzeug Es liegt ganz oben im Regal, damit Louisa es nicht erreichen kann. Jeden Abend nehme ich es in die Hand. Ich brauche es, denn es erhellt mein Leben. Wenn Louisa schläft und ich abends allein in meiner Wohnung sitze, zünde ich mir damit eine ...

[mehr]

Gestern habe ich mir von meinem Freund Gerhard Golze ein Cabrio geholt. Erstmal geliehen, doch ich werde es wahrscheinlich leasen. Gerhard ist Chef eines Autohauses und meint, der Fahrtwind hätte etwas vom Wind auf See. Mit ganz viel Fantasie... Was es mir aber auf ...

[mehr]

Das Frühstück. Das Frühstück also. Ich fühle, es ist an der Zeit, einen Beitrag über das Frühstück zu schreiben. Also, das Frühstück. Das Frühstück ist eine wichtige Angelegenheit. Es ist meistens früh einzunehmen und dann auch möglichst in Stücken... Wer schafft auch ...

[mehr]

Eigentlich sollte der heutige Eintrag der gestrige sein und der gestrige Eintrag war gar nicht geplant. Manchmal beginne ich mit einem Thema und dann machen sich meine Finger auf der Tastatur selbstständig. Normalerweise werden das dann die besten Texte und es sind ...

[mehr]

In viereinhalb Monaten auf einem Schiff mehrt sich das Wissen um die geheimen Verwicklungen zwischen der Crew, um Liebschaften und Feindschaften, um Intrigen und Verrat, Heldentum und Hinterlist... Doch ich werde in diesem Jahr noch einmal auf dem Schiff sein und ...

[mehr]

Die meisten Menschen haben Pläne. Sie wissen heute schon genau, was sie nächste Woche tun werden, im Sommer, zu Silvester. Sie wissen, sie werden noch das Studium beenden, danach heiraten und ein Kind bekommen. Sie wissen, noch zwei Jahre müssen sie den ...

[mehr]

Eigentlich bin ich doch ziemlich cool, oder? Dafür, dass ein Traum vorbei ist, gehe ich sehr robust durch den Tag. Wie früher mit raschem Schritt, fliegendem Haar und wehendem Mantel. Kundentermine, Konferenzen, neue Projekte, Computerarbeit nachts und Wachhalten mit ...

[mehr]

Letzter Hafen vor dem Ende der Weltreise, letztes Land, letzter Ausflug. Louisa und ich entschieden uns für einen gemütlichen Stadtbummel zu zweit. Meine 6-Jährige Tochter und ich wollten noch einmal Hand in Hand ein neues Land erkunden. Staunen, entdecken, uns ...

[mehr]

Wer durch den Suez-Kanal fährt, braucht Geduld und starke Nerven. Besonders, wenn er zur Besatzung gehört. Denn wie man seine größte Einnahmequelle ausreizt, weiß die ägyptische Regierung. Eine Durchfahrt durch den Kanal kostet die MS Amadea 160.000 Euro. Und wehe, wir ...

[mehr]

Noch vier Einträge und der Blog ist zu Ende. Es war eine schöne, eine spannende und unterhaltsame Zeit. Besonders hat der Blog von euren Kommentaren gelebt. Deshalb möchte ich mich bei euch bedanken... Ich lade alle Kommentatoren und auch die stillen Mitleser ein, die ...

[mehr]

Na, wartet ihr schon auf ein Lebenszeichen von mir? Hier ist es: Ich lebe. Unser Amadea - Besuch war am Donnerstag und ich habe bis heute, Sonntag, gebraucht, um den Tag zu verarbeiten. Es war weder schlimm, noch toll, nicht dramatisch, für mich nicht traurig, nicht ...

[mehr]

Mir ist ganz schön mulmig. Gerade bin ich dabei, den Koffer für Hamburg und Bremerhaven zu packen. Bremerhaven, Amadea, Schiff - alles klar? Am Donnerstag werden wir wieder da sein, am Dreh- und Angelpunkt dieses Blogs... Das hätte ich vor drei Wochen nicht gedacht, ...

[mehr]

Langsam aber sicher fuhren wir dem Ende unserer Weltreise entgegen. Zwar hatten wir noch ein paar Seetage dazwischen, aber effektiv lagen zwischen uns und der Heimreise noch zwei Häfen. Der Enthusiasmus für Landgänge und fremde Länder hielt sich inzwischen in Grenzen, ...

[mehr]

Schon oft habe ich euch geschrieben, wie befriedigend es auf dem Schiff für mich war, Menschen mit ähnlichen Ideale, Träumen und Zielen zu treffen. Besonders hat mich auch die Art fasziniert, den Job nicht nur als Broterwerb, sonder als Verwirklichung und Berufung zu ...

[mehr]

Es gibt Länder, mit denen kann ich mich nicht anfreunden. Zwar musste ich auf dieser Weltreise schon Meinungen revidieren und Vorurteile ablegen. Aber mit der nächsten Station der "MS Amadea" - dem Jemen - würde ich nie warm werden... "Geh nach ...

[mehr]

Auf unserer Weltreise hatten wir schon viele Inseln und Orte besucht, die wie Musik klangen. Aber Salalah mit unterschiedlicher Betonung und Tempi gesprochen oder gesungen, machte Louisa und mir viel Spaß. Die "MS Amadea" hatte im Hafen von Salalah, wieder im ...

[mehr]

Das Ziel eines jeden Kreuzfahrers ist es, einmal neben dem Kapitän am großen Galatisch zu sitzen. Fragt mich nicht, warum. Es ist so! Die alten Damen stecken dann ihre Diademe auf, die Herren polieren die Manschettenknöpfe und die Bordfotografen haben an diesem Abend ...

[mehr]

Wir trafen Hilde im Hafen von Abu Dhabi. Hilde lebte seit ihrer Hochzeit vor 40 Jahren in der "Gartenstadt am Golf". Sie hatte einen Araber geheiratet, hatte zwei Kinder von ihm bekommen und hatte nach der Hochzeit keine Wahl mehr gehabt... Weder den Wohnort ...

[mehr]

Nein, gerade fit bin ich nicht. Nachdem es mir nach dem Ende unserer Weltreise vor zwei Wochen seelisch nicht besonders gut ging, bin ich nun körperlich schlapp. Da hat mich doch eine kleine Erkältung, die Louisa vom Kindergarten mit nach Hause gebracht hat, wirklich ...

