Tag 8: Passau - Ausschiffung

© Fotos: MS Amelia, Michael Wolf/enapress.com

Kurzer und schmerzloser Abschied

Der Abschied am nächsten Morgen ist kurz und schmerzlos. Bis 8 Uhr muss das Gepäck draußen stehen, bis 9 Uhr müssen die Kabinen geräumt sein und während wir noch beim Frühstück sitzen (wie schön, das Personal frühstückt in Zivilkleidung auch im Restaurant), wird über Lautsprecher schon 45 Minuten früher zur Busabfahrt gerufen. Wir rennen durch die Gänge, verteilen noch reichlich Trinkgeld an unsere Lieblinge und stürzen zum Bus. Für mich ist so ein Abschied genau richtig, erspart er mir doch lange Kuscheltiraden mit Mitpassagieren, trauriges Händeschütteln und Adressen Austauschen. Gut genug wissen Louisa und ich, dass man eh die Verbindung zu den neuen Freunden nicht halten wird. Auch die Crew ist traurig, verabschieden sich doch viele von ihren Familienmitgliedern und Freunden, die sie auf diese schöne Fahrt mitgenommen haben. Sie wissen schließlich genau, welche Fahrten sich lohnen. Diese Reise mit der MS Amelia lohnt sich auf jeden Fall! Jeden Tag höre ich seitdem von meinen Kindern, dass sie wieder aufs Schiff wollen. Sie haben die Phoenix-Kataloge mitgenommen und kennen inzwischen alle Hochsee- und Flusskreuzfahrtschiffe auswendig. Irgendwas macht diese Reederei, das süchtig macht. Ich und Louisa sind ja schon lange Schiffs-abhängig. Aber dass das bei den Kleinen auch so gut funktioniert... Es war das Bingo, ich sag` es ja!