Spiele als Wirtschaftsfaktor: In Zukunft noch wichtiger?

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Die Videospieleindustrie ist nicht erst seit gestern ein Milliardenmarkt. Die modernen Rahmenbedingungen führen die Branchen jedoch in immer größere Höhen. Ein Ende ist vorerst nicht absehbar.

Quantensprünge innerhalb weniger Jahrzehnte

Es begann mit den Automaten in Spielhallen: Grafik, Spielinhalt und Steuerung auf einem denkbar simplen Level, keine Möglichkeit zum Speichern und für jedes Spiel musste erneut bezahlt werden. Trotzdem wurde schnell deutlich, dass die Maschinerie funktioniert. Was folgte, war der Aufmarsch der Personal Computer mit immer besserer Leistung und bald erschienen zudem die ersten Konsolen, sowohl tragbar als auch stationär. Sega und Nintendo lösten Größen wie Commodore mit seinem Amiga ab, die Technik machte Jahr für Jahr größere Sprünge und noch vor der Jahrtausendwende galt Gaming plötzlich als salonfähig.

Dennoch wirkt dieser Status Quo rückblickend recht bescheiden. Denn erst heute, im Zeitalter des Internet und der Smartphones, ist Gaming wirklich zum Massenphänomen geworden. In dieser Entwicklung hat sich die Branche mehrfach selbst neu erfunden: Zunächst erfolgte die Adaption per Internet, kein Segment blieb davon ausgenommen, wie das Glücksspiel mit Vertretern wie https://www.platincasino.com/de/spielautomaten.html zeigt. Und dann kamen die Smartphones, die als Plattform inzwischen die Führung übernommen haben.

Neues Konzept mit Erfolg etabliert

Denn schnell wurden sogenannte Casual Games, also Spiele für Gelegenheitsspieler, als neues Gold identifiziert. Das Prinzip dabei: Vollpreis-Spiele sind eine hohe Hürde für die Zielgruppe, als Lösung werden die Spiele einfach umsonst angeboten, die Monetarisierung erfolgt anschließend durch Transaktionen im Spiel. Der Spieler wird ins Boot geholt und vom Titel überzeugt, sodass seine Investitionsbereitschaft rapide ansteigt.

Aktuelle Zahlen belegen das. Im Segment der mobilen Games sind Titel dieser Art für 97 Prozent des Umsatzes in Deutschland verantwortlich. Insgesamt stieg der Umsatz von 2016 zu 2017 von 409 auf 497 Millionen Euro. Das entspricht rund 21,5 Prozent Wachstum – eine Zahl, von der andere Branchen nicht einmal zu träumen wagen. Dass diese Entwicklung die Beteiligten anregt, ist nicht überraschend und als Konsequenz bahnen sich neue Innovationen an. So plant beispielsweise Microsoft spezielle Gamepads für Smartphones, da die Touch-Steuerung aus Spielersicht nicht als Nonplusultra gilt.

Fans von mobilen Spielen sind damit die Gewinner der aktuellen Zeit, da ihnen eine unbegrenzte Auswahl ins Haus steht, und das ganz kostenlos. Ob und wann eines Tages eine Sättigung erreicht wird, darüber kann nur spekuliert werden, da nachrückende Generationen früh an das Thema herangeführt werden und die Bereitschaft zu Ausgaben tendenziell steigt.