[mehr]

Es war wie bei den Menschen - manche der Pferde waren stolz und hoben arrogant den Kopf, andere gingen scheu einen Schritt zurück, wenn man sich ihnen näherte, andere schnaubten vor Entrüstung oder warfen ihren Mähnen selbstbewusst zurück, einige wirkten geheimnisvoll ...

[mehr]

Die Sicherheitsbeamten stoppten unser Auto schon vor der Einfahrt. "Sie können hier nicht weiter", hieß es streng. Der Mann blickte in unseren kleinen Bus und musterte die sieben Leute vom Schiff. Hoteldirektor Rainer gab mir einen Zettel nach vorn und ich ...

[mehr]

Coole Loungemusik tönte aus den Boxen des gelben Porsche. Ich streckte die Hände nach oben und jubelte dem Leben zu. War das toll! Helmut Meckelburg, General Manager vom Taj Palace Hotel in Dubai, chauffierte mich durch eine der dynamischsten Städte dieser Welt. Eine ...

[mehr]

Es war die erste Nacht seit vier Monaten, die wir nicht auf dem Schiff schlafen sollten. Ich hatte eine Einladung von Helmut Meckelburg, einem Deutschen, der seit zwei Jahren in Dubai arbeitete. Wer konnte uns besser diese Stadt zeigen als "einer von uns", ...

[mehr]

Manchmal kann ich nicht schreiben. Ich weiß, was auf dem Plan steht, aber es geht nichts. In meiner Arbeit als Chefredakteurin und auch früher als Redakteurin bin und war ich natürlich Profi. Was fertig werden muss, wird rasch recherchiert und geschrieben. Aber dieser ...

[mehr]

Ich fand sie sexy. Nein, es gab keinen anderen Ausdruck. Diese dunklen Typen mit ihren weißen Gewändern und weißen Kopfbedeckungen, mit ihrer stolzen Haltung, den schwarzen Augen und dem durchdringenden Blick fand ich extrem männlich und attraktiv. Die ersten ...

[mehr]

Porbandar ist ein kleiner Ort an der Westküste Indiens gelegen und nur selten fährt ein Kreuzfahrtschiff dort hin. Die "Amadea" war da auf ihrem Weg zwischen Mumbai (Bombay) und Muscat... Der Blick vom Schiff ließ meine alten Indien - Erfahrungen wieder ...

[mehr]

Während der ganzen Weltreise habe ich mich gefragt, wie es mir wohl danach gehen würde. Ich tippte auf traurig, wehmütig und sentimental oder euphorisch, glücklich und zufrieden. Nun, die Lösung ist: Durcheinander, unkonzentriert und auf eine bestimmte Art verloren... ...

[mehr]

Sie winkten mit ihren großen Panamahüten. Louisa und ich saßen schon im Doppelstockbus ganz vorn. Ich deutete auf meine Uhr, malte mit dem Zeigefinger schnelle Kreise darauf und hob theatralisch die Schultern. Wo war sie hin - die Zeit? Ilona und Rainer Wälde hoben ...

[mehr]

Was soll ich sagen? I have survived. Der Mensch ist zu erstaunlichen Leistungen fähig, wenn ihm keine andere Wahl bleibt. Wir mussten unsere MS Amadea verlassen. Unsere Zeit war abgelaufen, die Weltreise zu Ende. Den Abschiedsmorgen erlebten wir in einer hochtourigen, ...

[mehr]

Ich muss in ein paar Stunden mal eben nach Hause fahren. Mal gerade meine Weltreise beenden. Einen kurzen Lebensabschnitt abschließen. Ein Schiff, dass viereinhalb Monate mein Heim war, verlassen. Aus dem täglichen Zusammensein mit netten Menschen in unsere kleine ...

[mehr]

Ich habe einen Blick in die Zukunft erhascht. Eigentlich wollte ich nur Christian und Dwayne, die sich mit Freunden treffen wollten, eine DVD zurück bringen. Davon abgesehen, dass sich in der Atlantik-Lounge zur selben Zeit fünf verschiedene Christians der Amadea ...

[mehr]

Wenn man mich nach dem fragt, was für mich das Beste an Bord der Amadea ist, dann antworte ich: Neben den Balkons ist es das Essen... Hummer auf dem Poolgrill, Langusten frisch aus dem Pazifik, Sushi - Buffets mit lebenden Krabben als Dekoration, King Grabs auf ...

[mehr]

Meine Erfahrungen von einem Indienbesuch vor acht Jahren waren schrecklich. Indien war das einzige Land, das ich garantiert nie wieder betreten wollte. Aber es kommt immer anders... Das Bild aus meiner Erinnerung: Waten durch zentimeterhohen Schlamm, der den Geruch ...

[mehr]

Diese Geschichte ist eine Geschichte, die nicht fließend erzählt werden kann, weil sie sehr zäh begann, sich stellenweise gut bewegte, dann wieder durch herein geworfene Brocken gestaut wurde und durch Widerstände hin und wieder ziemliche Stromschnellen und Strudel ...

[mehr]

Wenn man so wie ich ein aufmerksamer Beobachter auf einem Kreuzfahrtschiff ist, muss man sich manchmal schon das Lachen verkneifen. Besonders schwierig ist es, ernst zu bleiben, wenn man einen Gleichgesinnten gegenüber hat, dessen Blick genau verrät, wie ähnlich ...

[mehr]

Sie kennen meine Tochter erst vom Aufnahmegespräch im November und mich als die, die ohne die blauen Plasik-Schuh-Überzieher-Tüten in ihrer sauberen Schule herumgelaufen ist. Sie haben eine schöne Schule. Eine wirklich schöne Schule. Man spürt gleich diesen besonderen ...

[mehr]

"Die Stimme des Meeres ist wie ein Ruf, ein gewaltiger Schrei. Das Meer schrie und schrie. Es rief mir zu: Hast du Stroh im Kopf? Das Leben ist gewaltig. Kannst du das nicht begreifen? Gewaltig! Das hatte ich noch niemals bedacht. In meinem Kopf gab es eine ...

[mehr]

"Es war der glücklichste Moment meines Lebens. All diese Menschen voller Hoffnung. Das voneinander Abschiednehmen, die Schiffssirene und dann setzte sich diese schwimmende Welt in Bewegung. Es war wie eine Party, ein grandioses Fest. Alles für mich"... Seit ...

