Festspiel-Glamour in Wolfsburg

Zahn Jahre Soli deo Gloria-Festival

Sommerzeit ist Festspielzeit. Vor Salzburg und Bayreuth trafen sich die Kulturbegeisterten in Wolfsburg. Vor dem Schloss der Stadt fand als Höhepunkt und zugleich Abschluss des 10. Soli deo Gloria-Festivals das Open-Air-Konzert der Mezzosopranistin Vesselina Kasarova statt. 1200 Gäste waren gekommen, um der Stimme der gefeierten Künstlerin zu lauschen: Sie begeisterte mit Arien aus die "Jungfrau von Orléans" von Tschaikowsky und Georges Bizet's "Carmen".

"Ich hätte vor ein paar Tagen nicht im Traum daran gedacht, an einem so wunderschönen Ort singen zu dürfen", sagte die Opernsängerin. Denn die Veranstaltung wäre um ein Haar ins Wasser gefallen. Nicht des Wetters wegen - die Sonne strahlte vom blauen Himmel - sondern weil an diesem Abend eigentlich Sopranistin El?na Garan?a hätte auftreten sollen. Doch diese hatte kurzfristig aus familiären Gründen abgesagt: "El?na Garan?as Mutter leidet an Krebs im Endstadium und die Künstlerin ist nach Riga gereist, um an der Seite ihrer Mutter zu sein. Dafür haben wir natürlich volles Verständnis", so Günther Graf von der Schulenburg, der Gründer und künstlerische Leiter von "Soli deo Gloria". "Aber wir haben mit Vesselina Kasarova einen wunderbaren Ersatz gefunden und sind sehr froh, dass sie heute hier ist und alle mit ihrer fantastischen Stimme begeistert. Es wäre wirklich schade gewesen, dieses Jubiläumsfestival mit einer Absage zu Ende zu gehen zu lassen", so Günther Graf von der Schulenburg, der gemeinsam mit Festival-Sponsor Volkswagen zahlreiche VIP-Gäste bei der hochkarätigen Veranstaltung begrüßen konnte. In der ersten Reihe saßen prominente VW-Botschafter wie Moderatorin Tamara Gräfin von Nayhauss, die Schauspieler Heikko Deutschmann und Axel Pape sowie Kult-Musiker MC Fitti.

Moderatorin Tamara Gräfin von Nayhauss hatte anstatt ihres Mannes Alexander Graf von Kalckreuth ihren älteren Sohn Maxi mitgebracht. Der 8-Jährige war passend gedresst und trug sogar Krawatte: "Die habe ich ihm aus New York mitgebracht", erzählte die stolze Mama. "Das ist heute Maxi's erstes klassisches Konzert. Am Sonntag wird bei uns zu Hause aber immer Klassik gehört. Wir machen uns hier ein schönes Mutter-Sohn Wochenende: wir haben tagsüber schon die Autostadt besucht und Maxi war Feuer und Flamme für die Touareg. Morgen gehen wir noch schön im Hotel schwimmen bevor es dann wieder zurück nach Hause nach Berlin geht", so die Moderatorin, die ein schickes Sommerkleid trug: "Ein Mitbringsel aus St. Tropez."

"Krass, was aus so einer kleinen Frau alles herauskommt. Ich fühle mich wie in einer Märchenwelt", so Soli deo Gloria-Festival-Neuling und Kult-Musiker MC Fitti. Auch er hatte sich für die Veranstaltung schick in Schale geworfen - und trug einen schwarzen Anzug: "Ich habe ihn extra noch zu Hause in Berlin bei Hugo Boss gekauft", erzählte er. "Der erste schwarze Anzug meines Lebens. Ich wollte bei solch einer glamourösen Veranstaltung outfittechnisch nicht aus dem Rahmen fallen und im Kapuzenpulli und in Jogginghosen auftauchen", meinte er. "Und ich muss gestehen, dass ich mich superwohl darin fühle. Das ist heute das erste Klassikkonzert meines Lebens. Mit Klassik habe ich eigentlich nichts am Hut, bis auf das ich gelegentlich Klassikradio im Auto höre. Dabei kann ich wunderbar entspannen." Er fuhr im neuen Wagen nach Hause: "Ich habe mir hier in Wolfsburg meinen neuen Touareg abgeholt", erzählte er. "Damit geht es morgen wieder zurück nach Berlin." Davor stand noch ein Abstecher bei der Verwandtschaft auf dem Programm: "Ich komme aus Gifhorn, das liegt nur wenige Kilometer von Wolfsburg entfernt." Auch er hatte seine Fangemeinde an diesem Abend. Nämlich die zehnjährige Pauline, die Tochter von Günther Graf von der Schulenburg: "Pauline hat sich sehr über das Treffen mit MC Fitti gefreut, er hat uns gestern Abend nämlich schon zu Hause besucht. Sie ist sein größter Fan", so Graf von der Schulenburg.

