Typische Fehler beim Immobilienkauf vermeiden

Bildrechte: Flickr Biking at the Elbe from Dresden to Heidenau - 2010-08-26 Henry Mühlpfordt CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Niedrige Zinsen machen den Immobilien-Kauf attraktiv. Statt Miete zu zahlen, investieren die Menschen zunehmend lieber in ein Eigenheim. Doch zu einem Hauskauf sollte sich niemand hinreißen lassen, nur weil gerade die Kredite günstig zu haben sind. Ohne Erfahrung im Immobiliengeschäft können beim Kauf des Eigenheims viele teure Fehler passieren. Die meisten davon, lassen sich mit ausreichender Planung und Sorgfalt vermeiden.

Bei der Finanzierung verschätzt

Eine Immobilie finanzieren die meisten über eine Hypothek. Die aktuell günstigen Zinsen, lassen so manchen Käufer vergessen, dass die Hypothek auch auf lange Sicht hin tragbar sein muss. Ob die Tragbarkeit gegeben ist, lässt sich anhand einiger Kriterien prüfen. Rechnerisch sinnvoll ist eine Immobilie, wenn die laufenden Kosten nach dem Hauskauf, die sich durch die Aufnahme der Hypothek ergeben, nicht höher als 33 Prozent des Brutto-Haushaltseinkommens sind. Zudem rechnen die Banken und Versicherungen langfristig gesehen mit einem jährlichen Zinssatz von 5 Prozent. Hinzu kommen die Unterhaltskosten für das Objekt. Diese werden pro Jahr mit rund einem Prozent des Immobilienwertes veranschlagt. Wie so eine Tragbarkeitsrechnung aussieht, können Hauskäufer mit dem Hypothekenrechner des Schweizer Anbieters Moneypark nachvollziehen. Bei deutschen Anbietern findet sich der Punkt Tragbarkeit bislang noch nicht in den Rechnern auf den Internetseiten. Doch seit Banken per EU-Richtlinie dazu angehalten sind, die Vergabe von Hypotheken genauer zu prüfen, sollten Hauskäufer im eigenen Interesse checken, ob die Finanzierung eines Eigenheims überhaupt finanziell möglich ist. Wer kein fertiges Objekt kauft, sondern ein Haus baut, sollte auf einen garantierten Fixpreis, eine Pauschale oder ein Kostendach bestehen. Nur so wird sichergestellt, dass die Kosten im Budget liegen und die Tragbarkeit nicht durch unerwartete Zusatzkosten gefährdet wird.

Immobilie nicht genau geprüft

Bevor die Entscheidung für eine Immobilie getroffen wird, sollten verschiedene Angebote geprüft werden. So bekommen Käufer ein Gespür für den Markt. Einen ersten Überblick über den Immobilienmarkt in und um Dresden gibt es hier. Nur wer über den Markt informiert ist, kann den tatsächlichen Wert eines Angebots in einer bestimmten Lage abwägen. Auf keinen Fall sollte ein Kaufvertrag unterschrieben werden, weil ein Makler ein Objekt als speziell günstiges und daher sehr begehrtes Angebot anpreist. Solche Angebote entpuppen sich im Nachhinein viel zu oft als übertrieben. Die Immobilie sollte nie ohne Besichtigung gekauft werden. Nur Fotos anschauen reicht nicht. Bei der Besichtigung sollte der Zustand des Objektes genau betrachtet werden. Sind die Fenster dicht? Ist der Keller feucht? Und wie ist es um die Dämmung bestellt? Wer auf solche Kriterien vor dem Kauf achtet, wird später nicht von hohen Sanierungskosten überrascht. Zur Besichtigung kann ein Sachverständiger mitgenommen werden. Dieser hat einen Blick für Mängel und kann bei der Kaufentscheidung beraten. Doch nicht nur der Zustand des Objektes ist ausschlaggebend für den Kauf. Kriterien wie die Lärmbelastung oder die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel spielen ebenso eine wichtige Rolle. Schließlich möchte man sich in den eigenen vier Wänden rundum wohl fühlen. 

 

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