[mehr]

Zum Glück habe ich mich mit dem Reiseleiter, dessen Namen ich nicht nennen soll, wieder vertragen. Ich kann es nicht aushalten, wenn zwischen mir und Menschen, die ich mag, so ein grummeliges Verhältnis herrscht. Bei den anderen, die mir nicht so nahe stehen, stört es ...

[mehr]

Erst rubbelte sie meinen Kopf, dann massierte sie mit sanften Kreisen über dem Nacken und zum Schluss bearbeitete sie die Stelle in der Mitte oberhalb der Stirn. Kaum spürbar verringerte sie den Druck, weniger, noch weniger, noch... Schwupp war ich in einer anderen ...

[mehr]

Es ist unglaublich, wie sich Dinge mit einem gewissen Abstand relativieren. Habe ich früher keine Zeile ungelesen in die Druckerei gehen lassen, kenne ich von den aktuellen Ausgaben meiner Zeitschriften Disy nur den Plan, den ich vor meine Abreise geschrieben habe, die ...

[mehr]

Als ich vor zwei Jahren die "MS Astor" verlassen musste, weil unsere erste Weltreise vorbei war, habe ich vorher drei Tage und hinterher drei Wochen geheult. Ich hatte befürchtet, nie wieder eine so intensive und schöne Zeit erleben zu dürfen, das Schiff nie ...

[mehr]

Für mich war es immer schon etwas gruselig, durch die Straße von Malakka zu fahren, die zwischen Malaysia und Sumatra verläuft. Die Wasserstraße ist berüchtigt für modernen Piraten... Meine Recherchen für einen Artikel über moderne Piraten haben ergeben, dass jährlich ...

[mehr]

Unsere Weltreise hatte ab Singapur nicht nur deshalb einen anderen Charakter, weil unsere Freunde ausgestiegen waren. Wir kamen auch in eine Gegend, die wir schon kannten und es erwarteten uns bis zu unserer Endstation in Venedig viele Landtage. Das bedeutete weniger ...

[mehr]

Es gibt Traditionen, die breche ich nie. Es ist schön, Gewohnheiten zu haben, die einem einen gewissen Rahmen geben. Besonders auf Reisen. So gehe ich zum Beispiel bei jedem Besuch in Singapur ins Raffles Hotel auf einen Singapur Sling. Nur dieses Mal nicht... Geplant ...

[mehr]

Welch ein Frevel, auf einer Weltreise einfach ein Land auszulassen. Man ist in Vietnam und geht nicht von Bord? Unmöglich! Aber bei der Vielzahl von Eindrücken und Erlebnissen und dem Pensum an selbst auferlegter Arbeit war diese Pause eine Art ...

[mehr]

Ich liebe die Amadea und ich habe oft betont, wie gern ich die Menschen an Bord mag (auch JJ). Auch mag ich es, dass man - außer in der Kabine - nie allein ist. Das ist besser als einsam zu Hause oder gelangweilt irgendwo. Ich unterhalte mich gern, lerne gern Menschen ...

[mehr]

Es sind noch 18 Tage bis unsere Weltreise zu Ende ist und auf subtile Weise kommt der Stress zurück. Es ist wie vor einer Abfahrt aus dem Hafen. Schon 45 Minuten vor der offiziellen Auslaufzeit werden die Maschinen angeworfen, um zum Start hochtourig genug zu laufen. ...

[mehr]

Frauen und Seefahrt gehören eigentlich nicht zusammen, dachte ich früher. Frauen als Chefs auf See haben gleich gar keine Chance, dachte ich auch. Aber an Bord der "MS Amadea" habe ich viele tolle Frauen in "Machtpositionen" kennen lernen ...

[mehr]

Der Streit um die wichtigste Funktion an Bord eines Schiffes ist bekannt. Der Kapitän? Klar, er ist der Chef. Der Kreuzfahrtleiter, logisch, der hat das Sagen. Der Hotelmanager, natürlich, der ist wichtig. Der Küchenchef, ja, alle brauchen etwas zu essen. Aber alle die ...

[mehr]

Ha, da werden sicher einige wild spekulieren bei dieser Überschrift. Was wird sie da schreiben? Sie wird doch nicht...? Oder wird sie doch...? Eine Liebeserklärung im Internet? Eigentlich bin ich überaus sparsam mit den Worten Ich liebe dich. Meine Tochter hört sie ...

[mehr]

Es ist eine jener warmen Nächte, wo die Luft so sanft ist, dass sie einen einhüllt, liebevoll tröstet und beruhigt. Heute werden die Uhren eine und eine halbe Stunde zurück gestellt, die Nacht ist also 90 Minuten länger und die Crew nutzt das für eine Crewparty. Die ...

[mehr]

Happy Birthday to you" sangen mehr als 400 Passagiere in der Atlantik-Lounge. Graham Bonney war anlässlich das Jubiläums als Ehrengast eingeflogen wurden und heizte die Stimmung auf dem Schiff mit Oldies wie "Hey Little Lady", "Du bist viel zu ...

[mehr]

Der Fahrstuhl öffnet sich und entlässt uns in einen großen und schicken Einkaufstempel im Industrie-Design-Stil. Hier im 101 - Shoppingcenter in Taipeh haben die bekanntesten Marken und Designer der Welt ihre "almost-not-from-earth" - Shops. Trendig, ...

[mehr]

Schon immer war ich ein Freund der Superlative und deshalb ist es selbstverständlich, dass nach der schnellsten Bahn der Welt, dem größten Bauwerk der Menschheitsgeschichte und dem größten Fischmarkt aller Länder, das höchste Gebäude unserer Erde für mich ein weiterer ...

[mehr]

Als Weltreisender bleibt es nicht aus, dass man manchmal etwas verwirrt "rüber kommt". An multinationalen Plätzen wie Shoppingcentern oder Cafés ist es fast schon normal, zu fragen: "In welchem Land sind wir gerade?" Schwierig wird es dann, wenn ...

[mehr]

Es war ein aufregendes Kribbeln im Bauch: 380, 400 , 415 - der Wagen zitterte und schlingerte. Die Passagiere starrten gebannt auf die Geschwindigkeitsanzeige. 420 , 425, 430 - bei 431 km/h blieb die Anzeige konstant. Ein irres Gefühl, im Zug mit 431 km/h durch China ...

