CD-Tipp: Smart, elegant und frisch

Fotos: Christian Dyson

Er klingt ein bisschen wie der junge Michael Bublé. Oder Frank Sinatra. Mit seinem Debüt-Album „All or nothing at all“ swingte sich der junge Brite Alexander Stewart sofort in die Herzen der Engländer und machte sich dann auf, den Rest der Welt zu erobern. Gekonnt spannt er mit Jazzadaptionen bekannter Pop-Songs einen Bogen von den zeitlosen Standards des Great American Songbook bis zur Gegenwart. Vergleiche mit Jamie Cullum und Michael Bublé nimmt Alexander Stewart lässig: „Ich finde das schmeichelhaft. Es liegt natürlich nahe: junge Männer, die Jazz singen, dunkle Haare haben und manchmal Anzüge tragen. Schon schwer, aus diesem Schatten zu treten. Ich versuche das durch Kreativität und Mut bei der Auswahl meiner Songs auszugleichen, mit mehr jugendlicher Energie im Sound. Immerhin sind Jamie und Michael zehn Jahre älter als ich. Da hab ich gute Chancen, jünger zu klingen und zu zeigen, wie viel Schwung selbst in Songs steckt, die sechzig Jahre oder älter sind.“ Insgesamt klingt das Werk so locker, lässig und gekonnt, dass die Musik fast für jede Gelegenheit passt.. Alexander Stewart: „All or nothing at all“, Herzog Records.