Endlich wieder Schiff!

Schon als ich am Parkhaus in Passau die Phoenix-Farben und das vertraute Logo sehe, fällt der Stress ab. Jetzt brauche ich mich um nichts mehr kümmern, jetzt kann ich einer guten Organisation vertrauen.

 

Ab jetzt bekomme ich per Tagesplan gesagt, wann, wo und wie ich das Leben genießen darf. Was für eine Erholung! Ich freue mich sehr, spüre wie das Glück in meinen Kopf, Herz und Körper zurückkehrt.Ein breites Grinsen auf dem Gesicht, zunehmend euphorisch schreitend, verstaue ich das Auto im Parkhaus, das Gepäck auf dem Sammelplatz und mich mit Familie im Shuttle-Bus. Ich lehne mich zurück, strecke die Beine aus und die Hände hinter den Kopf. Es kann losgehen!

„Bitte einmal alle durchtreten auf´s Sonnendeck“, ruft Kreuzfahrtleiterin Katharina Kohlschmidt, als wir mit den 180 anderen neuen Passagieren von den Bussen auf das Schiff stürmen. Wir steigen die Leitern hoch. Es ist laut, alle sind aufgeregt. Wir schlendern das Deck entlang und die Kinder begutachten die Möglichkeiten:ein kleiner Pool, ein Schachbrett mit großen Figuren, ein kleiner Golfplatz. Sofort sind die Kinder beschäftigt.

 

Kaffee und Kuchen für alle!?

Bald ertönt Katharinas Stimme über den Lautsprecher. Sie lädt uns zu Kaffee und Kuchen in den Salon ein. Die Leute, darunter viele Ältere, stürmen los. Ich bremse meine Familie und versichere, das bei Phoenix-Reisen, gecatert von sea chefs, auf den Schiffen immer genug Essen für alle da ist. Garantiert! Wir gehen 20 Minuten später in den Salon und ich bin mir meiner Aussage nicht mehr so sicher. Mensch, da hatten die Omas und Opas aber viel Hunger! Natürlich werden wir trotzdem satt – ein bisschen Kuchen, einige Sandwiches.

 

Auf zur Kabine

Kaum setzen wir uns, kommt über Lautsprecher die Aufforderung zum Einchecken. Wir haben zwei Kabinen auf dem Saturn-Deck gebucht, also gehören wir zu den ersten. Die Prozedur dauert keine zwei Minuten, alles ist toll organisiert. Ein Zimmermädchen bringt uns zu den Kabinen. Das Gepäck ist schon da. Auch der Tagesplan liegt schon bereit. Herrlich! Wir sind erstaunt über die Geräumigkeit der Kabinen. Ein großes Doppelbett, bodentiefe Fenster mit einem französischen Balkon, ein modernes Bad – wow! Neu, hell und modern - das gefällt uns.Über Lautsprecher werden wir an Deck geleitet. Es gibt etwas Sehenswertes. MS Amelia passiert die Schlögener Schlinge.

 

Straffer Zeitplan

Der Tagesplan ist schon am ersten Tag sehr voll. Gleich müssen wir in den Salon. Pünktlichkeit ist auf einem Schiff Pflicht und so sind wir schon die letzten als wir fünf Minuten vor der Info-Veranstaltung im Salon eintreffen. „Auf einem Schiff gibt es keine Berührungsängste“,erklärt Hoteldirektor Roland Schröck mit österreichischem Akzent und würfelt die einander unbekannten Passagiere auf Bänken und in Sitzgruppen zusammen. Es ist voll und warm. Ausführlich erklären uns die Verantwortlichen die wichtigsten Regeln, Abläufe und Planungen für die nächste Woche. Nach einer Stunde werden die ersten Passagiere unruhig. Zum Glück kann man bei den Kellnern Getränke bestellen. Gleich anschließend erläutert Katharina Kohlschmidt die Ausflugsmöglichkeiten. Wir sind müde von der Anreise und können uns kaum noch konzentrieren. Auch die Kinder hängen durch. Endlich ist es fertig!

 

Schlemmen im Restaurant Wachau

Wir sehen auf dem Tagesplan, dass in 15 Minuten der Willkommensempfang des Kapitäns beginnt. Duschen ist nicht mehr möglich. Umziehen gerade so. Wieder sind wir fast die letzten,die beim Empfang eintreffen. Kapitän Hans Waba steht neben Katharina Kohlschmidt. Wir kommen mit Schwung auf die beiden zu. Eine komische Situation entsteht. Auf der Amadea und den anderen Hochseeschiffe, haben die Kreuzfahrtleiter die Passagiere dem Kapitän vorgestellt. Dadas hier nicht passiert, stelle ich uns einfach selbst vor und schüttel voll Freude die Hände der beiden. Meine Familienmitglieder tun es mir nach. Kapitän und Kreuzfahrtleiter sind irritiert. Ich glaube, das war ein Schiffs-Knigge-Fauxpas. Egal – nun weiß Jeder, dass Familie Fließbach an Bord ist. Wir stoßen mit Sekt auf die Reise an. Nach dem Empfang haben wir fünf Minuten, um zum Essen ins Restaurant zugehen. Wie machen das die anderen Passagiere nur? Wir trinken noch aus, während alle an uns vorbei stürmen. Logisch, dass wir wieder die Letzten im Restaurant Wachau sind. Trotzdem findet Hoteldirektor Roland Schröck einen netten Tisch für uns und als wir das Willkommens-Menü lesen, kann ich meiner staunenden Familie erzählen, wie toll sea chefs die Phoenix-Schiffe unterstützt. Hier wird viel Wert auf gutes Essen gelegt. Sind die Passagiere satt, sind sie zufrieden. Alle Mahlzeiten sind im Kreuzfahrtpreis enthalten. Wir müssen nur die Getränke zahlen. Wir sitzen und schlemmen. Anschließend gehen wir die Abendstimmung an Deck genießen. Wir werden im ersten Abschnitt durch sieben Schleusen fahren.

 

Vorsicht Brücke

Als die Familie im Bett ist, gehe ich allein nach oben. Es ist frisch. Ich bin allein. Wir erreichen die Stadt Linz, wo wir vor ein paar Tagen noch bei Hans-Joachim Frey im Brucknerhaus vorbei geschaut hatten. Plötzlich werde ich angesprochen. Ich soll mich hinsetzen, erklärt der zweite Steuermann. Die Brücken sind so niedrig, dass man sich verletzen könne. Er ist Steuermann und wir kommen ins Gespräch, schwatzen über die Seefahrt und über das Leben. Ich bin erst ein paar Stunden auf dem Schiff und fühle mich schon wieder zugehörig, als wäre ich schon Monate dabei. Das ist Phoenix mit all seinen Partnern. Das ist Familie.