[mehr]

Okay, es sind jetzt fünf Tage seit Singapur. Laut Prognosen der erfahrenen Crewmitglieder müsste schon seit zwei Tagen die Schiffswelt nach dem Weggang unserer Freunde so sein wie immer. Ist sie aber nicht… Es ist alles anders. Neue Passagiere, klar. Aber auch neue ...

[mehr]

Es gibt Menschen, die machen einen Job wegen des Geldes. Es gibt Menschen, die machen einen Job aus Prestigegründen oder wegen der Aufstiegschancen. Und dann gibt es jene Menschen, die ihre Leidenschaft und ihre Liebe in eine Tätigkeit legen, die ihren Job leben...  ...

[mehr]

Nein, man kann die Große Mauer nicht vom Mond aus sehen. Dafür ist sie einfach zu dünn. Aber wir, wir standen direkt davor. Wir konnten sie anfassen, darüber streichen, fühlen, auf ihr herum laufen, steile Abschnitte nach oben schnaufen, vorsichtig auf der anderen ...

[mehr]

Einmal sehen ist besser als hundertmal hören, heißt ein chinesisches Sprichwort. Genauso ist es uns an vielen Punkten auf dieser Weltreise gegangen, doch auf keine Sache hat der Spruch so gut gepasst, wie auf die Große Mauer, das größte Bauwerk der ...

[mehr]

Ein schöner Flügel. Weiß. Yamaha. Mit Tasten, die auf leichten Druck reagieren. Saubere und klare Töne. Ich spiele leise und sehe in der Morgendämmerung durch die Panoramafenster der Vista - Lounge auf Deck 10 bereits die Lichter von Singapur. Ein rhythmisches ...

[mehr]

Jeder hat seine Musik. Der eine mag die Band, der andere den Sänger - meine Musik ist anders. Heute hat mich ein Passagier angesprochen, als ich an der Reling auf Deck 8 stand und scheinbar verträumt die Wellen betrachtete. Hätte ich ihm meine Kopfhörer gegeben, hätte ...

[mehr]

Er schaute mir in die Augen. Durchdringend, interessiert zwar, aber auch eine Spur aggressiv. Ihm wollte ich nicht im Dunkel begegnen. Der Wächter des Palastes in Seoul stand so grimmig am Eingang, dass selbst wir Touristen eingeschüchtert waren, obwohl wir weder ...

[mehr]

Noch nicht Seoul. Gebt mir noch einen Tag Zeit, mich zu fangen. Seoul kommt morgen. Heute? Tja. Würde ich Party sagen, würde es wieder alle Kritiker auf den Plan rufen. Was sage ich dann? Eigenartige Dinge an Bord. Overwhelming - kennt ihr das Wort... Endlich ein ...

[mehr]

Ich hänge. Hinterher. Eigentlich ist heute Seoul dran. Besser gesagt, wäre gestern schon Seoul dran gewesen. Weil: Unsere Station nach Pusan in Korea war die Hauptstadt des Landes. Also muss mein Bericht von Seoul handeln. Handelt er aber nicht... Weil ich hinterher ...

[mehr]

Wow, was für eine Endgültigkeit liegt in diesen Worten. Ich habe sie heute Abend gesagt: "Wisst ihr eigentlich, dass wir wahrscheinlich niemals wieder so zusammensitzen werden wie heute?" Wer die Situation hier nicht kennt, die betreffenden Menschen, das ...

[mehr]

Mein roommate in meiner Bostoner Zeit war Koreanerin. Jian schlief immer komplett angekleidet, roch streng und so wie sie roch unser Zimmer. Sie ging acht Uhr abends schlafen und sah den Leuten nie in die Augen, mit denen sie sprach. Am Anfang mochte ich sie gar nicht. ...

[mehr]

Mir war übel. Richtig schlecht. Langsam und mit gesenktem Blick schlich ich über die Steinplatten im Friedenspark in Hiroshima. Über diesem Platz war die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte explodiert, die zu Kriegszwecken eingesetzt wurde. Mehr als 200.000 ...

[mehr]

Eigentlich würde ich mich als eine intelligente Frau bezeichnen. Aber die Dinge auf diesem Schiff erschließen sich mir auch nach nunmehr 12 Wochen noch nicht wirklich. Ich habe Einblick in alles? Von wegen... Ehrlich gesagt dachte ich schon öfter, jetzt kenne ich ...

[mehr]

"Das macht Spaß", rief Louisa und beschleunigte. Rechts, links, schneller. Hand in Hand fuhr ich mit meiner Tochter Schlittschuh - mit großen Pantoffeln auf dem glatten Parkett im Nijo-Schloss in Kyoto... Es war ein herrliches Schloss, das wir von Osaka aus ...

[mehr]

Wenn es einen Satz gibt, den ich nicht mehr hören kann, dann ist es: "Es kommen ja wieder neue..." Das ist der coole Spruch der bleibenden Passagiere, der Crewmitglieder, das sagen sogar die aussteigenden Freunde selbst, wegen denen man traurig ist. Ich will ...

[mehr]

Die Städte können nichts dafür, dass sie in meiner Erinnerung immer einen melancholischen Touch behalten werden: Buenos Aires, Valparaiso, Singapur und Osaka... Es sind die Orte, die auf unserer Weltreise Etappenziele sind, wo Passagiere und Crew aus- und andere ...

[mehr]

"Ist der Kaiser echt, der dort wohnt?", staunte Louisa mit Blick auf den Kokyo, den Wohnsitz des japanischen Kaisers und seiner Familie. Echt schon, Chef des Landes nur bedingt. "Er repräsentiert ähnlich wie die Queen von England", erklärte uns ...

[mehr]

Frierend und mit müden Gesichtern trafen sich nachts um 4.30 Uhr zwölf Verrückte zum Morgenkaffee im Restaurant Vier Jahreszeiten auf der Amadea. Los geht´s, forderte Chefkoch Rupert Kien die müde Truppe zum Aufbruch auf. Aufbruch in ein neues Abenteuer. Ziel: Der ...

[mehr]

Die Maschine vor uns musste etwas mit Fahrkarten zu tun haben. Eigenartige Knöpfe, Schlitze und Schriftzeichen deuteten darauf hin. Trotz einer sonst schnellen Auffassungsgabe, wirkte ich hier auf der U-Bahnstation in Yokohama wie eine Außerirdische, die das erste Mal ...

