Metzelder über seine Fußball-Karriere

Fotos: Disy/Alexander Tselmin

Es gibt nur wenige Titel, die Christoph Metzelder während seiner Fußball-Karriere nicht gewann. Vor zwei Jahren hing er endgültig die Stollenschuhe an den Nagel und widmete sich neuen Projekten. Wir trafen Christopher Metzelder während der Gamblers Night in der Gläsernen Manufaktur und baten den ehemaligen Fußballer zu einem kurzen Gespräch. 

 

Zum ersten Mal in Dresden?
Metzelder:
Ja. Wir sind gerade am Stadion vorbei gefahren. Ich wusste gar nicht, dass alles so nah bei einander liegt. Mich reizt es schon mal, ins Stadion rüber zu schauen. Unter meinem alten Trainer, Uwe Neuhaus, hat Dynamo Dresden einen guten Saisonstart hingelegt. Das freut mich sehr! 

 

Was halten Sie von der Stadt?
Metzelder:
Es ist ein toller Mix aus alten Gebäuden wie dem Zwinger, der Semperoper sowie dem Residenzschloss und solchen modernen Bauten, wie der Gläsernen Manufaktur. Dresden ist eine schöne Stadt. 

 

Pokern Sie selber auch privat?
Metzelder:
Ich pokere genau ein Mal im Jahr, nämlich zur Gamblers Night. Bei dem Turnier packt mich aber der Ehrgeiz. Ich versuche, immer soweit zu kommen wie möglich. 

 

Was ist das Ziel der Gamblers Night?
Metzelder:
Wir sind jetzt im neunten Jahr des Bestehens der Christopher Metzelder Stiftung. Mittlerweile sind solche Events dafür gedacht, sich bei den Unternehmen und Geschäftsleuten zu bedanken, die uns das ganze Jahr über unterstützen. Mittlerweile sind es sehr viele Förderer. 

 

„Ich hatte die Möglichkeit, mir ein gutes Netzwerk aufzubauen und genoss große Popularität. Nach der WM 2006 im eigenen Land, habe ich mich entschieden, mich mehr für Menschen einzusetzen.“ 

 

Gibt es schon Pläne für das 10-jährige Jubiläum nächstes Jahr?
Metzelder:
Es wird ein Golf-Turnier geben, wahrscheinlich in Hamburg, dann eine Jubiläumsgala in Essen. In Essen wurde die Stiftung gegründet. 

 

Engagieren Sie sich auch für Flüchtlinge?
Metzelder:
Die aktuelle politische Situation betrifft uns natürlich. Wenn man nach Syrien oder Irak schaut, kann man davon ausgehen, dass diese Familien in nächster Zukunft nicht in ihre Heimat zurückkehren werden. Das heißt, wir müssen die Menschen so gut wie möglich integrieren. Die Kinder müssen zur Schule, obwohl sie keine Sprachkenntnisse besitzen. So was kann der Staat nicht alleine schaffen. Deswegen engagiert sich unsere Stiftung in dem Bereich so sehr.

 

Was sind Ihre aktuellen Projekte?
Metzelder:
Wir haben aktuell zwei Projekte für syrische Familien und Kinder in Hamburg und Münster. Das Flüchtlingsthema steht bei uns, wie bei allen Einrichtungen, im Mittelpunkt. Jetzt beginnt die Verteilung der Familien auf die Kommunen. Für viele Stadtteilzentren wird es in Zukunft das dominierende Thema sein. 

 

Wo liegen die Schwerpunkte bei den Projekten?
Metzelder:
Unsere Projekte drehen sich um Kinder und Jugendliche. Wir haben die Themen Bildung, Ausbildung, Kinderarmut und Integration. 

 

Wie sieht die Zusammenarbeit mit anderen karitativen Einrichtungen aus?
Metzelder:
Wir übernehmen in den einzelnen außerschulischen Einrichtungen eine Spitzenfinanzierung. Das können zwischen 2.000 und 10.000 Euro im Jahr sein. Darüber hinaus gibt es öffentliche oder kirchliche Träger und weitere Initiativen. Zusammen versucht man, so viel Geld wie möglich für ein bestimmtes Projekt zusammenzutragen. 

 

Wie kam es, dass Sie eine Stiftung gründeten?
Metzelder:
Ich bin im Münsterland geboren und aufgewachsen. Ich bin katholisch erzogen worden, war in meiner Jugend Messdiener. Das ist ein Umfeld, in dem man schnell lernt, seine Schulaufgaben zu machen, seine sportliche Karriere voranzutreiben und vor allem auch an andere Menschen zu denken. Ich hatte das Privileg, durch den Profifußball sehr viel Geld verdienen zu können. Ich hatte die Möglichkeit, mir ein gutes Netzwerk aufzubauen und genoss große Popularität. Nach der WM 2006 im eigenen Land, habe ich mich entschieden, mich mehr für Menschen einzusetzen. Ich wollte und musste was machen. So habe ich mit 26 Jahren die Stiftung gegründet, für einen Stiftungsgründer sehr jung. Ich wollte die Dynamik meines Berufs mitnehmen. In den letzten zehn Jahren hat die Stiftung eine tolle Entwicklung genommen.

 

Ist die Stiftungsarbeit Ihr Hauptaufgabengebiet?
Metzelder:
Alle Mitarbeiter bei der Stiftung machen dies ehrenamtlich. Eine Stiftung zu leiten, ist wie ein kleines Unternehmen zu führen. Ich bin im Vorstand tätig und investiere sehr viel Zeit, empfinde es aber nicht als Arbeit.

 

Was machen Sie aktuell neben der Stiftung?
Metzelder:
Ich arbeite weiterhin für Sky als Moderator, Kommentator und Experte. Außerdem habe ich mit Jung von Matt, einer der größten inhabergeführten Werbeagenturen, eine Sportagentur gegründet. 

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