Für Schauspieler Heiko Deutschmann und seine Frau Iris Böhm war es ebenfalls eine Premiere: "Wir sind zum ersten Mal beim Soli deo Gloria-Festival, sind von VW eingeladen worden. Wir hören zu Hause viel klassische Musik, vor allem Kammermusik." Für ihn war es eine wunderbare Alternative zu den Festspielen in Bayreuth: "In Bayreuth sollen die Stühle so hart sein, hier sind sie sehr bequem", lachte er. "Das hier fühlt sich ein bisschen an wie Urlaub. Das ist heute nämlich mein erster entspannter Abend seit längerer Zeit. Ich habe gerade meinen ersten Kinofilm fertiggestellt: "Noch ein Seufzer und es wird Nacht." Ich spiele nicht mit, habe aber habe das Buch geschrieben und war auch Regisseur und Produzent. Der Film wird zunächst bei Festivals im Ausland laufen. Ich habe jetzt ein paar Tage frei, dann geht es mit den Dreharbeiten zu einem Märchenfilm weiter." Schauspieler Axel Pape war ebenfalls begeistert: "Ein wunderbares Konzert mit einer herausragenden Künstlerin. Ich war gerade beim Münchner Filmfest in München, wo wir für unseren Film "Wir sind jung. Wir sind stark" mit dem Friedenspreis ausgezeichnet wurden und worauf ich sehr stolz bin. Heute muss ich einmal nichts tun - außer genießen und entspannen." Vor dem zweistündigen Konzert gab es einen Empfang im Gartensaal des Schlosses mit Champagner, danach wurde bei der After-Show-Party gefeiert: "Das Schloss war früher in unserem Familienbesitz, mein Vater wurde hier geboren. Mittlerweile ist es im Besitz der Stadt, aber wir konnten es erstmals als Location für ein Open-Air-Konzert im Rahmen von Soli deo Gloria nutzen. Insofern schließt sich der Kreis", so Günther Graf von der Schulenburg.

Beim Festspiel-Highlight (es spielte das Philharmonic Volkswagen Orchesta unter der Leitung von Rainer Roos) mit dabei: VW-Konzernvorstand Finanzen Hans Dieter Pötsch mit Frau Elisabeth, Veronique Gräfin von der Schulenburg (Frau von Günther Graf von der Schulenburg) sowie die Kinder Pauline und Leopold, VW-Markenvorstand Dr. Arno Antlitz mit Frau Viola, Eckhard Scholz (Vorstandsvorsitzender Volkswagen Nutzfahrzeuge), Klaus Mohrs (OB Stadt Wolfsburg) mit Frau Karin, Julius von Ingelheim (Vorstandsvorsitzender der Wolfsburg AG) mit Frau Beatrice, Vicomte Hubert de Biolley mit Tochter Blanche, Star-Friseur Thomas Kemper, der eigens mit Frau Brita aus München angereist war, um die Frisur der Künstlerin zu zaubern ("Graf von der Schulenburg und ich sind seit schon lange befreundet"), Jan Radmacher und Gabriela Schimmel (Klavier-Dynastie), Jens Hermann (Leiter Werk und Fahrzeugbau Wolfsburg).

Text: Andrea Vodermayr

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