[mehr]

Okay, ich oute mich. Ich bin ein VIP. Ich bin "sehr besonders" und "eine Person". Ich bin auf der "MS Amadea" genauso ein VIP, wie in meinem sonstigen Leben, auf Arbeit, im Urlaub, in meiner Wohnung, in meiner Badewanne... Es ist meine ...

[mehr]

Unsere erste Begegnung mit Japan war die Insel Iwo-Jima. Zwar durften wir auch hier nicht an Land gehen, aber das japanische Militär erlaubte uns zumindest, die Insel einmal zu umrunden. Iwo-Jima, bekannt als Kriegsschauplatz aus dem Zweiten Weltkrieg, ist heute ...

[mehr]

Es war ganz still im Japanischen Zimmer auf der "MS Amadea". Eine Gruppe von rund zwanzig Passagieren saß ruhig im Kreis. Jeder hatte seine Hände auf die Augen gelegt. Im Hintergrund spielte leise Musik. Es war Reiki-Zeit auf dem Kreuzfahrtschiff...  ...

[mehr]

Eines Abends wurde ein Brief unter unserer Tür durchgeschoben: Einladung zum Dinner anläßlich der Halbzeit der Weltreise. Wie Halbzeit? Sollte das bedeuten, wir sind schon mehr als zwei Monate auf dem Schiff und die MS Amadea hat schon die halbe Welt umrundet? Sollte ...

[mehr]

Die Insel Saipan, die auch noch zu Mikronesien gehört, war eine gute Alternative zu Guam. Ursprünglich als Ein-Tages-Ausflug geplant, gab es das bei Crew und Passagieren gleichermaßen beliebte Overnight. Also zwei Tage mit einer Übernachtung. Wir nutzten es nachts - ...

[mehr]

Sie wollten uns nicht. Und offensichtlich haben sie das Recht, uns nicht zu wollen. "Welcome to Guam?" Von wegen. Amerikanische Gastfreundschaft sieht anders aus. Über Bordlautsprecher kündigte Kreuzfahrtdirektor Christian Adlmaier am Morgen vor Guam eine ...

[mehr]
56. Beitrag: "Die Sonne geht auch morgen unter" (3. März 2007)

Euphorisch rief ich mein Kind auf den Balkon unserer Juniorsuite 132 auf Deck 10 der "MS Amadea". Louisas kleines Gesicht schob sich durch die Tür. "Komm raus und sieh wie schön die Sonne aussieht." Ich winkte ihr. "Die Sonne geht auch morgen ...

[mehr]
55. Beitrag: "Die kleinste Republik der Welt" (2. März 2007)

Es ist nicht alles klein in Mikronesien - die Palmen sind hoch, die Herzlichkeit der Menschen ist überdimensional und die militärisch strategische Lage spielte und spielt eine große Rolle. Wir besuchten Mikronesien auf unserer Tour durch den Pazifik Richtung Japan... ...

[mehr]

Chuuk, Pohnpei, Nauru. Schon mal gehört? Eben... Wir hatten jetzt eine Strecke vor uns, auf der wir viele Einträge auf unserer besonderen Liste verzeichnen konnten. Nicht die Liste, wo wir noch nie gewesen waren. Auch nicht die, wo man nie hinkommt. Unsere Liste war ...

[mehr]
53. Beitrag: "Milas Traum" (27. Februar 2007)

"Das ist der besondere Gast des Premierministers", erklärte Mila mit Nachdruck. Im Robert Louis Stevenson Museum machte sich Aufregung breit. Die jungen Männer verbeugten sich, eine Frau rannte weg, um den Chef zu holen und die anderen staunten mit großen ...

[mehr]
52. Beitrag: "Der Deputy Premierminister und ich" (26. Februar 2007)

Die Geschichte war verrückter als sie sich ein abgedrehter Autor hätte ausdenken können. Schon mal was von Pretty Woman gehört? Ich habe es erlebt, nur dass der Mann kein Prinz war, sondern der Deputy Prime Minister von Samoa... Der Tag begann nicht gut. Louisa war ...

[mehr]
51. Beitrag: "Pappardella und Wagner" (25.2.07)

Heute ist Gala-Abend anlässlich der Hälfte des vierten Abschnittes unserer Weltreise. Das Motto ist Moulin Rouge. Die Restaurants sind festlich geschmückt, auch die Kellner passend zum Thema gekleidet, die Küche hat ein 9-Gänge-Menü vorbereitet und das ...

[mehr]
50. Beitrag: "Der Schatz der Amadea" (24. Februar 2007)

"Schau mal Mama, so viel Geld", jubelte Louisa und hielt den Umschlag in den Händen. Ein ganzes Bündel Banknoten fiel heraus. Viele bunte Scheine mit vielen Nullen und alles war echt. Da hatte uns einer ein tolles Geschenk gemacht... Der Absender hieß Paul ...

[mehr]
49. Beitrag: "Das Kreuz des Südens" (23. Februar 2007)

Es hat immer noch etwas Faszinierendes für die Menschen - das berühmte Kreuz des Südens. Hoch steht es am Himmel und immer wieder wird es gesucht von den Menschen auf der "MS Amadea". Am Abend gehen die Arme in die Höhe und die Finger tippen gen Himmel. ...

[mehr]
48. Beitrag: "Inseln im Wind" (22. Februar 2007

Erst ist es nur ein zartes Rosa über dem Meer. Dann wird es heller. Ich laufe über Deck 10 zur Spitze des Schiffes. Gerade rechtzeitig, um den ersten Strahl der Sonne über den Bergen von Moorea sehen zu können. Wie der Arm der Freiheitsstatue streckt er sich in den ...

[mehr]
47. Beitrag: "Ein Engel" (20. Februar 2007)

Mit ihrem weißen Kleid stand sie an Deck. Hinter ihr der blaue Himmel und das Meer. Über ihr zarte weiße Wölkchen und der kleine Heiligenschein schwebte scheinbar über ihrem Kopf. Ich wusste es seit dem ersten Blick in ihre Augen vor über sechs Jahren - mein Kind ist ...

[mehr]
46. Beitrag: "Viele nackte Männer" (19. Februar 2007)

Momentan ist es auf dem Schiff schwierig, eine freie Minute zu finden. Für alle Landraten, die immer noch denken, eine Kreuzfahrt sei langweilig: Ihr irrt gewaltig... Neben den vielen Häfen und Orten, die man besucht und den tollen Menschen, die man trifft, hat man ...

