Schlüssel vergessen: Ein Alltagsklassiker und seine modernen Lösungen

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Sich aus der eigenen Wohnung auszusperren gehört zu den vermeidbaren Fehlern, die leider immer wieder vorkommen. Doch die Lösung muss in diesem Fall nicht einmal ins Geld gehen.

 

Selbst am Schloss arbeiten: Möglich, aber auch sinnvoll?

Wenn das Schloss klemmt, ist guter Rat teuer. Es sei denn, man legt selbst Hand an, da dies die günstigste Variante ist. Doch wie kompliziert ist es, ein Türschloss auszubauen? Für Menschen ohne handwerkliche Leidenschaft klingt eine solche Aufgabe zunächst unlösbar. Sieht man sich allerdings die einzelnen Schritte und Lösungsmöglichkeiten an, wird schnell klar, dass keine höhere Magie nötig ist.

Viel eher stellt sich die Frage nach der Effizienz. Ein Schlüsseldienst kostet zwar Geld, bedeutet aber auch, dass die Angelegenheit in wenigen Minuten erledigt ist, ohne das Risiko von Fehlern, die weitere Arbeit nach sich ziehen. Für viele Menschen bleibt der Anruf beim Spezialisten deswegen die erste Option; es ist trotzdem gut zu wissen, dass es theoretisch auch ohne geht.

 

Einfache Maßnahmen für jedermann

Das betrifft vor allem die Fälle, in denen nicht das ganze Schloss geknackt oder gewechselt werden muss. Einige Probleme lassen sich nämlich in Sekundenschnelle mit Hausmitteln lösen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Schloss, in das der Schlüssel nicht so glatt hereingleitet, wie er es eigentlich sollte. Hier hilft eine sehr einfache Methode, und zwar das eigenständige Ölen. Dies geht am besten, indem der Schlüssel mit Öl bestrichen und dann ins Schloss geführt wird. Es wird kein Spezialprodukt benötigt, normales Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl, wie es in jeder Küche vorhanden ist, reicht völlig aus.

Einem Schlüsselverlust beugt dies natürlich nicht vor. Hier hilft nur, den Schlüssel stets strategisch zu positionieren, sodass er beim Verlassen der Wohnung gar nicht vergessen werden kann. Im Eifer des Gefechts ist auch das keine Garantie, doch die Wahrscheinlichkeit wird stark verbessert. Optional bieten sich technologische Lösungen an: Es existieren bereits Schlösser, die sich per WLAN oder Funkkontakt öffnen lassen und zusätzlich einen klassischen Mechanismus besitzen.

Auf diese Weise gibt es gleich zwei Möglichkeiten, die Tür zu öffnen, und das grenzt an nahezu hundertprozentige Sicherheit. Die Schattenseite sind hierbei die Kosten: Schlösser dieser Art sind noch kein Standard, müssen also nachträglich gekauft und installiert werden. Ob es sich lohnt, hängt folglich von der individuellen Fehlerquote ab, denn ein einmaliger Anruf beim Schlüsseldienst ist wahrscheinlich günstiger als die Anschaffung eines High-Tech-Schlosses.

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