[mehr]
45. Beitrag: "Wie man einen Tag überspringt" (18. Februar 2007)

Eigentlich hat Korbinian Arendt am 18. Februar Geburtstag. Aber in diesem Jahr fällt der Ehrentag für ihn aus. Weil die "MS Amadea" schneller ist als die Zeit. Nein. Im Ernst: Weil wir bei unserer Reise um die Welt die Datumsgrenze überschritten haben und wir ...

[mehr]

Die Sache mit den Umzügen an Bord hat nun wirklich schon etwas von Loriots Sketchen oder von "Versteckter Kamera". Liebe Leute, ihr müsst unbedingt alle auf dieses Schiff kommen, es ist traumhaft. Ihr müsst unbedingt wenigstens einmal im Leben eine Weltreise ...

[mehr]
43. Beitrag: "Alte Bekannte" (16. Februar 2007)

Sie ist kleiner, älter und genauso weiß - die "TS Maxim Gorki", das Schwesternschiff der "MS Amadea". Im Hafen von Papeete auf Tahiti lagen die beiden Schiffe direkt nebeneinander. Es war ein imposanter Anblick und Passagiere und Crew konnten sich ...

[mehr]
42. Beitrag: "Gottesdienst auf Tahiti" (15. Februar 2007)

Leise und warm wehte der Wind durch die Kirche. Es war, als streichelte er mich, tröstete mich und trotzdem hinterließ er eine leichte Gänsehaut auf meinen Armen. In der Luft lag der süße Geruch von Hibiskusblüten. Die Sonne schien gedämpft durch die bunten ...

[mehr]
41. Beitrag: "Bora Bora: Champagner im Regen" (14. Februar 2007)

Sie gilt als eine der schönsten Inseln der Welt. Zwei Mal war ich auf Bora Bora und wieder muss ich feststellen, nicht der Ort ist, was den Eindruck und die Erinnerung bestimmt - es sind die Menschen, das Wetter und die Länge der Party, die man in der Nacht vor dem ...

[mehr]
40. Beitrag: "Gefährliche Korallen und verhängnisvolle Partys" (13. Februar 2007)

Würde es unser Kapitän schaffen? Die Passagiere standen gespannt an der Spitze der "MS Amadea" und verfolgten das Manöver. Wir hatten tagsüber vor Rangiroa auf Reede gelegen. Die Insel lag im größten Binnenmeer der Welt innerhalb eines Korallenringes. Nur ...

[mehr]
39. Beitrag: "Strandparty in der Südsee" (12. Februar 2007)

Diese Weltreise hatte schon viele Superlativen. Immer wieder denke ich, besser kann es nicht werden. Und immer wieder gibt es noch eine Steigerung. Dieses Mal: Eine Strandparty auf einer kleinen Südseeinsel - Fakarawa. Endlich hatte die Südsee meine Farben. Der Himmel ...

[mehr]
38. Beitrag: "Was soll ich lernen?" (9. Februar 2007)

Ich bin mir sicher, dass Menschen aus einem bestimmten Grund auf einem Schiff sind. Hier, mitten auf dem Ozean, kreuzen sich plötzlich Lebenslinien der unterschiedlichsten Personen und laufen eine Weile parallel. "Alles was du erlebst, jeden den du triffst - alles ...

[mehr]
37. Beitrag: "Die Meuterer der Bounty" (7. Februar 2007)

Schon von weitem sahen wir die 4,5 qkm große Insel und näherten uns langsam. Das Wetter war in den letzten Tagen sehr unterschiedlich gewesen. Sonne und Regen, blauer Himmel und Gewitter, düstere Wolken am Abend und dann wieder ein leichter, rosa Morgen. Harter Tobak ...

[mehr]

Lieben Freunden gibt man nicht nur die berühmten Küßchen, man kann ihnen auch Grüße von den schönsten Plätzen der Welt senden. Wir wollen uns für eure rege Teilnahme an den Diskussionen, eure lieben und kritischen Kommentare und dafür bedanken, dass ihr so oft - viele ...

[mehr]
35. Beitrag: "Er wartete auf der Osterinsel" (5. Februar 2007)

Er stand am Strand. Sein langes Haar wehte im Wind und sein Blick war ruhig und freundlich. Katipare hatte auf uns gewartet. Er konnte nicht wissen, dass wir kommen. Seit zwei Jahren hatte er nichts von uns gehört. Aber er wartete an der Stelle, an der er uns vor zwei ...

[mehr]

Gäbe es eine Hitliste der Fragen, die mir auf dem Schiff am meisten gestellt werden, stünden die zum Thema "Männer" ganz oben. "Wo ist denn Ihr Mann?" interessiert die Leute als erstes. "Wie, Sie haben keinen?", kommt als nächstes. Aber ...

[mehr]
33. Beitrag: "Leben auf der Sonnenseite (3. Februar 2007)

Menschen, die auf einem Schiff arbeiten, sind besonders. Sie haben Freunde auf der ganzen Welt und eine gewisse Leichtigkeit, obwohl sie hart arbeiten. Sie tragen mehr Verantwortung als Personen in der gleichen Funktion an Land und sie brauchen einen starken Charakter, ...

[mehr]
32. Beitrag: "Vielen Dank für alles, Mama" (2. Februar 2007)

Es war ein warmer Abend irgendwo zwischen der Robinson Crusoe Insel und der Osterinsel. Meine Freunde warteten an der Jupiter Bar auf mich draußen am Pool. "Geh ruhig, Mama. Ich schlafe", sagte meine Tochter in der Kabine. Ich küsste sie: "Danke, Schatz. ...

[mehr]
31. Beitrag: "Wo Robinson Crusoe lebte" (1. Februar 2007)

"Mama, wie heißt der, der hier gelebt hat?" Auf dem Weg im Tenderboot zum Land erinnert sich Louisa an die Geschichte der Insel. "Robin Hood?" Ich schüttle den Kopf. "Robinson Krause?" Die anderen im Boot lachen. "Crusoe, Schatz. ...

[mehr]
30. Beitrag: "Promis, die man so trifft" (31. Januar 2007)

Wenn man so wie wir gern mit Schiffen verreist, trifft man interessante Leute. Auch viele Prominente sind uns dabei über den Weg gelaufen. Schnell vergisst man die Unterschiede und wird Freund mit Sängern, Schauspielern und Politikern. Man verbringt seinen Urlaub ...

[mehr]
29. Beitrag: "Mein größtes Glück" (30. Januar 2007)

Mein größtes Glück ist, dass ich schreiben kann. Das Glück, den Moment festzuhalten, Erlebtes zu verarbeiten und andere daran teilhaben zu lassen. Es ist ein Stück Kampf gegen die Vergänglichkeit. Eine Dokumentation des Lebens. Ein bleibender Beweis dessen, dass ich da ...

[mehr]
28. Beitrag: "Te gusta Chile?" (29. Januar 2007)

"Te gusta Chile?", fragt die Frau im klapperigen Wagon auf dem Weg zum oberen Teil der Altstadt von Valparaiso. Klar gefällt uns Chile. Das Land ist doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur 15 Millionen Einwohner. Nachdem wir schon den kalten Süden von ...

[mehr]
27. Beitrag: "Achterbahn der Gefühle" (27. Januar 2007)

Schon bei der letzten Weltreise hatte der alte Seemann und Sänger Hein Mück zu mir gesagt: "Anja, du bist zu weich für die Seefahrt." Kaum einer würde mich zu Hause mit dem Attribut "weich" beschreiben. Aber Hein hatte Recht. Gerade vier Wochen auf ...

[mehr]
26. Beitrag: "Am Ende der Welt" (26. Januar 2007)

In Nebel gehüllte Berge mit Schnee auf den Gipfeln, steile Felswände, kreisende Raubvögel, ein windigfeuchtes Klima und ein sumpfig, modernder Geisterwald mit Bäumen so alt wie die Zeit - so sieht es aus, das Ende der Welt. Die südlichste Straße der Erde hört einfach ...

[mehr]
25. Beitrag: "Alle Schotten dicht! Gefangen im Sturm" (24. Januar 2007)

"Meine Damen und Herren, eine wichtige Durchsage. Achtung, bitte!" Die Stimme des Kreuzfahrtleiters über Lautsprecher klang ernst. Die drei Signaltöne nach der Einleitung machten die Durchsage noch bedrohlicher. "Wie Sie bemerkt haben, bewegt sich die ...

[mehr]
24. Beitrag: "Von Seelöwen, Pinguinen und Walen" (23. Januar 2007)

Träge schleppt sich das Seelöwenweibchen an den Strand. Platsch. Es bleibt im Sand liegen und krümmt keine Flossse mehr. Der große Seelöwe neben ihr hat es nicht leicht. Eine Möwe setzt sich immer wieder auf seinen schweren Körper. Mühsam hebt er den Kopf und beschwert ...

[mehr]
23. Beitrag: "Die Cowboys der Pampa" (22. Januar 2007)

Alfredo ist ein kräftiger Mann. Schwarzes Haar, dunkle Augen, strenger Blick. Er wirft das Schaf auf den Boden und stellt sich mit seinem Fuß auf den Nacken des Tieres. Dumpf blickt es geradeaus. Ein paar Tropfen Öl in die Scher-Maschine und dann nehmen sich Alfredos ...

[mehr]
22. Beitrag: "Der Sturm" (18. Januar 2007)

Diese Überschrift muss sein bei einem Bericht über eine Weltreise auf einem Schiff. Es war schon schlimm, aber noch auszuhalten (Windstärke 8, Seegang 7-8). Aber ich schreibe diese Überschrift lieber jetzt schon, hake das Thema damit ab und hoffe, dass Neptun, ...

[mehr]
21. Beitrag: "Es war Sonntag in Uruguay" (18. Januar 2007)

Verflixt, es war ein Sonntag. Schon als ich die Reise gebucht hatte, freute ich mich auf dieses Geschäft in Montevideo. Vor einem reichlichen Jahr hatte ich dort das schönste Kleid der Welt gekauft. Rot, sexy, einmalig. Dieses Mal wollte ich richtig zuschlagen. Einen ...

[mehr]
20. Beitrag: "Abschied mit Tränen" (17. Januar 2007)

"Nicht weinen, Mama. Sonst muss ich auch anfangen", schluchzte Louisa und umarmte mich. Wir sahen dem Bus hinterher, der mit unserer Freundin Anke und anderen Passagieren zum Flughafen fuhr. Schnell gingen wir die Gangway hinauf, damit keiner unsere Tränen ...

[mehr]
19. Beitrag: "Leidenschaft in Buenos Aires" (16. Januar 2007)

Mit Schwung nahm er mein Knie und zog mich dicht an sich heran. Sein Gesicht war nah an meinem, unsere Nasen berührten sich und er schaute mir tief in die Augen. Er hatte schöne Augen. Solche, die mein anderes Knie auch noch zum Wackeln brachten. Ja, dieser Augenblick ...

[mehr]
18. Beitrag: "45.000 Eier bis Montevideo" (15. Januar 2007)

Als wir beim Frühstück saßen, aßen die Leute Speck und Schinken. Als wir eine Stunde später einen Tisch zum "Mensch ärgere dich nicht" - Spiel einnahmen, aßen die Leute neben uns Obst und Sandwiches. Eine halbe Stunde später, die Band Poseidon spielte zum ...

[mehr]
17. Beitrag: "Barbecue in Paranaguá" (13. Januar 2007)

"Was wollen wir heute machen?", fragte unsere Freundin Anke am Morgen, als die "MS Amadea" in Paranaguá in Südbrasilien angekommen war. "Wir gehen los und schauen, was passieren wird", war meine Antwort wie fast immer. Schon bei unserer ...

[mehr]
16. Beitrag: "Samba, Strände, Sonnenschein" (12. Januar 2007)

Es klang wie das Quietschen einer Tür. Noch einmal zeigte Emilio, wie ich mit dem nassen Tuch über das Instrument streichen sollte. Das Quietschen verwandelte sich in ein klägliches Röhren und die Männer der brasilianischen Band lachten. Wir waren zu Besuch in der ...

[mehr]

"In die Favelas gehe ich nicht mit", erklärte André an unserem nächsten Tag in Rio de Janeiro. Wir hatten gehört, dass man Rocinha, das größte Slumviertel Rios besuchen könnte... "Selbst die Polizei vermeidet es, in diese unübersichtlichen, verwinkelten ...

[mehr]

"Was machen Sie mit unseren Sachen?", rief ich über den Flur... Zwei Kabinen-Stewardessen waren gerade dabei, unsere Utensilien aus dem Bad einzeln auf einen Wagen zu werfen. Louisas Katze Twyla sah mich ängstlich von einem Stapel meiner Bücher an, während ...

[mehr]

Langsam glitt der Fahrstuhl in die 12. Etage des Towers in Rios Nobelviertel Ipanema. Die Türen öffneten sich zum Imperium des angeblich reichsten Mannes Brasiliens. Weltzentrale. Millionenumsätze. Edelsteine. Wir mittendrin... Doch statt rotem Teppich und Goldlüstern ...

[mehr]

"Cidade maravilhosa - wundervolle Stadt", sagen die Brasilianer zu ihrem Rio de Janeiro... Als ich Rio das letzte Mal bei Regen und Wolken erlebte, mochte ich es gar nicht. Aber dieses Mal war alles anders. Dank unserem Kapitän genossen wir zwei Stunden lang ...

[mehr]
11. Beitrag: "Deutsche Männer sind die besten" (4. Januar 2007)

Wir trafen Patricia am Hafen von Salvador de Bahia. Sie war schlank, hatte dunkle Haare und wir verstanden uns sofort. Winnie, der für Juwelier Stern an Bord arbeitet, hatte uns mit der 37-Jährigen Frau bekannt gemacht. Brasilianerin, allein erziehend, in München ...

[mehr]

Wer bei rührenden Hollywood-Filmen weint, der hätte Silvester auf der "MS Amadea" kiloweise Taschentücher gebraucht. Es war so schön! Wie im Film an der Stelle, wo man denkt: "Die übertreiben. So etwas gibt es nicht im wahren Leben." Doch. Wir haben ...

[mehr]

"Uip, uip", ahmt Louisa die weißen Vögel nach, als sie nach dem Aufwachen im Nachthemd auf den Balkon tapst. Ein ganzer Schwarm Möwen begleitet unser Schiff. "Das sind unsere Freunde", meint meine Tochter und freut sich, dass die Tiere uns zum Land ...

[mehr]

Gerade habe ich eine E-mail an eine Freundin geschickt: "Viele Grüße von irgendwo auf dem Atlantik". Ist das nicht wunderbar? Viele Grüße von irgendwo? Auf dem Fernseher in der Kabine haben wir zwar sehr genaue Informationen, Karten und Bilder, aber der ...

[mehr]

Wer sagt, eine Kreuzfahrt sei langweilig, hat noch keine gemacht... Kaum hatten wir einen gewissen Rhythmus an Bord gefunden, wurde der durch einen "Landgang" schon wieder durcheinander gebracht. Ich gebe zu, diese Beschwerde ist ziemlich abstrakt, denn wegen ...

[mehr]

"Mama, wir haben sogar einen Balkon", jubelte Louisa und wirbelte durch die Kabine 865, welche bis Rio de Janeiro unser Domizil sein würde. Danach müssen wir umziehen, leider. Kein Wunder, wenn man sich „last minute“ für eine Weltreise entscheidet und das ...

[mehr]

Es war neblig, als der Flug AB 5480 am 24. Dezember sechs Uhr morgens startete ... Doch das Lichtermeer der Startbahn leuchtete hell und sah aus wie die Weihnachtsdekoration bei Macys in New York: Bunt, üppig, warm und einladend. "Oh", staunte meine Tochter ...

[mehr]

Was nimmt man mit auf eine Weltreise mit einem Schiff, das durch alle Klimazonen und Jahreszeiten fährt... ...wo es Galadinner und schweißtreibende Sportevents gibt, wo man festlich schick an Bord und an Land dezent rustikal gekleidet sein muss, wo man Badeurlaub in ...

[mehr]

"Relativ geht es mir wieder gut", erklärte meine Tochter gestern ihrer Ärztin. Wir lachten über die Wortwahl des Kindes mit seinen sechs Jahren. Außerdem ist es relativ sicher, dass wir in dieser Nacht endlich zu unserer Weltreise starten. Relativ gut sind ...

[mehr]

Scharlach. Es ist Scharlach. Sonst ist mein Kind fast nie krank. Toi, toi, toi. Aber nun vor der Weltreise... Schon am Freitag war sie schlapp, am Sonnabend ging sie freiwillig zum Mittagsschlaf ins Bett, am dritten Advent, unser vorgezogenes Weihnachtsfest, wollte sie ...

[mehr]

Das Schwerste im Leben sind wohl Abschiede und Entscheidungen. Was gibt es Schwereres als eine Entscheidung für einen Abschied? ... Täglich treffen wir hunderte Entscheidungen: Welche Schuhe ziehen wir morgens an, nehmen wir die Bahn oder das Auto, trinken wir eine ...

[mehr]
Chefredakteurin schrieb regelmäßige Weltreise- Kolumne auf www.brigitte.de

Einmal um die Welt, bitte! Anja K. Fließbach (32), Chefredakteurin des Dresdner Frauenmagazins "Disy", fuhr mit ihrer sechsjährigen Tochter Louisa auf der "MS Amadea" in 132 Tagen um die Welt. Am 20. Dezember 2006 hatte die Reise begonnen, über die ...

[mehr]

Aktuell

Star-Auflauf beim „Kempinski Fashion Dinner“ in München
Gutes tun war ganz groß in Mode! Zahlreiche VIPs trafen ...
"Dresdens 75 beste Restaurants" Exklusiv hier: Welche sind es?"
Mein lieber Mann, war das ein Stück Arbeit! Wer denkt, dass ...
Wenn Arbeitnehmer Probleme machen - So kündigen Sie rechtssicher!
Kaum ein Arbeitgeber und Arbeitnehmer dürfte sich wünschen, ...
Nenas Räume
Nena zählt zu den erfolgreichsten Künstlern der deutschen ...

Login

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort ein, um Ihre Daten einzusehen.
Anmelden

Mode

Die schönsten Kleider
Es ist bei uns Brauch nach Galas, Bällen und Walzernächten ...
Karl Lagerfeld: Modeschöpfer mit tausend Gesichtern
Ob Pret-à-porter, Opernkostüme, Parfüm oder Coca Cola ...
Glamouröse Abendkleider: Für jeden Anlass das angemessene Outfit
Es gibt viele Kleider, in die sich Frauen direkt verlieben ...
Selfies!
Von Talbot Runhof Im letzten Urlaub fiel uns mal wieder ...